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Alicia Monson knackt olympische Standardzeit beim Debüt über 10 km

Alicia Monson vom On Athletics Club zeigte sich beim Sound Running Track Meet in Kalifornien in Bestform: Bei ihrem Debüt über 10.000 m erreichte sie das Ziel in 31:10 und knackte die olympische Standardzeit.

 

«Ich habe ihr geraten, einfach auf ihren Instinkt zu vertrauen und an sich zu glauben.» – Coach Ritz

 

Am 4. Dezember reisten verschiedene Mitglieder des On Athletics Club nach Los Angeles, um beim Sound Running Track Meet erstmals auf einer Distanz von 10.000 m anzutreten. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

 

Alicia Monson knackte die olympische Standardzeit und ist mit einer Zeit von 31:10 die neuntschnellste Läuferin im 10.000-Meter-Lauf in der Geschichte der Vereinigten Staaten. 

 

«Pro-Debüt im 10.000-m-Wettkampf, olympische Standardzeit und die neuntschnellste Frau über diese Distanz in der US-Geschichte!? Das klingt für mich nach einem passablen Start in die Wettkampfsaison 2021!»

 

Auch ihr Teamkollege Joe Klecker stand erstmals an der Startlinie eines 10.000-m-Rennens. Er erreichte eine beeindruckende Zeit von 27:35 und verfehlte die olympische Standardzeit nur um sieben Sekunden. Auf Instagram blickte er auf den Wettkampf zurück und zeigte sich dankbar für die Unterstützung von Coach Dathan Ritzenhein

    

 

Coach Ritz hat uns verraten, was 2021 von seinem Team zu erwarten ist.  

 

On: Wie war es für dich zu verkünden, dass du als Coach der acht talentierten OAC-Athleten bist?

 

Dathan: «Als wir im Frühling und Sommer angefangen haben, das Team zusammenzustellen, war noch vieles ungewiss, denn die Saison war komplett zum Erliegen gekommen. Für mich war es eine grosse Veränderung, in dieser Zeit mit einem professionellen Team zusammenzuarbeiten. Wir hatten dafür genügend Zeit, stärker zu werden und als Team zusammenzufinden. Schon nach wenigen Wochen Training in Boulder war mir klar, dass es sich hier um eine ganz besondere Truppe handelt. Gerade mit der Unterstützung eines Teams können Einzelläufer oftmals erst ihr wahres Potenzial ausschöpfen. Das konnte ich sofort beobachten. Wir trainierten hart, aber hatten auch viel Spass. Und jetzt war ich einfach nur froh, dass sich das Team endlich der Welt präsentieren konnte.»

 

Es gab einige fantastische Ergebnisse: Olli und Joe absolvierten eine Meile in unter 4 Minuten – eine Premiere für den Staat Colorado. Olli lief die schnellsten 1500 m in der Geschichte von Tennessee. Und nun hat Alicia bei ihrem 10.000-m-Debüt eine olympische Standardzeit geschafft. Die ist die Stimmung im Team zum Start der Saison 2021?

 

«Wir haben super gestartet. Bevor wir das Team überhaupt offiziell vorgestellt hatten, liefen Olli und Joe in Colorado schon eine Meile in 3:56 und 3:58 – und das in gut 1500 m Höhe. Beim ersten Wettkampf, dem Music City Distance Carnival, wollten wir dann zeigen, wie gut sich das Team vorbereitet hat.

 

Olli schaffte 3:34 – was für ihn eine fantastische persönliche Bestzeit war und ihm den ersten Platz einbrachte. Fast das gesamte Team hat beim Music City Distance Carnival oder bei weiteren Wettkämpfen neue persönliche Bestzeiten aufgestellt. Anfang September haben wir eine kleine Pause eingelegt, um uns geistig und körperlich auf das lange Olympia-Jahr vorzubereiten. In den letzten zwei bis drei Monaten haben wir uns dann voll auf die Grundlagen konzentriert. 

 

Beim Track Meet in Südkalifornien hatten wir zwei Ziele: Die 5.000 m waren ein Fitnesstest für die Athleten, die herausfinden wollten, wo sie gerade stehen. Das war wichtig für sie. Ihre Standarddistanzen liegen normalerweise darunter. Das Rennen zeigte ihnen, dass sie stärker sind als je zuvor und bereit für die bevorstehende Wettkampfsaison im Winter. Das Highlight des Wochenendes war aber Alicias und Joes Debüt über die Distanz von 10.000 m.

 

Joe hat Woche für Woche hart gearbeitet und lief wöchentlich fast 170 km. Alicia hat mir im Training gezeigt, was für eine Ausnahme-Athletin sie ist.»

 

«Es ist toll, dass sie schon in ihrem ersten 10.000-m-Rennen gezeigt haben, dass sie ernstzunehmende Anwärter auf einen Platz in der Olympiamannschaft sind. Für das Team ist das aber erst der Anfang.»

 

Du arbeitest jeden Tag mit dem Team. Wie viel Hingabe und Mühe sind hinter den Kulissen nötig, um solch herausragende Ergebnisse zu erzielen? 

 

«Unser Erfolgsgeheimnis lautet, dass es kein Erfolgsgeheimnis gibt. Das Team arbeitet jeden Tag hart und spornt sich gegenseitig an. Alle haben ihre eigenen Ziele, aber sie arbeiten zusammen, um einander weiterzubringen. So können sie am Wettkampftag alle in Bestform sein.

 

Beim Wettkampf selbst kann dir niemand mehr helfen, aber beim täglichen Training müssen wir hart arbeiten und uns richtig vorbereiten. Da unterstützen sich die Sportler jeden Tag. An fünf oder sechs Tagen pro Woche kommen wir alle zusammen, um gemeinsam Workouts auf der Laufbahn, Tempoläufe und lange Läufe zu machen. Zwei- bis dreimal pro Woche sind wir im Gym und trainieren Kraft. Inzwischen ist das Team zu einer eingeschworenen Truppe zusammengewachsen. Das hilft bei der täglichen Arbeit und beim Erreichen der individuellen Ziele.»

 

Wann können wir den OAC wieder bei einem Wettkampf sehen?

 

«Die letzten drei Monate waren dazu da, uns zu finden. Jetzt legen wir den Fokus auf den Winter. Ich schätze, dass im Februar wieder Indoor- und Outdoor-Rennen anstehen. Der Plan ist noch nicht in Stein gemeisselt, aber das Training zielt darauf ab, dass im Frühling alle gut vorbereitet sind – egal, wo der Wettkampf dann letzten Endes stattfindet.»

 

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