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So geht urbanes Abenteuer in Paris

Das «Les Others»-Team liebt die freie Natur, lebt und arbeitet aber in der französischen Hauptstadt. Wir haben nachgefragt, wie sich der Entdeckerdrang in der Stadt ausleben lässt und lernten Paris aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen.

 

Mit dem Wachstum der Städte, verschwimmen die Grenzen zwischen freier Natur und der urbanen Umgebung zunehmend. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis, Frieden im Freien zu finden. Doch während wir wohl alle oft den Drang haben in die unendlichen Weiten hinauszuziehen und uns abzunabeln, bleibt der Grossteil des gesellschaftlichen Lebens auf die Stadt konzentriert. Hier arbeiten wir, hier leben unsere Freunde und unsere Familie und hier spielt sich unser Alltag ab. Tatsächlich hat die UN prognostiziert, dass bis 2050 bereits 68 % der Weltbevölkerung in städtischem Gebiet leben wird.

 

Was sollen wir also tun? Geduldig auf eine Verschnaufpause am Wochenende warten und das Stadtleben während der Arbeitswoche einfach irgendwie ertragen? Unsere Freunde von Les Others gehen die Sache anders an. Sie teilen eine Leidenschaft für die freie Natur, für Abenteuer und Reisen, sind jedoch in der erbarmungslosen Hektik im Herzen von Paris gefangen. Wie bringen sie diese beiden Gegensätze in Einklang? Ausgerüstet mit dem neuen Cloud Hi machten wir uns auf den Weg, um herauszufinden, was Paris alles zu bieten hat, wenn man den Drang nach Abenteuer annimmt und die Stadt zu Fuss erkundet. Jetzt wissen wir: Das Abenteuer wartet überall dort, wo wir es suchen.

 

Das ist das Team von Les Others

 

 

Der Guide für urbane Abenteuer in Paris 

Dieser Guide erschien zuerst auf LesOthers.com

 

"Urbane Abenteuer" mag ein eher erstaunlicher Titel für einen Artikel sein, wenn man bedenkt, dass sich bei Les Others normalerweise alles um Abenteuer in der freien Natur dreht.  Wir sind getrieben vom Wunsch, den geschäftigen Alltag in der Stadt zu verlassen, um  in der Natur Abstand und Ruhe zu finden – sei es nur wenige Kilometer ausserhalb von Paris oder in Ländern weit weg von hier. 

 

Die Natur ist der Ort, an dem wir unserer liebsten Aktivität nachgehen. Aber sie ist auch ein Schlüsselelement für das Funktionieren und die Arbeitsweise von Les Others. In der Natur kriegen wir unseren Kopf frei, entspannen den Geist und tanken neue Energie. Das ist unverzichtbar für einen kreativen Geist. Ohne Natur würde uns die Inspiration fehlen und ohne Inspiration gäbe es weder unser Magazin, noch unseren Podcast und auch sonst keine frischen Ideen.

 

Leider hindern uns die Verpflichtungen des Alltags oft daran, uns vor Projektbeginn in die Natur zurückzuziehen. Trotzdem versuchen wir, wie viele Stadtbewohner, das Leben in der Natur und in der Stadt in Einklang zu bringen und uns so oft wie möglich eine Pause von den dichten Terminkalendern zu verschaffen.

 

Klar, man kann den Aufstieg in ein Pariser Fitnessstudio nicht mit dem auf einen Gipfel in der Verdonschlucht vergleichen und mit dem Fahrrad 10 Kilometer entlang der Seine zu fahren, bringt einem auch nicht den gleichen Nervenkitzel wie auf den steilen Hängen des Mont Ventoux. Aber wenn man sich schliesslich auch mit etwas weniger zufrieden gibt und und mit der richtigen Einstellung an die Sache heran geht, sind die Vorteile des urbanen Abenteuers schnell spürbar. Es ist eine Kopfsache, wie man so schön sagt.

 

Hier sind unsere Vorschläge für Aktivitäten, bei denen man abschalten kann und die helfen, die Stadt auf natürliche und abenteuerliche Weise zu erleben.

 

1. Bei MurMur Pantin an deinen Kletterkünsten arbeiten

 

Klettern ist sicherlich eine der ganzheitlichsten Sportarten und bietet sowohl etwas für den Körper als auch für den Geist. Auch wenn der Trend heute in Richtung Bouldern geht (leichter zugänglich und unterhaltsamer für Anfänger), empfehlen wir das Anseilen und das Klettern mit einer Route. So ist man besser auf die Kontinuität von Klippenlängen und Seilmanövern vorbereitet, während die Höhe und der Abstand der Befestigungspunkte helfen, das Engagement, die Konzentration und den Mut zu verbessern.

 

Die gute Nachricht? Die Kletterhallen werden immer zahlreicher. Vielleicht gibt es sogar schon eine in deiner Nähe. Für uns liegt es auf der Hand, zu MurMur in der Nähe von Pantin zu gehen. Da gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Routen – von technischen Platten bis hin zu Überhängen mit grossen Containern werden alle Stilrichtungen abgedeckt.

 

MurMur Pantin, 55 rue Cartier Bresson, 93500 Pantin.

 

2. Bei Plein Air den grünen Daumen trainieren

 

Brachland, Gemeinschaftsgärten und geteilte Gemüsegärten: Solche geschützten Grünflächen inmitten der Stadt boomen. Wenn du den Geruch von Pariser Auspuffrohren leid bist, lohnt sich ein Ausflug zu Plein Air. Hier, am Fusse des Stausees von Belleville befindet sich eine 1.200 m² grosse Blumenfarm. Ohne Pestizide, Insektizide oder chemische Düngemittel auskommend, kombiniert die hier angewandte Anbaumethode Biodynamik und den Einsatz wirksamer Mikroorganismen zu einem umweltfreundlichen Blumenanbau. Du kannst Masami, eine Agrar-Designerin, treffen, die dir gerne ihr kleines Paradies voller Düfte und Farben zeigt und ihre Leidenschaft für Blumen mit dir teilt.

 

Plein Air Paris, 40 rue du Télégraphe, 75020 Paris.

 

3. Auf neuen Radwegen einen Gang runter schalten

 

Überfüllte U-Bahns und verstopfte Strassen – das morgendliche Pendeln in Paris ist geprägt von Gedränge und Lärm. Radfahren ist nicht nur gut für den Planeten, sondern auch für deine Gesundheit und ermöglicht es dir, Paris aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken. Die gute Nachricht: Mit ihrem umfassenden Fahrrad-Konzept investiert die Stadt, in den Ausbau und die Sicherheit der Fahrradwege. Verlass für einmal die Hauptstrassen und such dir deinen eigenen Weg durch den Grossstadtdschungel. So wird die alltägliche Fahrt zu einem kleinen Abenteuer.

 

4. Entwickle dein volles Bewusstsein, Tag für Tag

 

Hier geht es nicht um die äusserliche Erkundung der Stadt und ihrer Umgebung, sondern um ein Abenteuer im Inneren. Yoga oder Mediation können helfen, besser auf unseren Körper und Geist zu hören. Diese Momente im "Jenseits" reduzieren Stress, können einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität haben und fördern den kreativen Geist. Das Bewusstsein für die Gegenwart erlaubt es uns, all die kleinen Dinge zu bemerken, die uns normalerweise entgehen und unsere Kreativität zu nähren. Und das ist wissenschaftlich erwiesen! Ob vor dem Morgenkaffee, bei Sonnenuntergang oder mitten am Tag – nimm dir Zeit, halte einen Moment inne und atme durch. 

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Q&A

Ihr alle liebt es in der Natur zur Ruhe zu kommen. Wie schafft ihr es, Abenteuerlust und Gelassenheit im städtischen Umfeld aufrecht zu erhalten? 

Solène: Das ist natürlich nicht immer einfach. Besonders in einer Stadt wie Paris, in der es nicht viele Grünflächen gibt. Aber ich versuche trotzdem, so viel Zeit wie möglich im Freien zu verbringen. Ich bemühe mich, auf die U-Bahn zu verzichten und arbeite nach Möglichkeit nicht im Büro, sondern auf einer Parkbank oder unter einem Baum. Manchmal plane ich eine Yoga-Session im Freien. Ich versuche einfach, so viele Dinge wie möglich unter freiem Himmel zu tun. 

 

Damien: Ich versuche im besten Fall nicht allzu viel Zeit am Stück in der Stadt zu verbringen, sondern immer wieder in die Natur zu entfliehen. Aber manchmal geht das einfach nicht. Also laufe ich und zwar viel. Für mich ist das wie ein Elixier, das mich geistig und körperlich gesund hält. 

 

Nicolas: Natürlich hilft mir die Arbeit für Les Others, in verschiedene Outdoor-Themen einzutauchen und mich mit Menschen, die die Natur lieben, auszutauschen. So kann ich meine Abenteuerlust bewahren. Ich versuche ebenfalls eine Routine in den Alltag einzubauen und versuche, möglichst viel zu laufen und Zeit im Freien zu verbringen. 

 

 

Wie bringt ihr einen vollen Terminkalender mit urbanem Abenteuer in Einklang? 

Thomas: Ich bin Vater, Partner und arbeite viel. Also muss ich kreativ sein, wenn ich in urbaner Umgebung Abenteuer erleben will. Vor einer Weile habe ich damit begonnen, jeden Tag eine andere Strecke zu nehmen, wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre. Manchmal kostet mich das fünf Minuten mehr, aber ich entdecke einen Teil der Stadt neu und ich bringe frischen Wind in meine morgendliche Routine. 

 

Baptiste: Ich laufe spät nachts. Im Sommer ist es kühler und der Verkehr und die Luftverschmutzung lassen etwas nach. Für mich ist Laufen wie Meditation in Bewegung. Wenn ich beim Laufen diesen meditativen Ansatz verfolge, ist alles doppelt so effektiv: Ich tue etwas für meinen Körper, aber auch für meinen Geist. 

 

Ihr beschreibt urbanes Abenteuer als «Durchatmen». Welche Vorteile hat es, in einer hektischen Umgebung gezielt einen Rückzugsort für sich selbst zu suchen? 

Martin: Ich bin eine sehr dynamische Person, ständig in Eile. Durchatmen (zum Beispiel bei einer schnellen Boulder-Session mitten am Tag) hilft mir, ruhiger zu werden und einen freien Kopf zu bekommen. Zurück bei der Arbeit habe ich dann das Gefühl, mehr leisten zu können. Ausserdem treffe ich Kletterer mit denselben Leidenschaften und Interessen. Im Gym kommt es häufig zu Gesprächen, die mich weiterbringen – manchmal erfahre ich neue Dinge, die dann meine Arbeit verbessern. 

 

Nicolas: Einige Leute finden ihre Inspiration unter der Dusche. Für mich kommt diese Erleuchtung meist beim Laufen.

 

Wenn ich mir Zeit nehme, rauszugehen und zu laufen, lasse ich einfach los. Dann kommen die neuen Ideen. 

 

Was macht Paris zu einem so besonderen Ort für urbanes Abenteuer? 

Baptiste: Es ist hügelig! Damien und ich leben im Stadtteil Montmartre. Wenn wir uns zum Laufen treffen, laufen wir nicht nur über ebenen Untergrund, sondern überwinden einiges an Höhenmetern. Das ist praktisch, wenn wir uns auf einen Berglauf vorbereiten. Bei einem Lauf kann man problemlos 300 bis 400 Höhenmeter absolvieren, entweder durch jede Menge Treppen oder steile Strassen. Der einzige Nachteil an Montmartre ist, dass man den ganzen Touristen ausweichen muss. 

 

Thomas: Wir bekommen immer mehr breite Radwege. Das ist ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir von Paris sprechen, denke ich auch an Grand Paris. Das ist ein Umgestaltungsprojekt das die Pariser Vororte einzuschliessen versucht. Wir müssen über den Tellerrand, über die Ring-Autobahn, hinausblicken. Dort findet man Kanäle, Parks und damit ganz viele neue Möglichkeiten. Paris ist ein toller Ort zum Radfahren und für abenteuerliche Streifzüge durch die Stadt. 

 

 

Was würdet ihr jemandem empfehlen, der im Grossstadtdschungel nach mehr Abenteuern sucht? 

Martin: Such dir nach Möglichkeit Aktivitäten aus, die du allein tun kannst. Für mich ist das Bouldern. Es ist einfacher, mal eine schnelle Gelegenheit zum Durchatmen zu finden, wenn man sich nicht auf jemand anderen verlassen muss. 

 

Damien: Stelle den Wecker auf eine Stunde früher. So kannst du die Stadt erkunden, wenn alle anderen noch schlafen: ein leerer Spielplatz für tolle urbane Abenteuer. 

 

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