Zurück zur Übersicht

UTMB®: Diese On-Athleten nehmen die grösste Trailrunning-Herausforderung an

3 Länder. 7 Rennen. 100 Nationalitäten. 10.000 Läufer. Die Rede ist vom UTMB®. Wir wagen einen Ausblick auf den grössten Trailrunning Event der Welt und sprachen vorab schon einmal mit den On-Athleten, die es auf eine gute Platzierung abgesehen haben.

 

Hier kommen die besten Trail Runner der Welt zusammen: Der Ultra-Trail du Mont-Blanc® wird weithin als der wichtigste und anspruchsvollste Trail-Event weltweit angesehen.

Jedes Jahr strömen Zehntausende Trail-Fans jeder Couleur in das französische Chamonix, um Teil des Grossereignisses zu sein. 

2019 wird da keine Ausnahme sein. Dieses Jahr haben sich 25.678 Läufer für die Teilnahme angemeldet – das sind 3.978 Läufer mehr als im Vorjahr und neuer Rekord. 

«Dieser Event ist einfach ein Muss für alle, die Trailrunning lieben», findet On-Athlet David Hauss, ehemaliger Olympia-Teilnehmer und europäischer Triathlon-Champion. Nachdem er dank einer starken Leistung letztes Jahr den 14. Platz beim CCC belegte, ist er auch 2019 gleichenorts wieder am Start. 

«Die Atmosphäre vor dem Wettkampf ist elektrisierend. Und wenn am Sonntagnachmittag die letzten Läufer eintreffen, geht es in den malerischen Strassen einfach völlig verrückt zu und her.»

 

   

«Der UTMB® ist und bleibt der weltweit anspruchsvollste Ultra-Wettkampf im Gebirge und zieht die besten Athleten dieser Sportart an», bestätigt On-Athletin Katie Schide, die 2018 den zweiten Platz beim CCC belegte und dieses Jahr beim 90 km langen Marathon du Mont-Blanc gar den Sieg holen konnte. 

«Es ist wirklich ein internationales Festival des Trail- und Ultra-Running.»

Katie nimmt es dieses Jahr zum ersten Mal mit dem UTMB® auf – ebenso wie ihr Partner Germain Grangier, On-Athlet und Gewinner des XXL MaXi-Race 2019.

«Das ist der einzige Ultra-Trail-Running-Wettkampf, bei dem absolut jeder in Top-Form ist, um das Beste rauszuholen», sagt Germain.

«Niemand kommt nach Chamonix, um sich auf ein anderes Rennen vorzubereiten.»

 

 

Die Strecke des UTMB®, der als Hauptwettkampf gehandelt wird, führt um den Mont Blanc herum und verläuft durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Sie ist etwa 171 km lang und umfasst mehr als 10.000 Höhenmeter.

Einige der besten Läufer schaffen die Strecke in etwas mehr als 20 Stunden. Die meisten brauchen zwischen 32 und 46 Stunden – und laufen dafür zwei Nächte hintereinander durch. Wer hier dabei ist, stellt nicht nur seine Fitness auf die Probe, sondern auch seine Charakterstärke.

Wer die Härte des UTMB® noch immer nicht richtig einschätzen kann, dem sei gesagt, dass im Jahr 2016 ganze 42% der Läufer das Rennen abbrechen mussten. Hast du jetzt eine Vorstellung davon, wie anspruchsvoll der Lauf ist?

Der CCC als Teil-Wettkampf des UTMB® wurde ursprünglich die «kleine Schwester des UTMB» genannt. Inzwischen ist er aber aus dem gigantischen Schatten des Hauptevents herausgetreten und selbst zu einem der prestigeträchtigsten Trail-Wettkämpfe der Welt geworden.

Mit einer Distanz von 101 km und 6.100 Höhenmetern in einem der tückischsten Gelände der Welt ist der CCC nichts für schwache Nerven.

Offiziell gibt es sieben Rennen: den UTMB® (Ultra-Trail du Mont-Blanc), den CCC (Courmayeur – Champex – Chamonix), den TDS (Sur les Traces des Ducs de Savoie), den OCC (Orsières – Champex – Chamonix), den PTL (La Petite Trotte à Léon – kein Wettbewerb), den MCC (De Martigny-Combe à Chamonix) und den YCC (Youth Chamonix Courmayeur – Junior-Event). Diejenigen, die wir weiter unten genauer betrachtet werden, gelten als die Wichtigsten.

 

Von der Strasse auf den Trail in nur vier Wochen
Der Guide für Trail Runner mit Inputs von Spitzensportlern wie Germain Grangier und Katie Schide. Trainiere wo immer du bist und in nur vier Wochen bist du bereit für deine erste Bergmission.
Mehr erfahren

 

Drei On-Athleten nehmen dieses Jahr am UTMB® teil: Katie Schide, Germain Grangier (beide UTMB) und David Hauss (CCC). Wir haben sie im Vorfeld des Wettkampfs getroffen und ihnen einige Fragen gestellt.

Hallo zusammen, wie fühlt ihr euch vor dem Rennen? Welche Ziele habt ihr? 

David: Die Spannung steigt! Das Training ist beendet und das Tapering hat begonnen! Ich trete dieses Jahr wieder beim CCC an. 100 km sind eine lange Strecke. Jetzt ist es an der Zeit, meine mentale Einstellung aufzufrischen, damit mein Körper alles geben kann.

Germain: Ich fühle mich gut. Mein Ziel ist es immer, so schnell zu laufen, wie ich kann!

Katie: Ich bin aufgeregt und ein bisschen nervös aufgrund der neuen Distanz. Ich bin nicht sicher, ob man sich auf eine so lange Strecke wirklich vorbereiten kann. Aber ich habe immer am meisten Spass, wenn ich mit Germain lange Tage draussen in Mercantour verbringe und ich glaube, Freude an den Trails und am Gebirge zu haben, ist ein wichtiger Teil des Wettkampfs. Mein Ziel ist es, in Chamonix das Gefühl zu haben, dass ich an diesem Tag mein Bestes gegeben habe. Obwohl ich schätze, dass es wohl mehr als ein Tag sein wird! 

 

Der Cloudventure
Der leichte Trailrunning-Schuh mit hervorragender Dämpfung und optimalem Halt. Geboren in den Schweizer Alpen.
Mehr erfahren

  

Katie und Germain, ihr beide habt letztes Jahr beim CCC besonders gut abgeschnitten. Wieso habt ihr euch dieses Jahr für den UTMB® entschieden? 

Germain: Ich habe 2015 am OCC teilgenommen (3. Platz nach 54 km) und dann 2018 am CCC (5. Platz nach 101 km). Es fühlt sich einfach so an, als wäre für mich die Zeit gekommen, die grosse Runde um den Mont Blanc in Angriff zu nehmen. Ich bin ziemlich aufgeregt.

Katie: Der UTMB® wird für uns eine neue Herausforderung! Der CCC macht wirklich Spass, aber ich freue mich auch darauf, dieses Jahr die volle Runde um den Mont Blanc zu schaffen. Das sieht auf Strava auch wirklich besser aus. 

 

David, wie trainierst du für einen so anstrengenden Wettkampf? 

Im letzten Monat habe ich Höhentraining gemacht. In meiner Triathlon-Karriere habe ich es geliebt, in grosser Höhe zu trainieren – an Orten wie Font Romeu, Davos, St. Moritz, Neuseeland oder in den USA. Ich liebe es, in der Natur unterwegs zu sein, reine Luft zu atmen und hart zu trainieren!

Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich viel Fahrrad gefahren, etwa 300/400 km pro Woche, Und ich bin auch etliche Kilometer gelaufen. Wir haben ausserdem einige Schwellen-Sessions bei 18 km/h eingelegt, bevor wir mit den Tempoläufen anfingen – dieses Mal allerdings ohne Laufbahn.

 

 

Welches Essen werdet ihr für den Lauf einpacken? 

D: Ich brauche keine speziellen Lebensmittel, denn beim Laufen kann ich praktisch alles essen – da habe ich wohl Glück! Ich nutze Dinge wie Gel, Riegel, Protein – Sachen für die Regeneration. Beim Start habe ich gern einen leeren Magen. Darum esse ich vor dem Wettkampf nur eine Banane und ein Ei oder etwas Avocado. Aber sobald der Wettkampf begonnen hat, nehme ich ziemlich schnell mehr Kalorien zu mir!

G: Wir nehmen selbstgemachtes Essen mit: Mandeln, Reis, Kartoffeln. Normalerweise dauert es etwa einen halben Tag, bis wir vor dem Rennen unser Wettkampf-Essen vorbereitet haben.

K: Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade, Kekse, Kartoffeln, einige Dattel-Nuss-Riegel und dann natürlich alles, was an den Verpflegungsstationen verteilt wird und gut aussieht. 

 

Werdet ihr vor so einem grossen Event noch nervös? 

D: Normalerweise macht es mich nicht wirklich nervös, an einem Wettkampf teilzunehmen. Mir macht es inzwischen eher Spass und ich versuche, es zu geniessen. Gerade beim Trailrunning hat man genug Zeit, um sich ganz auf das Rennen einzulassen.

G: Nervös zu werden gehört einfach dazu. Ich versuche, mich auf die gute Stimmung zu fokussieren und mich nur auf den positiven Stress zu konzentrieren, der mich motiviert. 

K: Ja, klar! Ich packe auf meinen bislang längsten Lauf nochmal 55 km drauf. Aber die Nervosität und ein bisschen Unbehagen machen das Leben spannender!

 

 

Was ist die grössere Herausforderung: Die Distanz oder die Höhenmeter? 

D: Die Distanz. 100 km sind viel! Und man muss Berge erklimmen, um sein Ziel zu erreichen! Das fühlt sich an wie ein ganzes Leben an einem Tag – mit guten und schlechten Momenten. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Um ehrlich zu sein, konzentriere ich mich auf die Zeit und nicht auf die Distanz. Ich teile mir das Rennen in drei oder vier Abschnitte ein. Ich finde, das ist die effizienteste Art, um voranzukommen.

G: Die Herausforderung ist die Witterung: Nachts kann es wirklich kalt werden, mitten am Tag dann wieder extrem heiss. Jeder UTMB® ist anders. Dieser Wettkampf fordert die Beine und den Kopf!

K: Die grösste Herausforderung wird sein, so lange ohne Schlaf auf den Beinen zu bleiben. Vielleicht gibt es in Italien ja einen Espresso?

 

Der CCC sowie der UTMB® 2019 finden am Freitag, 30. August, um 9 Uhr repektive 6 Uhr statt. Verfolge die Rennen auf der offiziellen UTMB®-Website und schau wieder bei uns vorbei, um zu sehen, wie unsere drei On-Athleten abgeschnitten haben. 

 

Hol dir noch mehr Laufinspiration. Melde dich für den On Newsletter an.