Zurück zur Übersicht

Warum Marathon?

42,195 Kilometer läuft man nicht ohne Grund. Für jeden, der einen Marathon läuft, gibt es ein «Warum». Und alle anderen fragen: «Warum?» Doch warum ist die Marathon-Distanz so legendär? Wir haben On Elite-Sportler nach ihren Antworten gefragt.

 

Geschichte, Schmerz und Ruhm: Fünf On Athleten erzählen, warum der Marathon der ultimative Wettkampf ist.

 

Rachel Cliff, Kanada – Die Rekordhalterin 

Als Rachel Cliffs Leichtathletik-Trainer sah, dass sie einen 25 km langen Tempo-Lauf spielend bewältigte, wusste er, dass sie für die lange Distanz bereit war. Und so war es auch. Schon bei ihrem zweiten Wettkampf brach Rachel den kanadischen Marathon-Rekord, der zuvor sechs Jahre lang ungebrochen war: mit 2:26:56.

 

 

Warum hast du dir mit dem Marathon neue Distanzziele gesteckt?

 

Ich mag die ständige Herausforderung und suche dauernd neue Möglichkeiten, mich zu verbessern. Zum Teil mache ich weiter, weil ich glaube, dass ich noch mehr geben kann. Aber grösstenteils ist es wohl die Tatsache, dass ich den Sport immer noch liebe.


 

Welcher war bisher dein Lieblings-Marathon?

 

Der japanische Nagoya-Marathon für Frauen im März 2019. Dort habe ich meine persönliche Bestzeit erreicht, und das Rennen ist für mich wirklich gut gelaufen. Aber es war auch eine echte Erfahrung, in Japan – wo der Marathon sehr prestigeträchtig ist – an einem Wettkampf teilzunehmen und gegen so viele talentierte Frauen anzutreten!


 

Wie hältst du die späteren Phasen eines anstrengenden Marathons durch?

 

Ich konzentriere mich auf das Positive, insbesondere darauf, wie weit ich schon gekommen bin, und dass mich nur noch ein Bruchteil der Strecke vom Ziel trennt.

Der Cloudsurfer
Der Schuh, bei dem der Komfort eines Trainingsschuhs auf die Geschwindigkeit eines Racing Flats trifft. Oder in Rachels Worten: «So weich und stützend, aber gleichzeitig reaktionsstark und schnell.»
Zum Cloudsurfer

 

Chris Thompson, Vereinigtes Königreich – Der erfahrene Wettkämpfer

 

Chris Thompson ist einer der bekanntesten britischen Langstreckenläufer. Über 10 km ist er die drittschnellste Zeit aller britischen Läufer aller Zeiten gelaufen (27:27,36). Auch in London 2012 war er dabei. Heute konzentriert er sich darauf, bei Wettkämpfen über die halbe und volle Marathon-Distanz oben auf dem Treppchen zu landen.

 

 

 

Warum hast du mit Marathon-Wettkämpfen angefangen?

 

Meinen ersten Marathon lief ich 2011 in London. Meine Zeit war 2 Stunden, 11 Minuten, 19 Sekunden. Damit machte ich den 11. Platz. Der Weg vom ersten Trainingstag bis zu dem Moment, in dem ich die Ziellinie überquert habe, und auch die Wochen danach – das war eine Reise, wie ich sie in meiner gesamten Karriere als Läufer noch nicht erlebt hatte. 


 

Welcher ist dein Lieblings-Marathon? Und warum?

 

Bislang habe ich dreimal in London und einmal in New York teilgenommen. Beide Wettkämpfe waren auf ihre eigene Art aussergewöhnlich, aber London trägt trotzdem den Sieg davon. Es ist einfach mein Heim-Wettkampf. Du hast das Gefühl, jeder dort steht vollkommen hinter dir, und das habe ich gebraucht. Ausserdem ist es sehr cool, durch die Strassen einer Grossstadt wie London zu laufen, weil diese Strassen normalerweise voller Autos und voller Trubel sind. Beim Marathon wimmelt es dagegen von Läufern und Fans. Für diesen einen Tag wird die Stadt vollkommen vom Marathon beherrscht. 


 

Wie hältst du die späteren Phasen eines anstrengenden Marathons durch?

 

«Wie fühlst du dich?» ist eine Frage, die man sich beim Marathon immer wieder stellt; im Vergleich dazu liegt der Fokus gar nicht so sehr auf der eigenen Leistung. Der Grund dafür ist, dass man versucht, seine Kräfte und Anstrengungen auf dem Weg vom Start zum Ziel einzuteilen, indem man die verfügbare Energie nutzt, anstatt übermässige Laktatbildung zu riskieren. Dieses Feedback an das Gehirn sorgt dafür, dass sich in deinem Kopf immer mehr Szenarien abspielen. Es ist wichtig, Strategien zu finden, mit denen man das bewältigen kann. Ein gestählter Geist und viel Zuversicht sind genauso wichtig wie ein starker Körper. Den Wettkampf in kleine, gut zu bewältigende Abschnitte einzuteilen, spielt für mich dabei eine wichtige Rolle. 


 

Für alle Leser, die mit dem Gedanken spielen: Warum sollten sie einen Marathon laufen?

 

Weil das Erfolgserlebnis danach keinem anderen Laufereignis gleichkommt. Während der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon dachte ich die ganze Zeit, es geht nur um das Ergebnis und darum, wie schnell ich laufe. Nichts anderes war von Bedeutung. Damit lag ich komplett falsch. Das Erfolgserlebnis und das Gemeinschaftsgefühl am Marathon-Tag sind einfach unglaublich. Vielleicht sind Elite-Sportler dabei, aber alle haben an diesem Ereignis teil und feiern einen unglaublichen Erfolg. In der Stadt herrscht danach eine so lebendige Atmosphäre von Zufriedenheit, Stolz und Schmerz, die alle teilen. Ob Sieg, Niederlage oder Gleichstand – wir alle kamen, sahen und liefen einen Marathon. 
 

Für diesen einen Tag gehört dir diese Stadt, in der du den Marathon gelaufen bist, ebenso wie allen anderen Läufern. Euch verbindet ein Band, für das man keine Worte braucht. Es besteht ja schon aus Blut, Schweiss und Tränen. 

 

Der Cloudflow
Langstrecken-Dämpfung trifft auf leichtes, reaktionsstarkes Design. Der Cloudflow ist Chris’ Favorit für viele schnelle Kilometer.
Zum Cloudflow

 

Andy Vernon, Vereinigtes Königreich – Der Star-Läufer, der zum Marathonläufer wurde

 

Mit nationalen Meistertiteln von 1.500 m bis hin zum Halbmarathon sowie zwei Medaillen bei den Europäischen Meisterschaften 2014 (Silber über 10.000 m und Bronze über 5.000 m) hat Andy bisher eine fantastische Läufer-Karriere hingelegt. Jetzt will er erstmals über die Marathon-Distanz antreten: beim London Marathon 2019. Wir haben die offensichtliche Frage gestellt: Warum?

 

 

Warum hast du dich entschieden, es mit der Marathon-Distanz aufzunehmen?

 

Ich komme langsam in die späteren Phasen meiner Karriere und dachte, wenn ich es jetzt nicht mit der Marathon-Distanz versuche, bekomme ich vielleicht nie die Gelegenheit dazu. Ausserdem verliere ich langsam einen Teil dieses ungehemmten Tempos, das ich vorher hatte. Auch darum schien der Zeitpunkt für eine Veränderung günstig. 


 

Warum hast du dir London für dein Marathon-Debut ausgesucht?

 

London ist der grösste Marathon der Welt, und es ist mein Heim-Marathon. Ich muss mich nicht akklimatisieren, weil ich bereits hier lebe und trainiere. Mit dem Zug brauche ich nur eine Stunde dorthin. Darum ist mir die Wahl nicht schwergefallen. 


 

Wie wirst du die späteren Phasen des anstrengenden Marathons durchhalten?

 

Erst vor Kurzem ist meine Grossmutter gestorben. Sie war einer meiner grössten Fans und hat sich wirklich darauf gefreut, mir in London zuzuschauen. Darum werde ich noch einmal alles geben, wenn es schwer wird, in dem Wissen, dass sie mich von dort oben anfeuert.

 

Der Cloudflash
Der Racing Flat mit Swiss Engineering für explosives Tempo. Andys Favorit, wenn jede Sekunde zählt.
Zum Cloudflash

 

Nico Montanez & Margo Malone, USA – Die internationalen Kandidaten

Nico Montanez und Margo Malone sind aufstrebende Langstrecken-Stars des Mammoth Track Club in Kalifornien, USA. Ihr erster internationaler Wettkampf wird der Zürich Marathon 2019 in der Schweizer Heimatstadt von On sein. 

 

 

 

Warum habt ihr mit Marathon-Wettkämpfen angefangen? 

 

Nico: Schon in der High School und gerade auch im College war ich bei langen Workouts (Tempo-Läufen, langen Läufen, Zwei-Meilen-Wiederholungen) immer besser als bei kurzen Intervall-Workouts. Die längeren Workouts waren mein Alltag. Bald darauf wollte ich eine echte Herausforderung – um zu sehen, ob ich wirklich ein Marathonläufer bin oder mir nur etwas vormache. Bei meinem ersten Marathon war meine Pace 5:12 pro Meile (3:13 pro Kilometer) mit einer Zeit von 2:16:24. Da wusste ich, dass ich dafür geschaffen bin! 


 

Margo: Zürich wird mein erster Marathon sein. Ich freue mich wirklich darauf, diese Distanz zu probieren, denn im Training haben mir die längeren Workout-Tage immer am meisten Spass gemacht. Ich lebe in Mammoth Lakes, Kalifornien; dort umgeben mich kilometerlange Trails, und die Inspiration zum Marathon ist überall. Coach Kastor und ich dachten, es wäre eine aufregende Herausforderung für den Frühling. 


 

Warum freut ihr euch darauf, dieses Jahr beim Zürich Marathon anzutreten?

 

Nico: Ich freue mich aus mehreren Gründen schon sehr. Erstens ist es mein erster internationaler Wettkampf. Das erste Mal ist immer unvergesslich – egal, wie das Ergebnis ist. Zweitens ist die Rennstrecke eben und schnell. Es wird wirklich Spass machen, auf einer so schnellen Strecke zu sehen, wie fit ich wirklich bin.

 

Margo: In Zürich anzutreten ist eine fantastische Chance, auch durch den Support und das familiäre Gefühl des On-Hauptquartiers. Ich war noch nie in Europa und freue mich darauf, die Gegend zu entdecken!

 

 

Wie haltet ihr die späteren Phasen eines anstrengenden Marathons durch?

 

Nico: Alles eine Frage der Einstellung. Wenn es hart auf hart kommt, muss man eben härter sein. Ich liebe es, mich stark zu fühlen, wenn in den späteren Phasen des Marathons der echte Schmerz beginnt. 


 

Man kann den Schmerz beim Marathon nicht vermeiden. Also akzeptiere ich ihn und versuche, in diesen harten Momenten der stärkste Sportler zu sein. Das Leben ist viel härter, und auch das behalte ich ihm Hinterkopf. Ich tue das, was ich liebe, und der Schmerz ist ein Teil davon.

 

 

Margo: Wenn der Marathon schwer wird, werde ich mich an die vielen Trainingskilometer mit meinen Teamkollegen erinnern und Vertrauen in die Vorbereitung haben. Auch der Gedanke an die Mammoth Mountains wird mir helfen, alles ins rechte Licht zu rücken, wenn es schwer wird.


 

Für alle Leser, die mit dem Gedanken spielen: Warum sollten sie einen Marathon laufen?

 

Nico: Ich glaube, wir Menschen sind dafür geschaffen, aktiv zu sein. Wir wurden dafür geboren, uns zu bewegen. Und wie kann man seine Bewegung oder seinen Stil besser ausdrücken als bei einem Marathon? Es ist eine wirklich grosse Aufgabe, aber das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie lohnt jede noch so schwere Herausforderung. Also stelle dich der Marathon-Distanz, um dir selbst Ausdruck zu verleihen. (Und übrigens: Wenn dir der Gedanke, 42,195 km zu laufen, Angst macht, dann bist du auf dem richtigen Weg). 


 

Margo: Egal mit welcher Pace – einen Marathon zu beenden, ist ein riesiger Erfolg! Hier steht die menschliche Ausdauer auf dem Prüfstand. Meiner Meinung nach erhält man durch die Distanz bleibende Einblicke in die Bedeutung von Durchhaltevermögen und Stärke. Ausserdem steht der Marathon für eine Gemeinschaft. Die Energie in Zürich wird perfekt sein, um die Läufer über die ganzen 42,195 km zu tragen. 

 

 

Der Cloud X
Der leichte Schuh für die Strasse, der auch für abwechslungsreiche Workouts geeignet ist. Nicos und Margos Schuh der Wahl für den Wettkampftag.
Cloud X entdecken

Hat dich das Marathonfieber gepackt? Entdecke unseren Marathon-Leitfaden für Anfänger. Und dann ab auf die Strasse.

 

 

Kannst du in einem Monat 42,195 Kilometer laufen?  
 
Für den Marathon bist du noch nicht ganz bereit – für eine Herausforderung aber schon? Laufe im Monat April 42,195 Kilometer und erhalte die Chance auf einen tollen Gewinn – bereitgestellt von unseren Freunden bei Polar. 
 
Bezwinge die Marathon-Distanz bei einem einzigen Lauf oder über mehrere kürzere Läufe, ganz wie du möchtest. Schliess diese Challenge im Marathon-Monat April ab und gewinne vielleicht das ultimative Preispaket für Läufer.  
 
Registriere dich jetzt bei Strava und mach dich auf den Weg zu deinem Preis. Oh, und übrigens: Vergiss nicht, dich den On- und Polar-Communities auf Strava anzuschliessen. Dort erwarten dich Unterstützung, Tipps und jede Menge Kudos! 

 

Hol dir noch mehr Laufinspiration. Melde dich für den On Newsletter an.