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Katie & Germain erobern die Alpen

42 Stunden, 4,5 Tagen, 190 km, 13.700 Höhenmetern und zwei Gipfel: Die On-Athleten Katie und Germain haben ein weiteres epischen Abenteuer gemeistert und definitiv die Alpen erobert. Erfahre hier mehr über ihre Route, was sie erlebt haben und bekomme Antworten auf all deine Fragen.

 

Die Ultra-Athleten Katie Schide und Germain Grangier sind ein furchtloses Trail-Duo. Nun haben sie ein weiteres, unglaubliches Abenteuer gewagt. 

 

Ihre Reise begann am frühen Sonntagmorgen, den 19. Juli, im italienischen Cervinia mit der Besteigung des Breithorns (4.164 m). Nach einer Nacht in der Schönbielhütte nahmen sie sich die Haute Route vor – eine 120 km lange Wanderung vom schweizerischen Zermatt ins französische Chamonix. Das Wetter zwang sie einen Tag zu warten, bevor sie ihre Tour am Donnerstag, den 23. Juli, mit der Besteigung des Mont Blanc abschlossen. Dafür brauchten sei gerade mal einen Tag.  

 

Lange hatten sich die beiden Trailrunning-Elitesportler (beide waren beim UTMB 2019 in ihrer jeweiligen Kategorie unter den besten 10) auf dieses Projekt hingearbeitet, etliche Monate alles akribisch geplant und sich körperlich entsprechend vorbereitet.

 

Am Ende absolvierten sie eine Route von insgesamt 188 km und 13.500 Höhenmetern in drei Abschnitten und 42 Stunden. Erfahre hier mehr über die Route und was Katie und Germain im Q&A über das Abenteuer sagen.

 

Abschnitt 1: Von Cervinia zur Schönbielhütte

 

 

Los ging’s am Sonntag, den 19. Juli, im italienischen Cervinia. Katie und Germain standen um 5 Uhr morgens auf und wagten sich gleich auf das Breithorns (4.164 m). 

 

Bei der Vorbereitung auf diese Tour hatten die beiden nur ein Ziel: Den Moment zu geniessen und zu entdecken, was die Alpen zu bieten haben. 

 

«Einige Tage im Freien erleben, den Bergen zuhören, unsere Grenzen austesten, die Risiken abwägen und uns immer wieder an die Gegebenheiten anpassen. Wir sahen dieses gemeinsame Abenteuer im Hochgebirge als schlichte Ausdauer-Challenge, bei der wir neue Gipfel, Grate, Täler und Gletscher entdecken.» – Germain 

 

Dieses Gebirge ist perfekt für alle, die zum ersten Mal eine Alpintour wagen und sich akklimatisieren wollen. Trotzdem ist die Route nicht zu unterschätzen. Wer nicht regelmässig auf dem Trail unterwegs ist und sich dennoch den schneebedeckten Gletschern und einem Viertausender stellen will, sollte einen Guide dabeihaben.

 

Unser Ultra-Duo schaffte den 35 km langen ersten Streckenabschnitt in sechs Stunden. 

 

Abschnitt 2: Überquerung der Haute Route

   

 

Der actiongeladene zweite Abschnitt begann am Montag, den 20. Juli, um 5:20 Uhr nach einer Übernachtung in der schönen Schönbielhütte. Als erster Höhepunkt wartete der Sonnenaufgang über dem schneebedeckten Stöckji-Gletscher. 

 

Weiter ging’s mit fünf weiteren Gletscherüberquerungen. Die ultimative Challenge: Der fast 8 km lange Otemmagletscher. Unterstützt vom Team, welches sie auf der Reise begleitete, setzten Katie und Germain die 115 km lange Route die Nacht hindurch fort und machten nur einige wenige Pausen.

 

24 Stunden später erreichten sie den nebelumhüllten Col Supérieur du Tour über Trient und waren immer noch in Hochstimmung. Ein Ende war aber noch nicht in Sich: Katie und Germain wollten unbedingt weiter bis nach Les Houches, wo sie am Mittag eintrafen.

 

«Die Höhenlage, das technisch anspruchsvolle Gelände und unsere schweren Rucksäcke machten diese Route zu einer grossen Herausforderung, aber es war ein fantastisches Abenteuer.»

 

Normalerweise erfordert die Akklimatisierung in dieser Höhe drei bis vier Tage und das Zurücklegen der Strecke noch einmal so lange – denn der Körper muss sich erst daran gewöhnen, dass er mit 25 % weniger Sauerstoff auskommen muss. Allen, die nicht Elite-Läufer oder erfahrene Wanderer sind, empfehlen wir einen Gesundheitscheck sowie ein Training mit einem Profi-Bergsteiger, bevor sie sich an eine Alpintour heranwagen. Die Haute Route ist nur von Mitte Juni bis Anfang September begehbar.

 

Für unsere Profis ging’s von Les Houches dann noch weiter zum nächsten Gipfel.

 

Abschnitt 3: Les Houches, Gipfelbesteigung Mont Blanc

 

 

Nach den Gletscherüberquerungen, einer Nacht mit unbeständigem Schneefall und der letzten Etappe bis nach Les Houches nutzte das Team den Mittwoch, 22. Juli, als Ruhetag und wartete, bis sich die Wetterverhältnisse verbesserten.

 

Am Donnerstag, den 23. Juli, machten sich Katie und Germain dann noch vor Sonnenaufgang auf, um die letzte Etappe ihrer ehrwürdigen Tour zurückzulegen. Es ging hinauf zum Mont Blanc. 35 km, 11 Stunden und 30 Minuten später kehrten die zwei zum Basislager zurück. Ein bisschen erschöpft waren sie schon, aber zweifellos stolz auf ihre Leistung. 

 

Den Auf- und Abstieg vom Mont Blanc innerhalb nur eines Tages zu meistern, ist eine immense Herausforderung. Schliesslich ist er der zweithöchste Berg Europas und Austragungsort des UTMB

 

«Die letzten Tage mit Germain haben meinen Sommer 2020 definitiv geprägt. Wir hatten uns ohne konkrete zeitliche Ziele auf den Weg gemacht und wollten auch keinen Rekord brechen. Wir wollten einfach nur ausgedehnte Tage im Hochgebirge verbringen und sehen, wohin unsere Beine uns tragen können. Da für dieses Jahr die meisten Wettkämpfe abgesagt wurden, war dieses Projekt eine gute Gelegenheit, zu unseren Wurzeln zurückzukehren und das zu tun, was wir am meisten lieben: Lange Tage im Gebirge unterwegs zu sein», erinnert sich Katie.

 

«Dafür leben wir», ergänzt Germain.

 

Die Antworten auf eure Fragen

  

Ihr habt gefragt und wir haben die Antworten. Während ihrer gewaltigen Tour haben Katie und Germain mit uns über Trailrunning und ihre Lieblingsausrüstung gesprochen. 

     

 

On: Lasst ihr beim Trailrunning auch die Aussicht auf euch wirken oder konzentriert ihr euch nur darauf, einen Fuss vor den anderen zu setzen?

 

Katie: Das Gelände, in dem wir uns bewegen, ist teilweise sehr anspruchsvoll. Aber natürlich ist es die Landschaft, die uns überhaupt auf den Trail bringt.

 

Wie viel der geplanten Strecke läuft ihr und wie viel geht ihr – wenn überhaupt?

 

Germain: Ich würde sagen, etwa 60% ist schnelles Wandern und etwa 40% ist Laufen. Manchmal müssen wir unsere Ausrüstung wechseln und schneebedeckte Gipfel erklimmen – da läuft es sich nicht so gut.

      

 

Welches Apparel-Teil von On ist euer Favorit? Und was sind eure Lieblingsschuhe für den Trail?

 

Germain: Ich mag die Race Shorts, weil sie superleicht sind und den Cloudventure Peak, weil er in anspruchsvollem Gelände so viel Tempo liefert. 

   

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