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Am dunkelsten vor Tagesanbruch: Akzeptanz durch Verletzung finden

Wenn ein Läufer nicht laufen kann, leidet der Geist oft so sehr wie der Körper. Aber für den dreimaligen NCAA All-American Champion Brandon Doughty heilte die Zeit, die er sich zum Ausruhen und Regenerieren nahm, mehr als nur die körperlichen Verletzungen.

 

On-Athlet Brandon absolvierte sein Studium an der Oklahoma University als einer der höchstdekorierten Läufer in der Geschichte der Schule. Als Spezialist für 3.000 Meter Hindernisläufe erreichte er das Finale der US Leichtathletikmeisterschaften 2018 und ist viermaliger Big 12 Conference Champion. 

Heute trainiert der 25-Jährige aus West Virginia bei On Zap Endurance, einem gemeinnützigen Trainingszentrum für ehemalige College-Sportler. Er strebte an, bis 2020 Mitglied der US-Olympiamannschaft zu werden, aber als er im Alter von 25 Jahren eine schwere Achillessehnenverletzung erlitt, musste er seine Prioritäten neu bewerten. 

Für viele Läufer bedeutet es Frustration und Irritation, wenn sie lange Zeit nicht trainieren können. Anfangs erging es Brandon nicht anders. Wie er jedoch heute erkennt, hat sich die Verletzungsdauer von fast einem Jahr in Wahrheit als eine Art Segen im Unglücksfall erwiesen.

"Ich bin in den letzten neun Monaten mehr über mich hinausgewachsen, als ich erwartet hatte", sagte Brandon.

"Wenn sich meine Hoffnungen nicht vor meiner Nase in Luft aufgelöst hätten, hätte ich diese Weiterentwicklung durch Akzeptanz und Geduld niemals erlebt. 

 

"Ich habe ein gänzlich neu entdecktes Bewusstsein und eine neue Akzeptanz für mich und meine Umgebung entwickelt."

Aber trotz seiner aktuellen Positivität war Brandons Weg bis zur Genesung alles andere als einfach. 

Nachdem er operiert worden war, um seine Achillessehne wieder befestigen zu lassen - was bedeutete, dass ihm mehr als ein Zentimeter Knochen von den Fußknochen geschnitten wurde -, musste er volle vier Monate auf das Laufen verzichten. Danach verbrachte er weitere vier Monate damit, darauf hinzuarbeiten, 50 Meilen pro Woche bewältigen zu können - etwas, was für ihn in früheren Zeiten einfach gewesen wäre. Obwohl er gelegentliche Läufe bewältigen konnte, hatte er manchmal immer noch unerträgliche Schmerzen.

Brandon kämpfte; und das nicht nur mit dem Schmerz. Die hohen Erwartungen, die er an sich selbst gestellt hatte, brachten ihn zu Fall. Er war es nicht gewohnt, nicht trainieren zu können und empfand die Zeit, in der er nicht Laufen konnte, als eine echte Belastung für ihn. An einem Punkt dachte er darüber nach, ganz aufzuhören.

 

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"Laufen ist ein Lebensstil, nicht nur ein Hobby", sagt er.

"Wenn sich alles, was du tust und denkst (außer Arbeit und Familie), um ein einziges Element dreht, wird deine Essenz von dieser Komponente absorbiert. 

"Wie gut dein Lauftraining verläuft, wird zur Grundlage dafür, wie glücklich du bist." 

Glücklicherweise löste sein Abstieg in die Depression schließlich die Erkenntnis aus, dass er zu viel Druck auf sich selbst ausübte; dass sein Beharren darauf, sich immer stärker und weiter zu pushen, ungesund und wenig hilfreich war.

"Ich habe eine Art Komplex und das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, der nicht talentiert genug ist, um ein professioneller Läufer zu sein", gibt er zu.

"Das bringt mich dazu, mich so stark wie möglich zu pushen, so oft ich kann. Wie ich jedoch auf die harte Tour lernen musste, ist mehr nicht immer besser."

Bei der Verfolgung seiner Ziele hatte Brandon aus den Augen verloren, warum er sich in den Laufsport verliebt hatte. Er musste erst die Fähigkeit verlieren, das zu tun, was ihm am meisten Spaß macht, um wachgerüttelt zu werden. Eine Fähigkeit, die er nicht bereit war, aufzugeben.

"Es ist nicht gesund, ängstlich oder depressiv zu werden, weil du nicht dort bist, wo du es erwartet hast", sagte er.

"All diese Erwartungen waren Parameter, die ich in meinem Kopf geschaffen habe. Ich musste nicht von ihnen besessen sein, sondern sie einfach anpassen."

"Es ist leicht zu sagen: "Ich werde glücklich sein, wenn...", aber man läuft Gefahr, dass es nie aufhört. "Ich werde glücklich sein, wenn ich gesund laufen kann" - "wenn ich wieder bei Wettkämpfen laufen kann" - "wenn ich wieder eine persönliche Bestleistung laufen kann" - "wenn ich in eine Olympiamannschaft komme".

"Was ist, wenn ich nie ein Olympiateilnehmer werde? Darf ich dann nie wieder glücklich sein?

Zu erlernen, die Erwartungen und den Druck loszulassen, unter den er sich selbst stellte, erwies sich als Katalysator für Veränderungen. Lag es an der Verletzung? Lag es daran, dass er etwas älter und erfahrener wurde? Vielleicht eine Kombination aus beidem?

Was auch immer es war, anstatt sich auf das Negative zu konzentrieren, ist Brandon nun entschlossen, jeden einzelnen Moment zu genießen. Er hat begonnen morgens aufzuwachen und sich nicht mehr verärgert zu fühlen, sondern seine Verletzung und seinen Genesungsprozess zu akzeptieren.

Dies ging auch einher mit einer Verbesserung seiner Laufleistungen. Brandon beendete seine erste über 50 Meilen lange Laufwoche auf festem Boden (und nicht auf dem Null-Schwerkraft-Laufband, das er zuvor benutzt hatte) im Februar. Vor kurzem absolvierte er sogar seinen ersten Langstreckenlauf seit fast 10 Monaten und bewältigte 14 Meilen. Er ist nicht ganz schmerzfrei, aber er genießt es wieder. 

Er hofft weiterhin, Teilnehmer des Olympiateams 2020 der USA zu werden. Aber er wird sich deswegen nicht selbst fertig machen, wenn die Dinge auch nicht so laufen, wie er es will. 

"Ich fühle mich so viel offener gegenüber der Welt und kümmere mich so viel weniger darum, was andere von mir halten. Ich weiß, wer ich bin und was ich in dieser Sportart erreichen kann", sagte er. 

"Ich bin nicht in Eile, wieder in Form zu kommen, weil ich niemandem etwas zu beweisen habe. Mit dieser Mentalität kann ich jetzt endlich wieder Freude bei meinem Lauftraining empfinden. (Das) erlaubt es mir, meinen Komplex zu bewältigen, so dass ich nicht nur intelligenter trainiere, sondern auch glücklicher bin."

Möge es noch lange so bleiben. 

 

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Dieser Artikel wurde aus einem Blog von Brandon übernommen. Um die Geschichte in Brandons eigenen Worten zu lesen, besuchen Sie bitte seine Website

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