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David Kilgore über seinen unglaublichen Doppel-Marathon in Rio

On-Mitarbeiter David Kilgore hat den Rio Marathon im neuen Cloudstratus nicht nur einmal, sondern gleich zweimal absolviert. Direkt hintereinander. Wir haben danach mit ihm gesprochen, um einen vollen Rennbericht zu erhalten.

David Kilgore macht keine halben Sachen. Tatsächlich führt er sogar ein faszinierendes Doppelleben. Tagsüber vertritt er On in New York und Philadelphia in den USA. Den Rest der Zeit läuft er. Schnell. Und weit. Mit Ultramarathons kennt er sich aus: David hat das Team USA bei den World Trail Championships 2019 vertreten.

 

Nur zwei Wochen später ist er beim Rio de Janeiro Marathon in Brasilien a ngetreten. David ist ständig auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Und er wollte die doppelte CloudTec® - Dämpfung des neuen Cloudstratus auf Herz und Nieren testen. Also entschied er sich, den Marathon nicht nur einmal, sondern zweimal zu laufen.

 

Nachdem er die Ziellinie beim ersten Mal in unter 2 Stunden und 46 Minuten überquert hatte, behielt David ein gleichmässiges Tempo bei und schloss seinen Doppel - Marathon (52,4 Meilen, 84,4 km) in 5 Stunden und 40 Minuten ab. Wir haben danach mit ihm gesprochen , um einen vollen Rennbericht zu erhalten.

 

Glückwunsch zu dieser Leistung, David – für die meisten wäre schon ein Marathon mehr als genug gewesen! Warum ein Doppel - Marathon? 

Warum nicht?! Die Crew, mit der ich in New York laufe, nennt sich The Lost Boys – nach den Verlorenen Jungs aus Peter Pan, den Kindern, die nie erwachsen werden. So sind wir auch. Wir hören einfach nicht auf, uns verrückte Ziele zu setzen . Wir denken uns: Na und, werden wir eben älter. Es gibt immer eine neue Herausforderung. 

 

Ich habe mich darauf gefreut, den neuen Cloudstratus zu testen, und wollte ohnehin in Rio antreten. Da dachte ich, warum nicht die Strecke verdoppeln? Sogar die Lost Boys fanden das ziemlich verrückt. Aber auch super cool. Und es hat sie nicht überrascht, dass ich auf diesen Gedanken gekommen bin!

 

Musstest du dein Training umstellen, um dich auf die Distan z vorzubereiten? 

Nicht wirklich. Ich bin davon ausgegangen, dass meine normale Laufleistung ausreichen würde, um es auch ohne viel zusätzliche Vorbereitung zu schaffen. Normalerweise laufe ich jeden Tag mindestens 10 bis 15 km, also denke ich, dass ich sc hon eine gute Basis - Distanz habe. Ich ändere nicht so viel daran. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich auf lange und schnelle Herausforderungen immer ganz gut vorbereitet bin.

 

Gab es etwas, worüber du dir vor dem Wettkampf Sorgen gemacht hast? 

Es gibt immer unterschwellige Faktoren, die einen etwas nervös machen. Selbst mit guter Vorbereitung kann bei einem Wettkampf alles passieren. Das ging mir zum Beispiel beim Miami Marathon 2018 so. Ich war einige Wochen davor gestürzt und hatte mich am Bei n schwerer verletzt, als mir zunächst klar war. Mitten im Wettkampf fühlte es sich an, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Mein Bein stand praktisch in Flammen. Es tat so weh, dass ich nicht weiterlaufen konnte. Später hat sich herausgestellt, dass ich mir das Bein gebrochen hatte. Man weiss also nie, was passiert, wenn man die Startlinie überquert. Vor allem wollte ich die nicht enttäuschen, die mich so sehr unterstützt hatten. Und On hat ja schliesslich gefilmt, da wollte ich mich keinesfalls zu schnel l verausgaben oder einen Krampf bekommen!

 

Wie hast du dich vor dem Wettkampf gefühlt? 

Ich musste um 3:30 Uhr morgens aufstehen. Das klingt zwar ziemlich übel, aber wenn ich für einen Wettkampf unterwegs bin, kommt das häufiger vor. Das frühe Aufstehen ver binde ich eher mit Vorfreude. Manchmal wache ich auf und denke: «Warum mache ich das eigentlich?» Aber auf dieses Rennen habe ich mich wirklich gefreut, denn es ist einfach unglaublich cool.

 

Die Atmosphäre an der Startlinie war fantastisch. Es herrschte d iese Stimmung, die grosse Marathons und wichtige Rennen immer verbreiten. Alle stehen eng zusammen und verströmen jede Menge Energie. Die Stimmung erinnerte mich ein bisschen an den Karneval, wie ich gehofft hatte. Es hat wirklich Spass gemacht, ein Teil d avon zu sein. Ich konnte es kaum erwarten, loszulaufen.

 

Hattest du einen Plan für das Rennen?  

Ich hatte eine Idee, wie ich gern laufen würde. Und genau so hat es funktioniert, das war toll. Ich wollte mich auf das Gefühl beim Laufen konzentrieren, entspa nnt bleiben und darauf achten, genug zu trinken und zu essen. Die Temperatur stieg auf etwa 30 °C, also war Flüssigkeit besonders wichtig.

 

Mein Ziel war es, den ersten Marathon in etwa 2:45 zu schaffen. Ich wusste nicht genau, wie ich mich danach fühlen w ürde. Aber ich dachte, mit dieser Zeit könnte ich insgesamt unter sechs Stunden bleiben, selbst wenn ich in der zweiten Hälfte langsamer werden sollte. Den ersten Marathon lief ich in etwa 2:46, und es ging mir ganz ordentlich. Ich konnte mein Tempo ziemli ch gut halten.

 

Du bist schon früher solche Distanzen gelaufen – normalerweise aber auf dem Trail. Wie hat es sich angefühlt, so lange auf der Strasse zu laufen?

Ja ... Ich trainiere in New York, also kenne ich die Strasse gut. Normalerweise zieht es mich für lange Distanzen aber schon auf den Trail. Ich liebe den Trail, denn hier kann man einfach so viel entdecken. Dieses Strassenrennen hat mir aber viel mehr Spass gemacht als gedacht – vielleicht auch wegen der Kulisse und de r Leute. Rio ist wirklich wund erschön, und das Publikum war fantastisch. 

 

Hat dich bei diesem Wettkampf etwas überrascht?  

Es ist eigentlich nicht wichtig, aber die Strecke führte durch einige wirklich lange Tunnel. Anfangs dachte ich, der Schatten wäre schön, aber im Tunnel war es noc h wärmer und feuchter als draussen. Nach etwa einer Meile war es wieder vorbei; es hat sich nur länger angefühlt. Aber das war es auch schon, alles andere lief wie erwartet.

 

Insgesamt war ich überrascht, wie gut mir Rio gefallen hat. Es ist wie eine Misch ung aus Florida, Miami und Portugal. Und ich liebe Florida. Die Wärme und das tropische Feeling finde ich wirklich toll. Es gibt makellose Strände und direkt daneben diese gigantischen Berge. Das ist extrem cool.

 

Wie haben die Leute reagiert, als du ins Ziel kamst und einfach weitergelaufen bist? 

Von einigen Leuten kam ein «Oh wow, ok ...» Sie fanden es vielleicht interessant oder seltsam, aber ich glaube nicht, dass alle verstanden haben , was da vor sich ging. Wahrscheinlich dachten sie, dass ich dringend zur Toilette muss oder so!

 

Wie hat es sich angefühlt, den Doppel - Marathon abzuschliessen?  

Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, trotz der ziemlich schwierigen Bedingungen durch die hohen Temperaturen. Ausserdem konnte ich eine neue persönliche Bestzeit über 50 Meilen aufstellen, also bin ich mit me iner Leistung wirklich zufrieden.

 

Wie hat sich der neue Cloudstratus beim Doppel - Marathon geschlagen? 

Der Schuh war grossartig. Ich hatte schon vorher im Cloudstratus trainiert und würde sagen, er ist mein neuer Favorit für die Strasse. Durch den Helion™ - Schaum fühlt er sich leicht, aber gleichzeitig sehr robust an. Die doppelte CloudTec® - Dämpfung macht einen echten Unterschied und sorgt für ein besonders weiches Laufgefühl. Und selbst nach einem Doppel - Marathon sieht er noch aus wie neu! Er hat die Herausforderung wirklich gut bewältigt.

 

Für meine Füsse war es keinen Moment lang unangenehm. Der Cloudstratus fühlt sich sehr leicht an, ist aber trotzdem reaktionsstark und schnel l. Er ist wirklich wie gemacht für Top - Leistung – immerhin hat er mir zu einer neuen Bestzeit über 50 Meilen verholfen, allein das ist schon fantastisch. Ich freue mich d a rauf, ihn mehr Leuten in New York City zeigen zu können und zu hören, wie sie ihn fin den. Aber ich persönlich weiss nicht, was man an diesem Schuh bemängeln sollte. 

 

Der Cloudstratus
Der Cloudstratus verfügt über zwei CloudTec®-Schichten für maximale Dämpfung und Top-Support. Er ist Davids erste Wahl für die doppelte Distanz.
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Welchen Rat hast du für jemanden, der mit dem Gedanken spielt, seine Distanz zu verdoppeln?

Ich würde sagen, tu es. Ich finde, es ist immer gut, wenn man sich neuen Herausforderungen stellt. Nur so findet man heraus, wozu man wirklich fähig ist.

 

Was hast du dir als Nächstes vorgenommen?  

Erst mal ein bisschen Regeneration. Solange ich noch in Ri o bin, erkunde ich ein paar Trails und schaue mir die Sehenswürdigkeiten an. Langfristig nehme ich vielleicht einige längere Trail - Wettkämpfe in Angriff, um zu versuchen, mich für die Western States 100 nächstes Jahr zu qualifizieren. Abgesehen davon erwar ten mich einige kürzere Strassenrennen mit meinem Team in New York City. Es gibt also vieles, auf das ich mich freuen kann!

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