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Doppelsieg für das On Trail-Duo

Für die On-Athleten und Ultra-Trailrunner Katie Schide und Germain Grangier war es ein erfolgreiches Wochenende: Die beiden stellten sich beim Ultra Trail Côte d’Azur Mercantour ihrem ersten Ultra-Wettkampf des Jahres – und siegten. Zu überwinden gab es eine 130 km lange Strecke und 8.700 Höhenmetern. Wir haben mit den Trail-Champions gesprochen, um herauszufinden, wie der Wettkampf gelaufen ist und was sie als Nächstes vorhaben.

 

Nach der aussergewöhnlichen Wettkampf-Saison in diesem Jahr freuten sich die Ultra-Trailrunner und On-Athleten Katie Schide und Germain Grangier mit dem Ultra Trail Côte d’Azur Mercantour am 3. September ihren ersten offiziellen Ultra-Wettkampf in diesem Jahr zu absolvieren. Die technisch anspruchsvolle Strecke in der Riviera-Region umfasst insgesamt 130 km und 8.700 Höhenmeter.

 

«Die Nervosität vor einem Wettkampf bereitet mir normalerweise keine Freude. Aber das Gefühl, in diesem aussergewöhnlichen Jahr bei einem Ultra-Rennen dabei zu sein, muss man einfach auskosten. Ich habe mich schon im Vorfeld auf all die Höhe- und Tiefpunkte gefreut und war gespannt, was mein Körper beim @utcamcotedazur leisten kann! Ausserdem waren da Freunde an der Startlinie, Freunde an der Strecke – es war also eine echte Mercantour-Party!»

– Katie 

 

Der Nervosität zum Trotz konnten sich Germain und Katie durchsetzen: Mit einer Zeit von 17:04:47 belegte Germain den ersten Platz. Katie sicherte sich mit 19:54:26 den Sieg bei den Damen und Platz 7 in der Gesamtwertung. 

    

 

Auf Instagram zog das Duo nach dem Rennen ein Echtzeit-Fazit: «Der technisch anspruchsvollste und schwierigste Ultra, an dem ich je teilgenommen habe. Die französische Riviera ist nicht zum Lachen!» fand Katie, während Germain bemerkte: «Wieder einmal haben wir uns in eine unmögliche Situation gebracht. Warum? Um uns lebendig zu fühlen!» 

 

Nachdem die beiden im Juli zu zweit eine abenteuerliche Reise durch die Alpen unternommen hatten, verbrachten sie zur Regeneration einige Wochen in ihrem Zuhause in den Seealpen. Katie kehrte Anfang August mit einem starken ersten Platz beim Trail de L'Ubaye (42 km) in die Wettkampfszene zurück. Aber den ersten Ultra-Wettkampf des Jahres mit einem Doppelsieg abzuschliessen, war für beide ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil die Wettkämpfe diese Saison dünn gesät sind.

  

 

Wir haben die Trail-Champions getroffen, um zu hören, wie es sich anfühlt, wieder bei einem Wettkampf antreten zu können: 

 

On: Hat euch die Wettkampfpause wieder Appetit auf mehr gemacht? 

 

Katie: An meiner Motivation hat die lange Pause nichts geändert, aber dank ihr gab es an der Startlinie keinerlei Ermüdungserscheinungen aus früheren Wettkämpfen. Dadurch fühlte ich mich etwas frischer und gut gerüstet für den langen Tag.

 

Germain: Nicht unbedingt mehr Appetit, aber nach den vielen Trainings im Winter, bei denen ich verschiedene lauftechnische Aspekte verbessern wollte, war ich schon sehr bereit dafür, mich selbst und meine Fitness auf die Probe zu stellen. Ich war sehr motiviert und das hilft bei einem Ultra auf jeden Fall.  

 

Erzählt uns von dem Wettkampf. Wie ist es gelaufen? Wie habt ihr euch gefühlt? Gab es Momente, in denen es euch besonders gut oder auch nicht so gut ging? 

 

K: Der Wettkampf begann um 22 Uhr. Die ersten 8,5 Stunden bis Sonnenaufgang liefen wir mit Stirnlampen. Mir ging es die ganze Nacht lang relativ gut. Ich habe mich einfach darauf konzentriert, gleichmässig und relativ zurückhaltend zu laufen, denn ich hatte ja noch viel vor mir. Ausserdem war es die Nacht nach dem Vollmond und ausserhalb des Waldes war es an einigen Stellen also überraschend hell. Irgendwann schaute ich auf und hatte einen Anstieg vor mir im Blickfeld. Da dachte ich, ein riesiges, beleuchtetes Gebäude stünde vor mir. Dabei war es der Mond. Es war definitiv eine besondere Nacht. 

 

Nach 60 km hörte ich, dass ich einen ziemlich guten Vorsprung vor den anderen Damen hatte. So konnte ich mir an den Verpflegungsstationen mehr Zeit lassen als sonst und konnte auch die nassen Sachen auszuziehen. Ein weiterer Höhepunkt kam nach etwa 85 km, als ich hörte, dass Germain sich absetzten konnte, nachdem er die ganze Nacht mit einigen wirklich starken spanischen Läufern unterwegs war. 

 

Diese Strecke war der schwierigste und technisch anspruchsvollste Wettkampf, an dem ich je teilgenommen habe. Eine der härtesten Etappen waren die letzten 14 km mit einem extremen Gefälle komplett abseits des Trails. 

 

G: Ja, es gibt definitiv immer eine Menge Höhen und Tiefen. Über die ersten 70 km war es eine wirklich knappe Sache. Ich lag mit zwei spanischen Läufern vorn. Dann wurde es steiler und ich konnte in Führung gehen. Die letzten zwei Stunden waren mental eine üble Belastung. Aber viele Freunde haben mich unterwegs angefeuert. Das hat es einfacher gemacht.

  

Wie hat euer Körper die Belastung des Wettkampfs nach der langen Pause überstanden? 

 

K: Ich glaube, durch die superlange Wettkampfpause war da keine aufgestaute Ermüdung von früheren Wettkämpfen. Dafür war ich nicht mehr so gut auf das Gefühl geistiger und körperlicher Erschöpfung vorbereitet, das dich in der zweiten Hälfte eines Ultra-Wettkampfs unweigerlich heimsucht.

 

G: Durch die fehlenden Wettkämpfe haben wir in Bezug auf das Volumen zwar mehr trainiert, aber halt nicht bei Wettkampf-Pace. Wir waren körperlich sicher bereit für lange Distanzen, aber es macht schon einen Unterschied, wenn man sich die Intensität eines Wettkampfs, die Taktik und die mentale Stärke, die so ein Wettkampf braucht, nicht mehr so gewohnt ist. Es war gut, wieder in Wettkampfstimmung zu kommen. Da ich geistig nicht von einer vollen Wettkampfsaison ausgelaugt war, fiel es mir leichter, an den Tiefpunkten Energie und mentale Stärke zu finden.

 

Wenn ihr beide an einem Wettkampf teilnehmt, wetteifert ihr dann miteinander, um zu sehen, wer das bessere Ergebnis erreichen kann? 

 

K: Nein, wir sind ein Team und feuern uns gegenseitig immer am stärksten an. 

 

G: Tatsächlich ist es ein Vorteil, zu zweit zu sein – das verdoppelt unsere Chancen auf eine gute Leistung. Und wenn wir beide gewinnen, ist das wirklich cool.

 

Was steht als Nächstes an? 

 

K: Es ist immer noch nicht klar, ob verschiedene Wettkämpfe im Herbst stattfinden können. In der Zwischenzeit ruhen wir uns aus und freuen uns auf ein paar richtig faule Tage.

 

G: Wir trainieren in den Bergen bei uns zu Hause. Darauf ist momentan gerade mehr Verlass als auf Wettkämpfe.

       

 

Hol dir Katies and Germains Wettkampf-Ausrüstung. 

 

Germain entschied sich für das Performance-T und die Race Shorts.     

Das Performance-T
Das leichte, atmungsaktive Lauf-T-Shirt, das Feuchtigkeit ableitet und schnell trocknet. Für schnelles Training und Wettkämpfe konzipiert.
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Die Race Shorts
Wir haben keine Mühen gescheut, diese Shorts so minimalistisch und doch so leistungsstark wie möglich zu machen. Sie ist ultraleicht, atmungsaktiv und gemacht für einen ablenkungsfreien Wettkampf.
Zu den Shorts

 

Katie trug ebenfalls das Performance-T in Ice | White und trug dazu die Running Shorts.   

Die Running Shorts
Diese Shorts haben alles, was du brauchst. Sie verzichten auf alles, was nicht nötig ist, um dir das Laufen leichter zu machen.
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