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Karel Sabbe läuft 502 km in 75 Stunden und stellt den neuen Big’s Backyard Ultra Rekord auf

Es ist eine fast übermenschliche Leistung: Der Belgier Karel Sabbe, im gewöhnlichen Leben Zahnarzt, lief stündlich eine Runde von 6,7 km – und das während 75 Stunden.

 

On-Botschafter und Ultraläufer Karel Sabbe hat beim diesjährigen Big’s Backyard Ultra einen neuen Weltrekord aufgestellt und die Grenzen der menschlichen Ausdauer neu definiert.

 

Karel und sein belgischer Laufpartner Merijn Geerts konnten sich beim mörderischen Event gegen Rivalen aus 20 anderen Ländern durchsetzen.

 

 

Die härtesten Konkurrenten waren die US-Amerikaner Courtney Dauwalter und Harvey Lewis. Sie beendeten das Rennen nach 68 Runden und überliessen das Feld Karel und Merijn. Das Duo machte insgesamt 75 Runden, wobei es Geerts nicht gelang, die letzte Runde in unter einer Stunde zu absolvieren. 

 

„Ich möchte ein Game-Changer sein. Einer, der die Grenzen des Menschlichen neu definiert“, sagt Karel. „Dafür musst du bereit sein, in den roten Bereich zu gehen und für eine bestimmte Zeit zu leiden.“ 

 

 

 

Gründervater des Big’s Backyard Ultra ist Laz Lake, der Rennleiter des Barkley Marathons. Die Idee: Den Läufern bleibt nur zwischen zwei Runden, die es in einer Stunde hinter sich zu bringen gilt, Zeit zum Schlafen, Essen und Umziehen.

 

Sabbe gelang es eine bemerkenswerte Pace zu halten, auch mit fortschreitender Renndauer. Seine 67. Runde absolvierte er am dritten Tag in 42:34 Minuten – nachdem er jeweils nicht mehr als 10 Minuten Schlaf pro Stunde bekam.

 

„Die wichtigste Strategie bei dieser Art von Rennen ist es, keine bestimmte Distanz oder Zeit zu erwarten“, weiss Sabbe. „Mein Mindset war: Du läufst, bis du der letzte Mann im Rennen bist, ganz egal, wie lang das dauert. Ich war bereit, alles zu geben für den Weltmeister-Titel.”

 

„90% der Herausforderung dieses Events ist mentaler Natur. 6,7 km in einer Stunde zu laufen, ist machbar. Klar, die Füsse können schmerzen, du willst unbedingt schlafen oder du fühlst dich zu müde, um weiterzumachen. Und dann sagt dir dein Kopf, dass du aufhören sollst. In diesem Moment braucht es die mentale Kraft, die dich davon abhält, einzubrechen.”

 

„Ich freue mich auf diese schwierigen Momente. Dann lerne ich mich besser kennen und werde ein stärkerer Mensch – im Laufen und im Leben.“

 

 

Sein Teamkollege war ihm eine grosse Stütze, das weiss Sabbe: „Merijns Anteil war enorm. Ohne ihn wäre ich weder Weltmeister geworden, noch hätten wir einen neuen Weltrekord aufgestellt.“

 

Die Runden absolvierte Sabbe tagsüber im Cloudflow und im Cloudswift. Nachts trug er den Cloud. „Das An- und Ausziehen der Schuhe dauert nicht viel länger als eine Minute. Aber wenn du nur sieben Minuten Schlaf pro Stunde bekommst, willst du dafür wirklich nicht mehr Zeit als nötig aufwenden! Der Cloud bietet eine super Dämpfung und lässt sich dank seiner Speed-Schnürung schnell an- und ausziehen.“

Der Cloudflow
„Der Cloudflow ist mein Lieblings-Allrounder. Er hat eine tolle Passform und bietet die ideale Kombination aus Tempo und Dämpfung.“
Zum Schuh

Da der Event draussen stattfand, war auch die richtige Kleidung von grosser Bedeutung. Dazu sagt Sabbe: „Die Weather Jacket hat sich als die ideale Kleidung für wechselhafte Bedingungen erwiesen. Während den 75 Stunden gab es Nebel, leichten Regen und es war abwechselnd etwas kalt und dann wieder wärmer.“ 

 

 „Darunter trug ich abwechselnd das Performance-T (am Tag) und das Weather Shirt (in der Nacht). Als es etwas stärker zu regnen begann, habe ich zudem ein paar Runden im Waterproof Anorak absolviert. Es war sehr wichtig zu 100 % trocken zu bleiben. Die Tights Long waren sehr bequem und hielten meine Beine auch bei Kälte schön warm. Das half mir, denn mit kalten Beinen spürst du Schmerzen und kleinere Problemchen umso mehr.“

 

Die Weather Jacket
„Während den 75 Stunden gab es Nebel, leichten Regen und es war abwechselnd etwas kalt und dann wieder wärmer. Da war die Weather Jacket ideal.“
Zur Jacke

 

Für Karel heisst es jetzt: Regenerieren. Nach 75 Stunden Laufen beinahe ohne Unterbruch wird dies einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

„Nach einer solchen Anstrengung reagiert der Körper mit geschwollenen Beinen und Füssen. Ich muss mich etwas gedulden, bis ich wieder der Alte bin.“

 

„In den nächsten Wochen werde ich ein paar Runden auf dem Fahrrad drehen. Laufen hingegen werde ich nicht. Meine Gelenke haben gelitten und brauchen jetzt erst einmal eine Pause!“

 

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