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Langstrecken-Tipps von Marathonläufer Nico Montanez

Der aufstrebende Marathonläufer Nico Montanez schafft die 42,195 Kilometer in unter 2:15. Das sind seine Ernährungs- und Regenerationstipps für Langstreckenläufer.

In seiner Zeit an der Brigham Young University war Nico Montanez All-American in der Kategorie Cross Country unter den 10 Besten bei den Landesmeisterschaften. Jetzt beginnt seine Karriere als Profi-Läufer im Mammoth Track Club. Der 25-Jährige hat den Olympic-A-Standard für den Marathon ins Auge gefasst (2:11:30) und 2018 bereits 2:14:27 erreicht: beim Grandma’s Marathon im US-amerikanischen Minnesota kam er als Vierter ins Ziel.

 

Seit März 2018 trainiert Nico in Vollzeit. Seitdem hat er ganz neue Ansichten dazu entwickelt, wie Marathonläufer essen, regenerieren und beim Erreichen ihrer Ziele ihre Kräfte einteilen sollten.

 

Wir haben mit Nico gesprochen, um herauszufinden, ob er den einen oder anderen Rat für andere aufstrebende Langstreckenläufer hat.

Du hast an Wettkämpfen über viele verschiedene Distanzen teilgenommen. Welche Distanz ist dein Favorit?

Ich bin immer noch dabei, alle Distanzen auszuprobieren, aber der Marathon liegt mir definitiv am meisten. Seit ich den Olympic-B-Standard [unter 2 Stunden, 19 Minuten] erreicht und mich dem Mammoth Track Club angeschlossen habe, konnte ich meine Zeit um zwei Minuten verbessern. Jetzt geht es um den Olympic-A-Standard. Das ist definitiv mein Ziel für 2020.

 

Wie trainiert ihr im Mammoth Track Club zusammen, wenn ihr doch alle verschiedene Distanzen lauft?

Am Dienstag dreht sich alles um Geschwindigkeit, und freitags haben wir alle Tempo- und Ausdauer-Einheiten. Jeder von uns passt in irgendeine Kategorie. Da ich Marathonläufer bin, laufe ich zum Beispiel 12.000 bis 15.000 m, während Sandie Raines [spezialisiert auf 5.000 m] weniger lange Strecken mit mehr Wiederholungen absolviert. Wir passen den Trainingsumfang einfach anhand der Distanz an den jeweiligen Sportler an.

 

Wie kann dir ein Teamkamerad bei einer Einzelsportart wie dem Laufen helfen?

Mein Teamkamerad Reid Buchanan hat mir dabei geholfen, in meiner Profisportler-Karriere das grosse Ganze im Auge zu behalten. Es gibt viele Sportler, die ein oder zwei Jahre lang wirklich aussergewöhnlich laufen, und das war es dann. Indem ich das grosse Ganze im Auge behalte, kann ich den Fokus darauf legen, meine ganze Karriere über auf der Strasse oder Laufstrecke relevant zu bleiben. Gleichzeitig kann ich mich darauf konzentrieren, gesund zu bleiben, anstatt beim Laufen ständig wechselhafte Leistung zu bringen.

Hast du als Langstreckenläufer Ernährungstipps für andere?

Vor dem Mammoth Track Club war meine Ernährung wirklich schlimm. Ich dachte mir immer: «Iss doch, was du willst, du verbrennst es später sowieso.» Diese Einstellung ist furchtbar. Hier haben wir einige ziemlich gute Köche im Team. Sobald ich hierher kam, haben sie mich dazu gebracht, mich gesund zu ernähren – und plötzlich lief ich viel besser und hatte viel mehr Energie. Ich weiss, dass ich irgendeine Art von Getreide und ausserdem Gemüse und Proteine zu mir nehmen muss. Das ist inzwischen die Grundlage für all meine Mahlzeiten. Ich würde also den Fokus darauf legen, diese drei Kriterien zu erfüllen.

 

Was eignet sich besser für die Tage, an denen man nicht läuft: Alternativtraining oder komplette Regeneration?

Beides ist in Ordnung, aber ich persönlich bin eher dafür, den ganzen Tag freizunehmen. Läufer sind emotional. Wir kommen in diesen seltsamen Zustand, in dem wir denken, wir müssen zwei Stunden lang Fahrrad fahren, um unseren Puls zu beschleunigen. Manchmal ist es gut, einfach zu entspannen und sich zu regenerieren, und nicht einmal ein Buch über das Laufen zu lesen. Einfach mental und körperlich Abstand zum Laufen zu gewinnen.

 

Wie hat die Partnerschaft mit On dem Mammoth Track Club geholfen?

Der Mammoth Track Club hat wirklich davon profitiert. In letzter Zeit standen wir eher weniger im Rampenlicht. Aber mit On habe ich jetzt das Gefühl, dass wir als eine der besseren Gruppen wahrgenommen werden, insbesondere in Sachen Marathon. Wir tragen unsere On-Sachen und fühlen uns dadurch, als hätten wir einen anderen Level erreicht. Jetzt treten wir gegen Sportler und Sportlerinnen an, die von anderen Grössen gesponsert werden. Ich liebe es, das On Tank-T anzuziehen, denn damit habe ich immer das Gefühl, für den Wettkampf bereit zu sein.

Der Cloudrush
Der Racing Flat mit zusätzlicher Dämpfung. In diesem Schuh bezwingt Nico die Konkurrenz und geniesst gleichzeitig ultimativen Komfort.
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