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Das sind die Running Crews von New York City: World's Fair

Bei dieser brandneuen Running Crew in Flushing, Queens, dreht sich alles um die Förderung der Gemeinschaft. Getreu dem Motto «Running Queens Together» tauschen die Läufer den Alltagstrott gegen einen Gruppenlauf.

 

«Von Anfang an hatte die Running Crew World's Fair das Ziel, lokale Gemeinschaften an Orten wie Queens zu stärken – in Gegenden, in denen die Laufkultur nicht gerade im Fokus steht», erklärt Jaeki Cho. 

 

Wir haben von Crew-Mitglied Jaeki Cho erfahren, was das Laufen der Gemeinschaft von Queens bedeutet. 

   

 

On: Hey Jaeki, du bist Läufer und New Yorker. Kannst du uns beschreiben, wie das zusammenpasst?

 

Jaeki: «In New York zu laufen ist wie in New York zu leben. Es ist nicht ruhig und auch nicht freundlich. Vielleicht ist es auch nicht immer sicher. Aber so ist das Leben. Wer hier zurechtkommt, der kommt überall zurecht. Das ist Teil unserer DNA.»

 

Warum läufst du?

 

«Laufen kostet nicht so viel. Der Aufwand für die Ausrüstung hält sich in Grenzen. Man braucht ein Paar gute Schuhe und Shorts. Alle können mitmachen. Und in New York City gibt es eigentlich keine Grünflächen. Als Kind habe ich auf Beton Fussball gespielt. Das macht das Laufen hier einzigartig.»

 

Was bedeutet dir der NYC Marathon?

 

«Der New York City Marathon wurde zu einer Zeit ins Leben gerufen, als Laufen noch nicht so gross war. Dieses Vermächtnis spürt man immer noch. New York ist sehr divers – kulturell und wirtschaftlich. Aber das Laufen ist sehr demokratisch und bringt sozusagen alle zusammen.» 

 

«Beim Laufen können sich alle in der Mitte treffen.» 

 

Wie bist du zu World’s Fair gekommen?

 

«Die Heimat unserer Running Crew ist Flushing, Queens. Ich finde, sie verkörpert Queens einfach perfekt. Hier herrscht eine unglaubliche kulturelle Vielfalt. Fast jedes Crew-Mitglied hat einen anderen kulturellen Hintergrund. So ist es auch in den Schulen hier in Queens. Zum Mittagessen gibt es hier Speisen aus allen Ländern. Und World's Fair ist quasi eine Erweiterung davon.»

 

«Es fühlt sich einfach wie ein Zuhause an. Wenn alle aus meiner Schulzeit zusammen eine Running Crew gegründet hätten, würde sie so aussehen.» 

 

Wie sieht die Laufkultur konkret in Queens aus? Wie fühlt sich das an?

 

«Ich denke, Gruppenläufe oder Strassenläufe sind in Teilen von Manhattan oder Brooklyn stärker etabliert als hier. In Queens ist das relativ neu oder zumindest neuer. Es gibt definitiv auch andere Laufgruppen in Queens, zum Beispiel das Queens Running Collective, die Wepas oder Run Hustle Run. Aber in World's Fair findet – wie der Name schon sagt – einfach jeder aus diesem Bezirk, in dem Menschen aus aller Welt zuhause sind, sein Plätzchen.»

 

«An Orten wie Queens gibt es so viele verschiedene Gemeinschaften von Einwanderern, die einem geschäftigen Alltag nachgehen. Es gibt finanzielle Sorgen und ist nicht immer ganz leicht hier. In diesem Umfeld versuchen wir eine kleine Oase des Laufens zu schaffen, wo die Leute den Kopf frei bekommen und sich ihre Probleme mit Gleichgesinnten von der Seele laufen können, bevor der Tag oder die Woche weitergeht.»

 

«Ich glaube, unsere Mission geht über reines Training hinaus. Wir versuchen wirklich, den Fokus auf ein grösseres Ziel zu legen – und ich finde, das gelingt uns auch.»

 

Wie hat sich die Crew weiterentwickelt?

 

«Wir sind eine sehr junge Crew. Es gibt uns noch nicht mal ein Jahr, aber wir haben die Dynamik, die Energie und eine gute Mission. Wir sehen, wie die Läufer jede Woche zusammenkommen und einander kennenlernen. Obwohl manche erfahrener sind als andere, entsteht eine Gemeinschaft. Das macht mich sehr stolz und das Ganze zu einer tollen Erfahrung.»

     

Sind Sie daran interessiert, sich mit Jaeki und World's Fair zu treffen? Schicken Sie ihnen eine E-Mail (worldsfairruncrew@gmail.com) oder erreichen Sie sie auf Instagram (@worldsfairruncrew), um sich zu beteiligen.

   

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