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Das sind die Running Crews von New York City: Bakline

Wir haben mit Ashley Lund-Pearson und Kat Skaris von Bakline gesprochen, um von ihnen zu erfahren, was New York Citys Laufkultur im Kern ausmacht und welche Philosophie ihre Running Crew verfolgt.

 

Für Bakline gibt es keine Nebensaison. Nicht nur in Sachen Training, sondern auch, wenn es darum geht, jede einzelne Läuferin zu unterstützen. 

 

Zwei Dinge machen mich stolz: Wenn wir Frauen innerhalb der Lauf-Community einen Platz geben können und diese Vielfalt zugelassen wird.

– Kat Skaris von Bakline

      

 

On: Was inspiriert euch an New York City am meisten?

 

Ashley: «Was ich an New York City am meisten liebe ist die Unverwüstlichkeit. Manche haben gesagt, New York City sei tot. Das stimmt aber nicht. Die Strassen sind wieder voll – ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Man kann draussen essen und trinken und es ist wieder lebendig. Ruhig ist es definitiv nicht.»

 

«Und dann ist da noch die gegenseitige Unterstützung. Manche Stadtteile hat es härter getroffen als andere. Dasselbe gilt für Unternehmen. Die Leute erfahren davon und wollen helfen.»

 

«Es gibt also viel Liebe in dieser Stadt. Viele sagen, wir wären hier nicht sozial, aber ich glaube, das stimmt so nicht.»

 

Ich glaube, wir haben alle eine Mission – egal, ob wir pünktlich zur Arbeit kommen wollen oder für jemand da sein wollen. Ich denke wirklich, dass diese Stadt sich selbst hilft. Wenn wir sehen, dass jemand Hilfe braucht, dann finden wir einen Weg, ihr oder ihm zu helfen.

 

Das Motto von Bakline ist: «The Future is Female Runners». Was bedeutet das für euch als Crew?

 

Kat: «Laufen ist für uns eine Möglichkeit, Veränderung zu erzielen und ein Vehikel, um etwas zu bewirken. Wir wollen für Frauen und People of Colour, die in der Laufkultur nicht so stark vertreten sind, einen Raum schaffen.»

 

«In unserem Blog geben wir Trainerinnen, weiblichen Personal Trainern und farbige Frauen eine Stimme. Es sind dies Frauen, die praktisch noch nie zuvor im Rampenlicht standen. Jetzt können wir sie erfolgreich in den Fokus rücken.»

 

«Das finde ich toll. Irgendwo sitzt nämlich bestimmt ein kleines Mädchen im Zimmer und denkt, dass es niemals Läuferin werden kann, weil es eine Frau ist und ihre Familie aus Lateinamerika stammt. Genau solche Mädchen wollen wir inspirieren. Und in Zukunft werden sich uns hoffentlich noch mehr Frauen und mehr People of Color anschliessen und mit uns laufen.»

 

Könnt ihr uns mehr über Initiativen wie Womxn Run the Vote erzählen?

 

Kat: «Ich glaube, gerade durch COVID hat diese Initiative virtuell gut funktioniert. Vermutlich konnten wir so sogar noch mehr Leute erreichen, als das andernfalls der Fall gewesen wäre. Leute aus aller Welt waren beteiligt. Und es ging nicht nur ums Laufen. Es gab auch andere Aktivitäten. Jeder konnte mitmachen und niemand wurde ausgeschlossen.

 

«Wir haben uns der Situation angepasst und ich glaube, das ist extrem wichtig. Anpassungsfähigkeit ist etwas Entscheidendes in New York City. Und zwar nicht nur die Fähigkeit, sich anzupassen, sondern besser zu werden, indem man sich anpasst.»

 

«Ich weiss nicht, ob Womxn Run the Vote so erfolgreich gewesen wäre, wenn wir es anders gemacht hätten. Aber es hat einfach alles zusammengepasst und der Dialog war unglaublich produktiv.» 

 

Glaubt ihr, virtuelle Wettkämpfe haben den Sinn und Zweck des Laufens verändert?

 

Ashley: «Es fühlt sich schon anders an. Ich denke, mit dem Wechsel vom normalen zum virtuellen Wettkampf hat sich zu einem gewissen Grad auch die Einstellung verändert.»

 

Die Leute machen sich die Art und Weise des Wettkampfs etwas stärker bewusst. Dadurch gewinnt er an Bedeutung.

  

Schicken Sie Kat eine E-Mail (katherine.skaris@gmail.com) oder erreichen Sie sie auf Instagram (@baklinerunning), um sich zu beteiligen. 

   

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