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Ein Schritt weiter: Mach 2020 zu deinem bislang schnellsten Jahr

Willst du dich verbessern? Dann lerne von den Besten. Erfahre wie unsere Top-Athleten ihr Training im neuen Jahr steigern, welche Ziele sie verfolgen und wie ihre mentale und körperliche Vorbereitung aussieht.

 

Neues Jahr, neues Du? Vielleicht. 

 

Vielleicht ist es aber klüger, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken, was du wirklich erreichen willst. Willst du eine neue persönliche Bestzeit aufstellen? Oder deinen ersten Marathon bestreiten? Trainiere nicht härter, sondern cleverer: Setze dir ein klares Ziel und steigere die Trainingseinheiten schrittweise.

 

Die meisten Experten sind sich einig, dass klare und realistische Ziele entscheidend sind, wenn man sich verbessern will. Das gilt nicht nur für den Sport. Wer sich klare Ziele setzt, kann neue Verhaltensweisen in sein Leben integrieren und einen neuen Fokus setzen. Beides ist entscheidend, wenn man über einen konkreten Zeitraum hinweg ein bestimmtes Programm verfolgen will. 

 

Daneben ist die richtige Einstellung entscheidend, um Erfolg zu haben. Wer seine Grenzen wirklich ausloten will, der muss sowohl körperlich als auch mental darauf eingestellt sein.

 

Aber lies selbst, wie unsere Olympioniken, Ironman-Rekordbrecher, Trailrunning Champions und vielversprechende Leichtathletik-Stars das Jahr 2020 angehen und welche Ziele sie sich gesetzt haben.

  

 

Chari Hawkins – Siebenkämpferin im Team USA 

     

   

Welche Ziele hast du für das neue Jahr?

Dieses Jahr will ich mich nicht nur für Olympia qualifizieren, sondern ich will dort auch Erfolg haben und eine Medaille holen. 2020 gehe ich noch einen entscheidenden Schritt weiter, indem ich daran glaube, dass ich eine der besten Sportlerinnen der Welt sein kann. 

 

Wie wirst du dich mental auf diese Ziele vorbereiten?

Meine wichtigste Erkenntnis ist, wie wirkungsvoll es sein kann, meine eigenen Erwartungen an mich selbst immer wieder zu steigern. Zu Beginn war es mein Ziel, die kleine Conference Championship meiner Schule zu gewinnen. Dann wollte ich mich für die landesweiten Meisterschaften qualifizieren. Und immer weiter. Ich habe alle Ziele erreicht, von denen ich wirklich geglaubt habe, dass ich sie erreichen kann. 

 

Wenn ich trainiere, versuche ich immer, mir einen Wettkampf vorzustellen und die entsprechenden Emotionen zu fühlen. So nehme ich das Training als Wettkampf wahr, kann mich aber gleichzeitig bei einem eigentlichen Wettkampf besser entspannen. Mentales Training hat in meiner Entwicklung als Sportlerin eine entscheidende Rolle gespielt. 

  

Welcher Schuh ist dein Favorit für Tempo und warum?
Für kurze Sprints ist es der Cloudflash. Ich finde es toll, wie leicht er ist und liebe die aggressive Sohle. Für die Distanz liebe ich den Cloudflow. Bei diesem Schuh stimmt einfach alles.
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Chris Thompson – Britischer Olympionike 

        

 

Welche Ziele hast du für das neue Jahr? 

Es warten grosse Events auf mich, bei denen ich natürlich dabei sein möchte: Die Halbmarathon-Weltmeisterschaften im März, die Olympischen Spiele und die Leichtathletik-Europameisterschaften.

 

Wie bereitest du dich mental auf diese Ziele vor?

Für mich gehen mentale und körperliche Vorbereitung Hand in Hand. Durch konstantes Training baut man Selbstvertrauen und Stärke auf. Einen Wettkampf kann man erst am Wettkampftag gewinnen, aber auf den Sieg kann man sich bereit weit im Voraus vorbereiten. Indem man jeden Tag und jede Trainingseinheit als Schritt auf dem Weg zum grossen Ziel ansieht, entwickelt man eine Geisteshaltung, die es einem erlaubt, die bevorstehenden Herausforderung anzunehmen.

 

Man lernt, seinen Körper und seinen Geist bis ins kleinste Detail zu regulieren. Wer selbstbewusst ist und seinen Geist entspannen kann, ermöglicht seinem Körper beim Wettkampf eine Art meditativen Zustand. So kann ich mich selbst «loslassen» und meinen Einschränkungen davonlaufen. 

 

Was tust du, um schneller zu werden und länger laufen zu können? 

Ich steigere das Training im Laufe der Zeit, indem ich Umfang und Intensität erhöhe. Ich mache viele Fahrtspiele, die mir helfen, die Physiologie weiterzuentwickeln. Dabei gibt es verschiedene Wiederholungen über verschiedene Distanzen und bei verschiedenem Tempo. Mit der Zeit baut man so Kraft auf und wird ein schnellerer Läufer, der längere Strecken bewältigen kann. 

   

Welcher Schuh ist dein Favorit für Tempo und Distanz und warum?
Der Cloudflow. Er bietet die perfekte Kombination aus Schnelligkeit und Stabilität – und es ist wirklich eine Seltenheit, dass ein Schuh beides kann.
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Nicola Spirig – Olympiasiegerin 

   

    

Wie bereitest du dich mental auf deine Ziele für das nächste Jahr vor? 

Mentale Vorbereitung ist genauso wichtig wie körperliche Vorbereitung. Ich denke jetzt schon bei jeder Trainingseinheit an die Olympischen Spiele in Tokio. Ich schaue mir Videos von der Strecke an und diskutiere mit meinem Trainer die verschiedenen Taktiken, die zum Wettkampf und in der jeweiligen Situation passen könnten. Ich versuche, mich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, damit ich genau weiss, wie ich reagieren kann.

 

Wie motivierst du dich dazu, alles zu geben? Was ist dein Geheimnis? 

Ich nutze mein grosses Ziel, die Olympischen Spiele, um mich jeden Tag beim Training zu motivieren. An manchen Tagen bin ich vielleicht müde und erreiche nicht die geplanten Zeiten, aber ich tue an diesen Tagen trotzdem mein Bestes und weiss, dass ich dadurch am folgenden Tag schneller laufen und stärker sein werde. Ich versuche, nur gute und grossartige Tage zu haben – keine schlechten Tage. 

         

Nicola's Favorite: The Cloudrush
"I love this shoe as it is very light and flexible, but still has all it needs to perform at the highest level."
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Tim Don – Ironman-Weltrekordbrecher 

    

  

Welche Ziele hast du für das Jahr 2020?

Für mich geht es 2020 darum, bei jedem Wettkampf, an dem ich teilnehme, beim Kampf um das Podest mitzumischen. Ich hoffe auf einen soliden Winter, mit dem ich an meine gute Saison 2019 anknüpfen kann und will den Erfolg von 2019 nutzen, um mich mental auf die kommende Saison vorzubereiten.

 

Gibt es Grenzen, die du überwinden willst?

Für mich geht es darum, meinen Körper bis ans Äusserste zu bringen, um dieses Hochgefühl zu erleben, das kommt, wenn man alles gibt. Das will ich auf der Wettkampfstrecke erleben. Wenn ich damit eine superschnelle Zeit schaffe – wunderbar. Aber ich kontrolliere das, was ich kontrollieren kann. Und das sind mein Team und ich selbst.

 

Was tust du, um schneller zu werden und länger laufen zu können?

Es gibt kein Geheimnis. Nur harte Arbeit, gute Trainer und einen soliden Plan für Training und Wettkämpfe. Aber genauso wichtig ist es zu wissen, wann es reicht und wann man sich ausruhen muss. Es ist eine Frage des Gleichgewichts.

   

Welcher Schuh ist dein Favorit für Tempo und Distanz und warum?
Ich liebe den Cloudflow. Für Tempo und Ausdauer gibt es für mich kein besseres Modell.
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Rachel Cliff – Marathon-Rekordhalterin 

   

   

Welche Ziele hast du für das neue Jahr?

Mein grosses Ziel für 2020 ist es, mich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Dafür muss ich bei jedem Lauf und in jedem Training mein Bestes geben. Letzten Endes kann ich nicht mehr tun als das. 

 

Gibt es eine Grenze, die du überwinden willst?

Ein besonders wichtiges Ziel ist es, im Halbmarathon eine Zeit unter 70 Minuten zu laufen. Ich habe meine Laufdistanz in den letzten Monaten gesteigert und zuletzt Zeit im Höhentrainingslager verbracht. Hoffentlich wird mir das dabei helfen, meine Ziele zu erreichen.

 

Was tust du, um dich zu verbessern?

Jeder spricht auf das Training anders an. Finde heraus, was für dich das Richtige ist und hör auf dich selbst und deinen Trainer. Gewinne eine genauere Vorstellung davon, worauf du dich konzentrieren musst. Für mich persönlich heisst das: Ein höheres Trainingsvolumen und der unbedingte Versuch, alle Trainingseinheiten entspannt in Angriff zu nehmen. 

    

  

Katie Schide – Trailrunning Champion

   

   

Welche Ziele hast du für das neue Jahr?

Mein Ziel für nächstes Jahr ist es, auch weiterhin neue Berge und neue Orte zu entdecken! Ich will wie gewohnt gut auf mich achten und im Training (und in Sachen Erholung!) gute Entscheidungen treffen, damit ich gesund bleibe. Dazu gehört in mentaler Hinsicht auch, auf meinen Körper zu hören.

 

Gibt es Grenzen, die du überwinden willst?

Gerade arbeite ich daran, meine Geschwindigkeit in weniger anspruchsvollem Gelände zu steigern. Ich liebe steile Anstiege im Gebirge. In den temporeicheren, flacheren Abschnitten von Ultra-Wettkämpfen kann ich mich noch verbessern. Deshalb trainiere diesen Winter mit einem Leichtathletik-Club und baue mehr Strassenläufe in mein Training ein. Es macht Spass, ein bisschen frischen Wind in das Training zu bringen.

 

Was ist dein Geheimnis, um dich ans Limit zu pushen?

Kaffee. Und zwar ganz viel davon!

   

Welcher Schuh ist dein Favorit für Tempo und Distanz und warum?
Ich liebe den Cloudflow. Das neue Modell ist noch besser als sein Vorgänger. Unglaublich, aber wahr!
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Germain Grangier – Trailrunning Champion 

    

   

Welche Ziele hast du dir für 2020 gesteckt?

Ganz einfach: Ich will besser sein als letztes Jahr. Im nächsten Jahr will ich besser sein als im letzten Jahr! In diesem Jahr geht Qualität über Quantität.

 

Welche Grenzen möchtest du überwinden?

Ultra-Running ist ein Sport, der mit Zahlen nichts zu tun hat. Mir ist vor allem wichtig, was mein Körper meinem Kopf sagt – und umgekehrt. Ich glaube, dass man ein besserer Bergläufer wird, wenn man die Elemente, sich selbst und die Interaktion zwischen Körper und Kopf besser versteht.

  

Welcher Schuh ist dein Favorit für Tempo und Distanz und warum?
Ich liebe den Cloudflow. Er bietet den besten Mix aus geringem Gewicht, Komfort und Genauigkeit.
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Peter Rea – Trainer für On ZAP Endurance

     

 

Welche Ziele hast du im neuen Jahr für das Team? 

Mit dem On ZAP Endurance Team haben wir 2020 die folgenden fünf Hauptziele:

Nr. 1: Dass alle Teammitglieder ein gesundes Jahr haben.

Nr. 2: Das jeder Sportler in seiner Hauptdistanz eine neue, persönliche Bestzeit aufstellen kann.

Nr. 3: Dass wir mehrere ZAP-Sportler in den Senior-Teams der USA platzieren können.

Nr. 4: Dass wir mehrere Sportler unter den besten Zehn bei den Olympic Trials haben.

Nr. 5: Dass wir einen Sportler in der Olympiamannschaft der USA haben.

 

Welche Grenzen gibt es zu überwinden?

An erster Stelle stehen neue, persönliche Bestzeiten für alle. Ausserdem streben wir bei On ZAP Endurance ständig neue Club-Rekorde an (unser Club-Rekord der Herren im Marathon ist 2:12.15, der Rekord der Damen ist 2:31.50). Und zu guter Letzt arbeiten wir darauf hin, dass unsere Sportler in den landesweiten Ranglisten gut platziert sind.

 

Wie geht ihr das an?

Wir trainieren sehr hart. Wir loten bei jedem Trainingsblock unsere Grenzen aus. Aber wir planen auch genügend Erholung mit ein. Zusätzlich trainieren wir inzwischen jede Woche auf Strecken, die sich an den Olympic Trials für 2020 orientieren, damit das Team die Strecke in Atlanta schon einmal «vorfühlen» kann. 

 

Wie motiviert ein Trainer einen Sportler dazu, jeden Tag aufzustehen, zu laufen und am nächsten Tag alles zu wiederholen?

Unsere Trainer erinnern das Team gern daran, was für ein Geschenk es ist, seinen Lebensunterhalt mit dem Laufen verdienen zu können. Diese einzigartige Chance wird nur sehr wenigen Menschen zuteil. Das muss man als Sportler zu schätzen wissen.

 

Wie hilfst du den Sportlern dabei, jederzeit einen klaren Kopf zu behalten?

Kommunikation. Da wir täglich und wöchentlich Feedback zu den einzelnen Sessions geben, bleiben die Sportler am Ball und wissen, dass wir nur das Beste für sie wollen. Ausserdem halten wir uns an das Motto «im Zweifelsfall aerobes Training». Den meisten Sportlern tut zu viel anspruchsvolles, anaerobes Training nicht gut. Entspanntes Laufen im Gesprächstempo ist ein zentraler Teil der Marathon-Vorbereitung.

   

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