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Von Laufen nach Laufen laufen mit Florian Neuschwander

Der Ultraläufer und Rekordbrecher Florian Neuschwander hatte ein neues Ziel: 550 Kilometer mit 9.000 Höhenmetern in 7 Tagen. Unterwegs begleitet von lokalen Läufern meisterte Flo eine weitere epische Herausforderung.

 

*Alle in diesem Artikel verwendeten Bilder wurden von Phil Pham im Rahmen des Redbull-Projekts aufgenommen.

 

Ultraläufer und On-Athlet Florian Neuschwander ist bekannt für seine epischen Herausforderungen. Allein in diesem Jahr brach er den Rekord für die schnellsten jemals auf einem Laufband absolvierten 50 Kilometer (Tipps zum Meistern des Laufbands findest du hier) und absolvierte einen kompletten Marathon mit 2.000 Höhenmetern in weniger als drei Stunden (mehr zu den Vorteilen des Berglaufens hier).

 

Diesmal lief Florian von Laufen in der Schweiz nach Laufen in Deutschland. Der Name mag ein Zungenbrecher sein, aber die Mission selbst war für unseren Ultramarathonprofi klar: 550 Kilometer mit 9.000 Höhenmetern in 7 Tagen. 

      

 

Unterwegs wurde Flo von vielen Läufern begrüßt, die sich ihm für Abschnitte seines Abenteuers anschlossen. Nachfolgend findest du Einzelheiten zur Strecke und einen F&A-Teil. 

 

Abschnitt 1: Laufen in der Schweiz nach Zürich

 

Am Morgen des 1. Oktober begann Flo die erste Etappe seiner Reise mit einem zünftigen Alphorn-Abschied. Diese 100 Kilometer lange Strecke begann mit den kleineren Dörfern der inneren Schweiz und endete am On-Hauptsitz in Zürich. 

       

 

Abschnitt 2: Zürich nach Goldach 

 

Tag 2 beinhaltete die Durchquerung von Zürich. Mit Straßenbahnen, frühmorgentlichen Laufkollegen und Elektroscootern wurde die Aufgabe erfolgreich bewältigt, so dass Flo schnell zurück auf der Strecke war. 

 

102,5 Kilometer später erreichte Flo den Bodensee, Treffpunkt der Länder Schweiz, Deutschland und Österreich. 

 

Abschnitt 3: Goldach nach Oberstaufen 

 

Gemeinsam mit den Unterstützern hatte die dritte Etappe einen großartigen Start. Allerdings sorgten die am Vormittag einsetzenden heftigen Regenschauer für eine frühzeitige Pause. 

 

Um 14:00 Uhr ließ sich die Sonne wieder blicken und Flo war erneut unterwegs und beendete Tag 3 mit 56,7 absolvierten Kilometern in der Nähe von Oberstaufen. 

    

 

Abschnitt 4: Oberstaufen nach Steingaden 

 

Die Route des 4. Tages verlief entlang malerischer Seen und durch kleine Dörfer. Am Ende konnten 81 gelaufene Kilometer verbucht werden. Flo postete auf Social Media ein Update seiner Reise:

 

„Insgesamt bin ich jetzt nach 4 Tagen bei 345 km. Das war hart, aber ich gebe alles!“

 

Abschnitt 5: Steingaden nach Gmund am Tegernsee 

 

Tag 5 kam mit den steilsten Anstieg der gesamten Route mit 1.300 Metern. Allmählich forderten Distanz und Höhe ihren Tribut. Flos Kommentar: „Ich bin ziemlich fertig.“

 

Aber der Wille überwog die Müdigkeit und unser Rekordbrecher setzte seine Mission fort. 93,5 Kilometer später beendete Florian die 5. Etappe. 

    

 

Abschnitt 6: Gmund am Tegernsee nach Bergen

 

Mit der Ziellinie in Sichtweite startete Flo um 5:45 Uhr, um dem Ende so nahe wie möglich kommen zu können. Auf der 73 Kilometer langen Strecke legte er nur zwei kurze Pausen ein. 

 

Tag 6 brachte mit 500 insgesamt gelaufenen Kilometern einen Höhepunkt.

 

Abschnitt 7: Bergen nach Laufen in Deutschland

 

Die letzte Etappe war eine einfache Marathondistanz, womit das Ziel von 13 Marathons in nur 7 Tagen erreicht war. 

 

Wenn du dich also fragst, was Flo dazu inspiriert, solche epischen Herausforderungen zu meistern, bist du nicht allein. Wir haben persönlich bei dem Ultra-Champion nachgefragt und uns alle Einzelheiten erzählen lassen.

     

 

On: Hi Florian, herzlichen Glückwunsch zur Bewältigung einer weiteren epischen Herausforderung! 7 Tage, 550 km. Das sind etwas mehr als 13 Marathons in Folge ohne Ruhetage... was motiviert und inspiriert dich?

 

Florian: „Ja, es war großartig. Ich war so motiviert für dieses Projekt, es ist bereits seit zwei Jahren in Arbeit. Und es war auch eine Möglichkeit, mich selbst zu testen. Ich wollte sehen und fühlen, wie mein Körper reagiert, wenn ich eine Woche lang durchschnittlich jeden Tag zwei Marathons laufe.“

 

Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, gebe ich alles, um mein Ziel zu erreichen.

 

Gab es spezielle Vorbereitungen, die du in den Wochen vor der Herausforderung getroffen hast?

 

„Ja und nein. Als Ultraläufer muss ich das ganze Jahr über fit sein. Also habe ich vorher mein normales Training absolviert. Das sind üblicherweise ungefähr 80–140 km pro Woche mit 2.000–5.000 Höhenmetern in den örtlichen Bergen. Das habe ich sechs Wochen lang gemacht.“

   

„Nach diesen sechs Wochen habe ich zwei Wochen lang ein Pensum von 422 km absolviert. Dies umfasste zwei 50 km-Läufe, einen 63 km-Lauf und einen 70 km-Lauf. Dazwischen lagen insgesamt vier Ruhetage.“

 

„Also hatte ich 10 Tage mit durchschnittlich einem Marathon pro Tag. Nach diesen zwei intensiven Wochen habe ich eine Ruhewoche mit nur etwa 70 km eingelegt, bevor ich mit meinem Projekt begann.“

     

 

Warum gerade diese Route?

 

„Ich dachte, es wäre ein lustiges Wortspiel. Start in Laufen und Finish in Laufen. Ich wohne auch nicht besonders weit vom Ziel entfernt, also war es quasi ein langer Heimweg für mich! Das hat mich zusätzlich motiviert.“

 

„Ich mag es auch, in verschiedenen Ländern zu laufen und Leuten zu begegnen, die sich mir anschließen. Es gab mehr Kletter- und Höhenmeter, als ich erwartet hatte. Ich habe die Route selbst geplant, aber es ist anders, wenn du sie läufst.“

 

„Es gibt immer einige Überraschungen. Diesmal war es weit mehr Trail Running, als ich erwartet hatte. Das war eine wirklich nette Herausforderung für mich.“

 

Gab es einen bestimmten Höhepunkt für dich? 

 

„Ja, es gab Leute und Läufer, die selbst in Gegenden, in denen du nie jemanden erwartet hättest, auf mich gewartet haben. Da war zum Beispiel dieser 14-jährige Junge. Er wartete im Dunkeln irgendwo im Wald vor Gmund am Tegernsee. Ich lief mit einer Taschenlampe in der rechten Hand einen Pfad herunter, weil es schon sehr dunkel war. Ich hatte meine Stirnlampe vergessen. Und als ich die Straße erreichte, war er da und wartete im Dunkeln, um ein bisschen mit mir zu laufen.“

 

„Es war großartig, dass er dort war, weil ich bereits 10 Stunden wirklich schwieriges Gelände gelaufen war. Und er kannte den Weg zu meinem Tagesziel. Also waren wir beide glücklich. Wir unterhielten uns und hatten einen guten Nachtlauf. Das hat wirklich Spaß gemacht!“ 

 

Du hast sicher ein paar gute Tipps für eine schnelle Regeneration? Wie hast du jede Etappe beendet? 

 

- Erholungsmassagen

- Lebensmittel, die deine Speicher wieder auffüllen (Nudeln, Kartoffeln und viel Gemüse)

- Davon habe ich nicht viel bekommen, aber Schlaf ist essenziell wichtig

 

Was war die größte Herausforderung?

 

„Ich hatte etwas Probleme mit dem Quadrizeps. Meine Füße waren fit, haben mir wirklich überhaupt keine Schwierigkeiten gemacht. Aber der Kurs ging ständig auf und ab, und das ist hart für die Quads.“

     

 

In welchem On bist du bei dieser Challenge gelaufen und warum?

 

„Tatsächlich bin ich in drei Modellen gelaufen. Dem Cloudflyer, Cloudsurfer und Cloudstratus. Sie bieten alle eine gute Dämpfung und Support für lange Strecken.“

   

Der Cloudflyer
Der leichte Strassen-Laufschuh mit zusätzlichem Support. Macht lange Läufe leichter – damit du weiter kommst.
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Der Cloudsurfer
Der Original-On. Ein Trainingsschuh mit Wettkampf-Tempo, berühmt für sein Laufgefühl – ein Schuh, mit dem die Strasse wirklich Spass macht.
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Der Cloudstratus
Zwei CloudTec®-Schichten bedeuten mehr Clouds, mehr Leistung, mehr von deinem Lauf. Der Cloudstratus bietet maximale Dämpfung und zusätzlichen Support.
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