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Der ultimative Leitfaden für virtuelle Rennen

Im Zuge der globalen Pandemie 2020 haben virtuelle Rennen einen grossen Aufschwung erlebt. Die Idee hat sich etabliert. Wie aber funktionieren solche Rennen genau und wie sorgst du dafür, dass du – obwohl du allein läufst – ein unvergessliches Lauferlebnis hast? Dieser Leitfaden beantwortet all deine Fragen. Lies den ganzen Text oder klicke dich direkt zum Abschnitt, der dich interessiert.

Finde dein virtuelles Rennen

 

- Was ist deine Motivation?

- Welche Distanz willst du laufen?

- Virtuelle Laufmedaillen und andere Prämien

- Terminplanung und virtueller Lauftrainingsplan

 

Die Planung deines virtuellen Rennens

 

- Wie funktionieren virtuelle Rennen?

- Erstelle deine virtuelle Rennstrecke

- So absolvierst du ein virtuelles Rennen

  • Sicherheit
  • Verpflegung
  • Logistik
  • Timing

 

Die Durchführung deines virtuellen Rennens

 

- Ausrüstung für dein virtuelles Rennen

- Tempoeinteilung während deines virtuellen Rennens

- Zusammenstellung eines Support-Teams

- Geistig stark bleiben

 

Die Feier deines virtuellen Rennens

   

Finde dein virtuelles Rennen

 

Hältst du virtuelle Rennen für eine Modeerscheinung? Falsch gedacht.

 

Klar, die Ausbreitung des Coronavirus hat den virtuellen Rennen Aufschwung gegeben, genauso wie der stetige Fortschritt im Bereich tragbarer Technologien. Sie finden heute überall auf der Welt statt. Wenn du nach einem virtuellen Rennen in deiner Region oder Land suchst, wirst du vermutlich überrascht sein, wie viele Optionen es gibt. Ganz egal, welches Tempo oder welche Distanz du läufst – bestimmt ist auch für dich etwas dabei.

 

Im Jahr 2020 wurde aus dem Boston Marathon eine virtuelle Veranstaltung. Ein paar Monate zog der berühmte New York City Marathon nach. Der Online-Terminkalender mit virtuellen Rennen ist aktuell prall gefüllt.

 

Was ist deine Motivation?

 

Ein virtuelles Rennen zu finishen erfordert Hingabe und Einsatz. Am Renntag selbst wird es keine Menschenmengen geben, die dich anfeuern und auch kein gemeinsam mit anderen Läufern geteilter Adrenalinschub. Nur du, deine Gedanken und die Smartwatch sind am Start.

 

Halte durch oder gib auf – du kannst selbst entscheiden, denn es wird niemand da sein, der dich verurteilt. Du bist also Motivator, Kritiker und emotionaler Support in Personalunion.

 

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass du deine Motivation genau kennst. Warum wirst du dich den logistischen und emotionalen Herausforderungen eines virtuellen Rennens stellen?

 

Hast du ein bestimmtes Leistungsziel? Eine neue persönliche Bestleistung erreichen zu wollen, kann ein guter Ansporn sein. Oder eine Distanz zu laufen, die du vorher noch nie geschafft hast.

 

Aber es kann auch sein, dass du im Rahmen der Trainingsvorbereitungen zum Beispiel Gewicht verlieren möchtest oder einfach um die Belohnung kämpfst – sei es eine Medaille, ein T-Shirt oder was auch immer. Running USA hat herausgefunden, dass 33 % derjenigen, die 2019 an virtuellen Rennen teilnahmen, es des „Swag“ wegen taten.

 

Die amerikanische Langstrecken-Legende und Trainer des On Athletics Clubs (OAC) Dathan Ritzenhein sagt, dass Anpassungsfähigkeit und mentale Flexibilität Schlüsselfaktoren sind, wenn es darum geht, den Trainingsplan einzuhalten, egal was um einen herum passiert.

 

„Das Gute am Laufen ist, dass man sich immer verbessern kann“, sagt Dathan. „Du baust Schicht um Schicht auf, wirst jedes Jahr besser und machst das Beste aus jeder Situation. Wenn du deine Basis beharrlich aufbaust, führt das zu tollen Ergebnissen. Gib einfach dein Bestes unter den gegebenen Umständen und nächstes Mal wirst du noch besser sein.“

    

 

Welche Distanz willst du laufen?

 

Virtuelle Rennen kennen bezüglich Distanz kein Limit. Von kostenlosen virtuellen Spassläufen von kurzer Distanz bis hin zu virtuellen Marathons ist die Auswahl an verfügbaren Lauf-Challenges so gross wie nie zuvor.

 

Die australische Trailrunnerin Kirra Balmanno sagt, dass man bei der Länge unbedingt auch bedenken soll, dass es sich eben um ein virtuelles Rennen handelt. Längere Läufe erfordern dann nämlich eine gewisse Planung, da du dir Unterstützung während des Rennens organisieren musst.

 

„Ein virtuelles Rennen ist eine ganz andere Sache als ein reguläres“, sagt Kirra. „Auf dem Kurs gibt es keine Hilfsstationen und Sanitäter. Du bist alleine auf dem Kurs. Deshalb ist es unerlässlich sicherzustellen, dass du wieder heil nach Hause kommst. Das erfordert einen etwas anderen Vorgehen.“

 

Kirra empfiehlt im Training für virtuelle Rennen den Fokus stärker auf die Distanz zu legen und nicht darauf, das maximale Tempo zu erreichen. „Anstatt im Bezug aufs Tempo voll an deine Grenzen zu gehen, erhöhe vielleicht die Distanz ein bisschen, damit du deine Ausdauer oder deine Vertikalkraft verbesserst“, sagt sie. „Auf diese Weise forderst du dich immer noch heraus, allerdings hoffentlich nicht bis zum Zusammenbruch.“

 

Virtuelle Laufmedaillen und andere Prämien

 

Die gute Nachricht für virtuelle Wettkämpfer ist: Ja, das Wettbewerbselement ist immer noch da. Selbst wenn du ohne direkte Konkurrenz antrittst und es keine dich anfeuernden Menschenmenge rundherum gibt, tickt die Uhr trotzdem.

 

Aber nicht immer steht das Gewinnen oder das Aufstellen einer neuen persönlichen Bestzeit im Mittelpunkt. Gerade das Jahr 2020 hat vielen Läufern wieder stärker bewusst gemacht, was der eigentliche Grund ist, weshalb sie laufen und an Rennen teilnehmen. Für viele hat die Gemeinschaft Priorität.

 

T.K. Skenderian, Marketing- und Kommunikationschef bei Coventures, war Teil des Teams, das 2020 den ersten virtuellen Boston-Marathon veranstaltete. Er sah wie viele Läufer aus der ganzen Welt sich auf Social Media und in Online-Laufgemeinschaften zusammentaten.

 

Anstatt gemeinsam im Ziel zu feiern, jubelten sie sich online zu und tauschten dort Erfahrungen aus. Das zeigt, wie wichtig das Gemeinschaftselement ist.

 

„Nichts kann die Aufregung im Vorfeld eines Wettkampfs ersetzen“, sagt T.K. „Aber sobald der Startschuss gefallen ist, bist du üblicherweise allein unterwegs, umgeben von Fremden, die alle in eine Richtung laufen. In einem virtuellen Rennen bist du immer alleine. Du magst zwar schätzen, dass du etwas mehr Platz hast, aber die Stille kann zur Herausforderung werden. Aber da gibt es eben die Online-Community. Und sie wächst seit über einem Jahrzehnt, als das Teilen von Fotos in sozialen Medien seinen Anfang nahm.“

   

 

Terminplanung und virtueller Lauftrainingsplan

 

Virtuelle Rennen sind höchst populär geworden und es gibt eine Vielzahl von Veranstaltungen. Du hast also die Qual der Wahl eines auszuwählen, das deiner Fitness und deinem Terminkalender entspricht.

 

In Grossbritannien beispielsweise hat City Runs aus Exeter vom virtuellen 400-Meter-Rennen bis hin zum virtuellen Marathon eine breite Palette an verschiedenen Läufen veranstaltet. England Athletics hat die Weekly30 Run Challenge vorgestellt. Hier müssen Teilnehmende keine bestimmte Distanz zurücklegen, sondern sollen innert einer vorgegebenen Zeit von 30 Minuten so weit wie möglich laufen.

 

Sobald du weisst, welche Distanz du absolvieren möchtest, ist es an der Zeit, einen strukturierten Trainingsplan zu erstellen. Diesen solltest du dann natürlich so gut wie möglich einhalten. Im Falle von Kurzdistanzen ist dies relativ einfach. Nimmst du dir aber eine grössere Distanz vor, auf der du dich noch nie versucht hast, benötigst du entsprechend Zeit für den Aufbau.

 

Unser 12-Wochen-Halbmarathon-Trainingsleitfaden ist ein grossartiger Guide für dieses Unterfangen. Soll´s noch weiter gehen, hilft dir unser Marathon-Trainingsplan für Anfänger, dich vorzubereiten – egal ob du dir ein, zwei, drei oder vier Monate Vorbereitungszeit für den grossen Tag nimmst.

 

Und da hätten wir noch etwas für dich: Falls du dich entschieden hast, künftig häufiger auf dem Trail unterwegs zu sein, bringt dich unser Trailrunning-Guide in nur vier Wochen von der Strasse auf den Trail.

 

Willst du die Herausforderung des Trails annehmen, geht´s beim Training nicht nur darum, so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen, sondern du musst spezifische Aspekte berücksichtigen. Gerade das Laufen in der Höhe will geübt sein.

 

„Wenn du hoch hinaus willst, ist es wichtig, sich über einen entsprechenden Zeitraum zu akklimatisieren“, sagt Kirra Balmanno. „Um dich im Hochgebirge zurecht zu finden, ist entsprechendes Wissen unerlässlich. Nimm dir also Zeit, dich über alle Aspekte eingehend zu informieren.“

  

Die Planung deines virtuellen Rennens

 

Wie funktionieren virtuelle Läufe?

 

Vor dem Wettkampftag läuft ein virtuelles Rennen praktisch identisch ab wie ein traditionelles Rennen. Du wählst die Distanz, die du laufen möchtest und suchst nach einem geeigneten virtuellen Rennen für dich. Geographisch hast du mehr Freiheiten als je zuvor und musst dich nicht auf einen bestimmten Ort beschränken. Das ist das Schöne an virtuellen Rennen.

 

Wenn du ein passendes Rennen gefunden hast und sicher bist, dass es auch mit der Vorbereitung klappt, meldest du dich an und bezahlst die Teilnahmegebühr.

 

Soweit so gut – das kennst du bereits von traditionellen Rennen. Der Wettkampftag selbst ist dann aber doch anders als bei einem gewöhnlichen Rennen.

 

Lege deine virtuelle Rennstrecke fest

  

Du wirst ganz allein an den Start gehen. Du und deine Gedanken – und sonst niemand. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem traditionellen Wettkampf, wo sich hunderte oder tausende Menschen an der Startlinie versammeln.

 

Einigen wird das möglicherweise gelegen kommen, denn bei virtuellen Rennen kannst du Strecke und Startzeit frei wählen. Du musst nicht schon frühmorgens anreisen und Energie und Adrenalin verschwenden, bis du endlich mit vielen anderen am Start stehst.

 

Bei virtuellen Rennen kannst du zu der Tageszeit laufen, die für dich am besten passt und manchmal sogar den Wochentag frei wählen. Tatsächlich gab mehr als ein Viertel der Befragten bei der von Running USA im Jahr 2020 durchgeführten National Runner Survey an, dass virtuelle Rennen besonders attraktiv sind, weil man nicht reisen muss.  

 

Läufer virtueller Rennen haben normalerweise ein Zeitfenster von einer Woche, um ihr Rennen durchzuführen und ihre GPS-Daten einzureichen. „Die Route eines virtuellen Wettkampfs zu planen macht richtig Spass“, sagt der US-Ultraläufer David Kilgore. „Du hast die Möglichkeit, eine aufregende Route, die genau in diesem Moment super passt, auszusuchen. Stelle eine Strecke zusammen, die gut zu deinen Fähigkeiten passt und auf die du dich wirklich freuen kannst.“

 

So absolvierst du ein virtuelles Rennen

 

Die tatsächliche Umsetzung ist mit einigen Herausforderungen verbunden – von marginalen bis ziemlich gewaltigen. Bereite dich vor allem in den folgenden vier Bereichen gut vor, denn sie sind essenziell.

 

1. Sicherheit

Sicherheit hat oberste Priorität bei der Planung und Realisierung von virtuellen Rennen – ob du auf der Strasse oder dem Trail unterwegs bist. Trage immer einen Ausweis auf dir, informiere Freunde und/oder Familie über deine detaillierte Route und schau, dass man dich notfalls kontaktieren kann.

 

Nimm dir vorab Zeit für die Planung der Route und berücksichtige dabei alle möglichen Gefahren. Hierfür ist FATMAP ein grossartiges Tool, wo du Karten für den Offline-Gebrauch herunterladen kannst. Trailrunner erhalten sogar detaillierte Informationen etwa zur Schneehöhe.

 

Auch das Wetter ist ein wichtiger Faktor und du solltest die Wetterprognosen vor dem Renntag unbedingt genau verfolgen. Aber nicht nur das – Kirra Balmanno berücksichtigt noch weitere Risikofaktoren wie etwa die Wahrscheinlichkeit, dass einem ein aggressiver Hund begegnen könnte, Pfade die besonders exponierst sind oder Passagen, die Kletterkenntnisse erfordern.

 

Bei Strassenrennen solltest du den Verkehr nicht ausser Acht lassen. „Du kannst nicht einfach die Strecke laufen, wo das Rennen gewöhnlich durchführt“, sagt T.K. Skenderian. „Am Renntag ist diese Strecke für den Fahrzeugverkehr gesperrt und es gibt Sicherheitspersonal, Absperrungen und Beschilderungen, um den Verkehr zu regeln. Aber wenn kein offizielles Rennen stattfindet, ist niemand da, der dich schützt.“

 

2. Verpflegung

Wir alle wissen, dass die Verpflegung mit Essen und Trinken bei jedem Rennen essenziell wichtig ist. Deshalb gibt es normalerweise Verpflegungsstationen. Die fallen bei einem virtuellen Rennen weg. Das Verpflegungsproblem zu lösen, ist gar nicht so einfach und kann zum echten Dilemma werden.  

 

David Kilgore empfiehlt, auf Trainingsläufen auszuprobieren, wie viel Verpflegung man braucht. So hat man einen Erfahrungswert und weiss am Renntag, was die richtige Menge an Energy-Gels und Wasser ist, die man dabeihaben muss. Natürlich kannst du auch enge Freunde fragen, ob sie sich entlang der Route positionieren und dich mit Essen und Trinken versorgen. In so einem Fall hilft es, wenn du anstatt eine weite Strecke Runden läufst. So müssen deine Liebsten weniger weit reisen.

 

Denk daran, dass du für den Fall der Fälle immer ein paar Riegel oder Gels vorrätig hast. „Für Notfälle oder für den Fall, dass ich mich verlaufe, habe ich immer einen Notfallproviant an kalorienreichen Snacks dabei“, sagt Kirra Balmanno.

 

Die französische Trailrunnerin Marion Delespierre fügt hinzu: „Ich kenne mich gut und weiss, was ich für einen Lauf brauche. Ich verstaue meine Sachen in einem Gürtel oder einer Tasche. Ich benutze auch einen speziellen Trinkbeutel, damit ich mich jederzeit mit Flüssigkeit versorgen kann.“

       

Weather Vest
Voller Schutz vor den Elementen – ohne Tempoeinbussen in Kauf nehmen zu müssen. Das federleichte japanische Stretchgewebe der Weather Vest bietet dir ein Höchstmass an Freiheit und Flexibilität. In den Reissverschlusstaschen auf der Brust und im unteren Rückenbereich lassen sich deine Energy-Gels verstauen und eine dauerhaft wasserabweisende Beschichtung (DWR) hält deinen Körper schön trocken.
Zur Weather Vest

 

3. Logistik

Mach dir auch Gedanken zur Logistik. Wie zum Beispiel kommst du nach dem Rennen nach Hause?  

 

Wenn du auf der Strasse läufst, kannst du deinen Lauf zum Beispiel so planen, dass er bei dir zuhause endet und du nach Ankunft gleich ein heisses Bad nehmen kannst. Aber vielleicht endet dein Lauf auch an einem komplett anderen Ort, als er begonnen hat. Dann solltest du einen guten Plan haben.

 

Ausserdem solltest du dir diese Fragen stellen:

  • Wie weit bin ich von Hilfe entfernt, wenn während des Rennens etwas schief geht?
  • Wirst du auf allen Streckenabschnitten deines Rennens Telefonnetz haben?
  • Wie lang ist der längste Streckenabschnitt der Route, auf dem du niemanden begegnen wirst?

 

Diese Fragen betreffen deine Sicherheit und sind besonders wichtig. Es ist ein Muss, dass du Angehörige oder Freunde über deine Route informierst und ihnen deine voraussichtliche Ankunftszeit im Ziel mitteilst, damit sie im Notfall Alarm schlagen können.

 

Auch wenn du alle Vorkehrungen triffst, kann immer mal etwas schief gehen. Kirra Balmanno ist einmal inmitten eines Nachtlaufs im Himalaya eine Stirnlampe ausgefallen. Sie hatte noch Stunden des Weges vor sich und musste sich auf die Taschenlampe ihres Handys verlassen. Ja, das ist suboptimal...

 

4. Timing

Deinen Lauf aufzuzeichnen, ist entscheidend. Begehst du hier einen Fehler, ist dein gesamtes Training samt virtuellem Rennen möglicherweise für die Katz – schlicht und ergreifend deshalb, weil du nicht nachweisen kannst, dass du deinen Lauf tatsächlich absolviert hast.

 

Die gängigste Methode, um deine Route und Zeit aufzuzeichnen, ist via Smartwatch. Erkundige dich bei deinen Rennveranstaltern, die Daten welcher Plattform sie akzeptieren. Ein sicherer Wert ist Strava – diese Plattform wird sicher von allen professionell organisierten Rennveranstaltern akzeptiert. Informiere dich, ob du eine Rohdatendatei von deiner Uhr senden musst oder ob es reicht, die Streckenkarte und die gelaufene Zeit mittels deines Strava-Accounts mitzuteilen.

 

Willst du dir einen Vorteil verschaffen, indem du die Schwerkraft nutzt und vornehmlich bergab läufst? Überprüfe lieber zuerst die Regeln. Häufig musst du auch Angaben zu den zurückgelegten Höhenmetern machen. Möglicherweise wird deine „Zeit kalibriert“, d. h., sowohl die gelaufene Distanz als auch die Höhenmeter werden zur Ermittlung deiner finalen Laufzeit berücksichtigt. So soll verhindert werden, dass sich jemand einen unfairen Vorteil verschafft und eine Strecke wählt, die grösstenteils bergab führt.

 

Jede Rennleitung definiert ihre eigenen Regeln. Mach dich also mit ihnen vertraut und stelle sicher, dass du die richtige Aufzeichnungsart verwendest und deine Zeitmessung tatsächlich läuft, wenn du dein Rennen startest.

 

Übrigens, auch das GPS hat seine Tücken. Strava empfiehlt deshalb, am Ende des Rennens weitere 0,5 km anzuhängen, damit du ganz sicher sein kannst, dass du die volle vorgegebene Distanz absolviert hast.

     

Die Durchführung deines virtuellen Rennens

 

Ausrüstung für dein virtuelles Rennen

 

Stelle dir für dein virtuelles Rennen eine Ausrüstung zusammen, die Schutz, Wärme, Bewegungsfreiheit und genügend Platz für die Aufbewahrung bietet.

 

Je nach klimatischen Bedingungen und dem vorhergesagten Wetter sind zum Beispiel das Performance-T, Tank-T, die Lightweight Shorts, Race Shorts und die Low Socks ideale Begleiter. Unsere beliebtesten Rennschuhe sind der CloudflowCloudflyerCloudflash und Cloudboom.

 

Letztendlich geht es um die Frage, worin du dich wohlfühlst und was dir hilft, die Ziellinie so komfortable wie möglich zu überqueren.

    

Das Performance-T
Dieses minimalistische T-Shirt für Damen und Herren wurde für den Wettkampf konzipiert. Es bietet ultraleichten Schutz kombiniert mit Hightech-Gewebe und getapten Nähten. Eine Kombination, die noch dazu fantastisch aussieht. Feuchtigkeitsableitendes und schnelltrocknendes Material sorgt dafür, dass dein virtuelles Rennen so angenehm wie möglich wird.
Zum Performance-T
Der Cloudflow
Lerne den Schuh kennen, in dem der Ironman-Weltrekord gebrochen wurde und der von Athleten weltweit geliebt wird. Der Cloudflow ist ein atemberaubendes Schweizer Meisterwerk aus 18 Cloud-Elementen und Helion™ Superfoam. Lote deine Grenzen neu aus und sichere dir höchsten Komfort dank High-Tech-Mesh und einer einzigartigen Innensocke.
Zum Cloudflow

 

Tempoeinteilung während deines virtuellen Rennens

 

Ohne Konkurrenten an der Seite läufst du Gefahr, deinen Lauf zu schnell anzugehen. Damit ist monatelanges Training und die Hoffnung auf eine neue persönliche Bestleistung schnell zunichte gemacht.  

 

Ein virtuelles Rennen zu laufen, ist eine ganz andere und neue Erfahrung im Vergleich zu einem traditionellen Rennen. „Ein virtuelles Rennen ist nicht mit der gleichen Nervosität und Aufregung verbunden. Da du weisst, dass die Schmetterlinge im Bauch vielleicht nicht ganz so gross sind wie gewöhnlich, solltest du auch deine Ziele anders setzen“, sagt Dathan Ritzenhein.

 

„Fang etwas konservativer an. Wenn die Dinge laufen, wirst du Feuer fangen und denken: Wow, das ist viel besser als die Trainingsläufe, die ich in letzter Zeit absolviert habe. Und so kommst du langsam in Fahrt.“

 

„Sag dir, dass du heute das Beste aus dir herausholen willst. Das ist alles, worum es bei Rennen geht. Wenn du dein Bestes gibst, egal wie die Vorbereitung war, hast du dein Ziel erreicht.“

 

Ein Vorteil virtueller Rennen ist, dass du deine Musik über Kopfhörer hören kannst. Erstelle eine Playlist mit konsistentem Beat. Die Musik hilft dir, dein Tempo zu halten und durch schwierige Phasen hindurchzukommen.

 

Wenn du das echte Wettkampf-Feeling so gut wie möglich nachahmen möchtest, kannst du auf der Zielgeraden auch Publikumsjubel hören. Vielleicht gibt dir das nochmals einen Extraschub.

 

Stelle ein Support-Team zusammen

 

Laufen mag ein Individualsport sein, aber wir alle profitieren von der Ermutigung und Unterstützung unserer Freunde und Verwandten. Erzähl ihnen von deinen Ambitionen und wecke Begeisterung dafür (ohne die Person zu werden, die immer nur übers Laufen spricht).

 

Wenn Freunde und Familie hinter dir stehen, werden sie auch Verständnis haben, dass du Zeit für dein Training brauchst und du sicherst dir ihr Support am Renntag – und das ist insbesondere auf weiten Strecken absolut wichtig.

 

Auf deiner Laufstrecke einige bekannte Gesichter anzutreffen, die dich anfeuern, hilft dir mit Sicherheit beim Erreichen deines Ziels. Und fast noch wichtiger ist die Funktion als provisorische Verpflegungsstation, damit du wieder „auftanken“ kannst.

 

Geistig stark bleiben

 

Wir alle kennen diese Momente: Zweifel und Ängste kommen hoch oder du hast so starke Schmerzen, dass du dich fragst, ob dein Körper sich je wieder davon erholen wird. Wenn du dich pushst und pushst und pushst und dich dann fragst, ob du´s vielleicht übertrieben hast und ob die Ziellinie jemals in Sichtweite sein wird.

 

Gerade weil es keine Menschenmengen gibt, die dich anfeuern, kann ein virtuelles Rennen zur psychischen Bewährungsprobe werden. Der Schlüssel ist, die Tiefs als unvermeidbar zu akzeptieren, aber zu verstehen, dass du sie überwinden kannst.

 

„Langstreckenläufe erfordern viel mentale Stärke und Autarkie“, sagt Kirra Balmanno. „Mit Übung wird man besser. Positive Selbstgespräche können ein extrem mächtiges Werkzeug sein, um Tiefs zu überwinden. Bleib flexibel, vertraue auf dich selbst und stell dich der Herausforderung. Du kannst es schaffen.“

 

„Mach einfach weiter und lächle“, sagt David Kilgore. „Du bist schliesslich da draussen, weil du es liebst. Du bist schon so weit gekommen, wirst weiterhin alle Hindernisse überwinden und den Moment geniessen können.“

 

„Jedes Mal, wenn ich mich an einer schwierigen Stelle des Trails befinde, schaue ich mich einfach um und denke meistens, dass es einfach so unglaublich cool ist, draussen sein zu dürfen. Ich kann auch empfehlen, kurz etwas anders zu machen oder vielleicht sogar einen Freund anzurufen. So unterbrichst du das Ganze und holst den Spassfaktor zurück.“  

     

Feier dein virtuelles Rennen

 

Die virtuelle Ziellinie zu überqueren, ist dein Erfolgserlebnis. Nimm dir am Ende die Zeit, deine Leistung wirklich zu realisieren. Du verdienst es.

 

Danach ist etwas Kreativität gefragt, um eine bleibende Erinnerung zu schaffen.

 

„Teile und feiere die erbrachte Leistung auf lustige und kreative Weise mit anderen“, sagt T.K. Skenderian. „Lass deine Kinder eine Versorgungsstation bauen, führe ein Freudentänzchen mit deinem Hund an der Ziellinie auf, lass deinen Freund eine After Race Party für euch zwei veranstalten. Deinen Phantasien sind keine Grenzen gesetzt.“

 

„Suche mit dem Race-Hashtag auf Social Media nach anderen Leuten, die am Rennen teilgenommen haben, scrolle durch die Ergebnisse und verteile fleissig Likes. Wenn du dich schon mit niemandem abklatschen kannst, dann hinterlasse wenigstens einen netten Kommentar unter dem Foto eines anderen. Nur weil wir voneinander getrennt sind, heisst das nicht, dass wir uns nicht gegenseitig feiern können.“

 

 

Du hast den Leitfaden gelesen. Du hast die Ausrüstung. Worauf wartest du? Melde dich noch heute für dein erstes virtuelles Rennen an und starte mit dem Abenteuer.     

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