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Zwei Rennen, zwei Medaillen: Germain Grangier gewinnt erneut Gold über die Ultra-Distanz

On-Athlet Germain Grangier hat bei dem extrem anspruchsvollen XXL MaXi-Race Ultra am Lac d’Annecy Gold geholt und damit seine Position unter den besten Langstrecken-Profis der Welt untermauert. Wir haben mit ihm über das Rennen und über die Feier danach gesprochen.

 

Die Strecke ist etwa 116 km lang und gilt mit mehr als 7000 zu überwindenden Höhenmetern und langen Etappen ohne Erfrischungsstationen «zweifellos als die anspruchsvollste» der angebotenen Optionen.

Das XXL-Event wurde in zwei Abschnitte unterteilt. Für den längeren ersten Teil überwanden die Läufer am Samstag, dem 25. Mai nach dem Start um Mitternacht etwa 75 km.

Die Teilnehmer hatten am folgenden Nachmittag Zeit, sich auszuruhen und zu regenerieren, bevor sie sich am Sonntag, dem 26. Mai um 5:30 Uhr morgens dem 41 km langen zweiten Teilstück stellten.

 

 

Germain war von Anfang an schnell unterwegs und erreichte bei dem regnerischen ersten Abschnitt eine Zeit von 8:34:50 – den ersten Platz, mit einem Abstand von über einer Stunde.

Trotz des Anspruchs, seine Führung zu verteidigen, blieb der Franzose cool und schaffte den zweiten Abschnitt in 4:21:53. Sein Endergebnis: 12:56:43.

Obwohl Germain die Ziellinie zur selben Zeit wie ein weiterer Läufer überquerte, sicherte er sich dank der besseren Zeit an Tag eins den ersten Platz.

Germains Sieg knüpft an ein beeindruckendes Ergebnis bei demselben Event im letzten Jahr an. Damals ging Germain nach einem spannenden Dreimann-Kampf um den Titel beim 82 km langen MaXi-Race als Sieger hervor.

  

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Wie hast du dich nach Tag eins und zu Beginn von Tag zwei gefühlt? 

Das Rennen beginnt um Mitternacht. Ich bin sechs Stunden lang im Dunkeln gelaufen, und danach noch zweieinhalb Stunden bei Tageslicht. Insgesamt waren es 75 km mit 4700 Höhenmetern. Dieser erste Abschnitt ist mental sehr anstrengend, weil der Körper eigentlich noch im Schlafmodus ist.

Meinen Beinen ging es hinterher gut; das grössere Problem ist der Schlafmangel. Zwischen den Rennabschnitten war mein Nervensystem entweder hyperaktiv oder total unausgeglichen. Das ist der interessanteste Teil. Man lernt sich selbst besser kennen und wächst mit der Herausforderung.

Am zweiten Tag warteten ab 5:30 Uhr 42 Kilometer und 2500 Höhenmeter. Die Nacht war wieder einmal kurz, aber ich war mit meiner Regeneration zufrieden. Meine Beine waren wieder bereit, loszulegen!

 

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Zu welchem Zeitpunkt warst du zuversichtlich, dass du gewinnen wirst?

Für Zuversicht braucht man gute Vorbereitung. Vor zwei Jahren habe ich eine schwere Verletzung erlitten. Seit 15 Jahren bin ich im Ausdauersport aktiv.

Das verleiht mir viel Zuversicht und Selbstsicherheit. Auch meine Sozialkompetenz konnte ich ausbauen. An jeder Startlinie denke ich daran, was ich bis dahin geleistet habe, um mich noch selbstsicherer zu fühlen.

 

 

Wie regenerierst du? Hattest du Zeit, deinen Sieg zu feiern?

Ich bin gerade diesen Morgen mit dem Rad am Zürichsee entlanggefahren. Es ist die perfekte Regeneration, in einer so schönen Umgebung im Sattel zu sitzen. Habe ich gefeiert? Feiern umfasst für mich IMMER gutes Essen mit Katie.

  

 

Neben anderen Dingen (z. B. einer Rettungsdecke, persönlichen Nahrungsmittel- und Wasservorräten sowie einer Stirnlampe) müssen die Teilnehmer das ganze Rennen über ein voll aufgeladenes Handy bei sich tragen.

Das MaXi-Race gibt es bereits seit neun Jahren. Die Strecken verlaufen um den französischen Lac d’Annecy. Weitere Informationen über das Event findest du auf der offiziellen Website.

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