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Die Neujahrsvorsätze der Elite-Sportler

Ein neues Jahr bedeutet neue Ziele. Um uns Inspiration für anspruchsvollere Ziele zu holen, haben wir mit einigen der On Elite-Sportler darüber gesprochen, was sie 2018 gelernt haben – und welche Ziele sie für 2019 haben.

2018 war nicht nur irgendein Jahr. Es war das Jahr, das uns eines gezeigt hat: Es gibt keine Grenzen, die man nicht überwinden kann. An nur einem Wochenende haben wir bei den Ironman World Championships in Kona, Hawaii beobachtet, wie Läufer das Unmögliche einfach hinter sich gelassen haben. Wir sahen das unglaubliche Comeback von Tim Don, der nach seiner Halswirbelfraktur wieder an der Startlinie stand. Dann übertraf Bart Aernouts auf seinem Weg zum Treppchen alle Erwartungen – mit dem schnellsten Rennen, das es in Kona je gegeben hat. Wir haben gesehen, wie Serien-Rekordbrecher Javi Gomez bei seinem Debut in den Lavafeldern ganz in seinem Element war. Und bevor der Tag zu Ende ging, schloss der Japaner Hiromu Inada den Wettkampf als ältester Teilnehmer aller Zeiten ab

 

Diese Leistungen sind das Ergebnis von Vorbereitung, harter Arbeit und innerer Überzeugung. Nun wollen wir alle Läufer dazu ermutigen, ihre Grenzen im Jahr 2019 neu zu definieren. Die Heldentaten des letzten Absatzes sollten dafür eigentlich Ansporn genug sein. Dennoch haben wir einige der besten On Profisportler gefragt, was sie dieses Jahr gelernt haben und welche Ziele sie in der kommenden Saison erwarten. 

 

Germain Grangier, Elite-Trailrunner, Frankreich

Bergläufer Germain hat 2018 mehrfach Spitzenleistung erbracht: er gewann das 85 km lange Maxi-Race im französischen Annecy und kam beim 101 km langen CCC-Event des UTMB in den französischen Alpen als Fünfter ins Ziel.

Was ist die wichtigste Lektion, die du 2018 gelernt hast? 

Jedes Jahr ergänze ich mein Training um etwas Neues. Dieses Jahr habe ich viel über die Atmung gelernt und darüber, wie ich meinen Geist und meinen Körper kontrollieren kann.
 

Wer oder was hat dich 2018 am meisten inspiriert? 

Es ist die Natur, die mich jeden Tag am meisten inspiriert. Ich kann sie beobachten und so neue Inspiration finden. Wir haben es schon fast vergessen, aber in der Natur stecken vier Milliarden Jahre Forschung und Entwicklung.

 

Was ist in sportlicher Hinsicht dein Ziel für das Jahr 2019? 

Eines meiner grössten Ziele ist es, meine Geschwindigkeit auf der Strasse zu verbessern. Ich komme aus einer bergigen Gegend, also bin ich eher an technisch anspruchsvolles und heikles Gelände gewöhnt.

 

Was ist dein Vorsatz für das neue Jahr? 

Ich will lernen, Dudelsack zu spielen. Ich weiss, dass das eine Herausforderung sein wird! 

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Katie Schide, Elite-Trailrunnerin, USA

Katie hat 2018 an einigen der grössten Trail-Events weltweit teilgenommen und kam beim legendären Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) als zweite weibliche Teilnehmerin ins Ziel. Ausserdem hat sie an ihrem PhD-Abschluss in Geologie gearbeitet.

Was ist die wichtigste Lektion, die du 2018 gelernt hast? 

Dieses Jahr habe ich so viel gelernt! Ich habe mehr Selbstbewusstsein gewonnen, was das Programmieren bei der Arbeit angeht, und ich finde, ich bin eine selbstständigere, kritisch denkende Forscherin geworden. Ausserdem lerne ich, wie ich meine Prioritäten im Hinblick auf den Laufsport, die Regeneration, die Arbeit und das Reisen besser ordnen kann, um meinen Körper trotz all dieser Dinge nicht zu stark zu beanspruchen.
 

Wer oder was hat dich 2018 am meisten inspiriert? 

Dieses Jahr macht meine Schwester ihren Masterabschluss für Energiesysteme, während sie in einem Labor für Biotechnologie arbeitet und sich für PhD-Programme in Materialchemie bewirbt. Ausserdem wurde meine Mutter in meiner Heimatstadt im US-amerikanischen Maine zur Bürgermeisterin gewählt, während sie ihr eigenes Beratungsunternehmen leitet und sich gleichzeitig weiterhin dem öffentlichen Dienst widmet. Vielleicht gebe ich gerade ein bisschen an – aber in meinem Leben gibt es einige ziemlich fantastische Frauen, und das motiviert mich immer dazu, auch selbst mein Bestes zu geben. 

 

Was ist in sportlicher Hinsicht dein Ziel für das Jahr 2019? 

Ich freue mich darauf, im kommenden Jahr einige etwas längere Wettkämpfe zu versuchen, und ich will jedes Rennen mit einer positiven Einstellung und einer Liebe zum Sport angehen.

 

Was ist dein Vorsatz für das neue Jahr? 

Mein grosses Ziel für 2019 ist es, meinen PhD-Abschluss zu erlangen, damit ich ganz offiziell eine Gesteinsdoktorin sein kann – ein echter Rock Doctor! 

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Chris Thompson, Langstreckenläufer, Vereinigtes Königreich

Chris hat 2018 viele Highlights erlebt, darunter seinen dritten Sieg beim 10 Meilen langen Great South Run im englischen Portsmouth und seine Titelverteidigung beim Great Scottish Run – einem Halbmarathon im schottischen Glasgow, den er mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:02:07 abschloss. 

Was ist die wichtigste Lektion, die du 2018 gelernt hast? 

«Das Beste aus den Möglichkeiten zu machen, die direkt vor mir liegen. Man weiss nie, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet, etwas Gutes oder etwas Schlechtes. Wir planen mit konkreten Wettkämpfen und Terminen. Und grosse Teile des Jahres setzen wir unsere Hoffnung auf diese Wettkämpfe, bei denen wir Spitzenleistung bringen wollen. Aber die Dinge können sich auf unerwartete Weise ändern oder schiefgehen, und das an den Tagen, die uns so viel bedeuten. 

 

Wenn man also gut in Form ist, dann sollte man das nächste Rennen nutzen und einfach das Beste daraus machen. Dann fühlt es sich in diesen langen Trainingszeiten und Wettkampf-Intervallen weniger so an, als würde es nur um den einen Tag gehen, an dem wir Top-Leistung erwarten. So können wir unsere Leistung in Bezug auf das ganze Jahr bewerten.»

 

Wer oder was hat dich 2018 am meisten inspiriert? 

«Tyson Fury – ein britischer Schwergewichtsboxer. Ich bin kein grosser Boxfan und habe kein genaues Verständnis von diesem Sport. Aber seine Geschichte ... Vor zwei Jahren war er der beste Boxer der Welt, und dann hatte er mit Alkohol und Depression zu kämpfen. Viele hatten ihn schon abgeschrieben. Es ist wahnsinnig inspirierend, wie er seinem Leben eine neue Richtung gegeben und in seinem Comeback-Kampf bestanden hat, den viele für einen wahren Sieg halten (der kürzliche Kampf gegen den aktuellen WBC-Schwergewichtsweltmeister Deontay Wilder endete unentschieden). Die Veränderung, die er in nur einem Jahr durchgemacht hat, ist unglaublich. 

 

Ich habe in meiner Karriere so viele Rückschläge durchgemacht, Operationen und mehr. Ich weiss, wie schwierig es ist, im Sport ein hohes Niveau zu halten. In seiner Sportart wieder bis an die Spitze zu kommen, hat wirklich Mut gekostet.»

 

«Zu sehen, wie etwas fast Unmögliches möglich gemacht wird – das ist ein Erlebnis, das wir alle hin und wieder brauchen.» 

 

Was ist in sportlicher Hinsicht dein Ziel für das Jahr 2019? 

Die ersten Schritte auf dem Weg zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio zu machen. Bis die Details herauskommen, lässt sich nur schwer sagen, was genau dafür erforderlich ist. Aber ich richte mein Jahr darauf aus, und auch dazwischen wird es immer wieder grossartige Momente geben. 

 

«Für uns Leichtathleten beginnt eine sehr spannende zweijährige Phase vor den Olympischen Spielen. In dieser Zeit ist immer viel los und alle fangen an, in Sachen Leistung noch eine Schippe draufzulegen. Sie bringen riesige Opfer, um ihren Traum zu verwirklichen und Olympionike zu werden. Auf die meisten wartet auch etwas Kummer. Aber es gibt einige Sportler, deren Leben sich schon bald auf eine Art und Weise verändern wird, die sie nie für möglich gehalten hätten. Wir wissen noch nicht, wer sie sind, und einige haben wir sicher noch nicht einmal im Blick. Das ist das Schöne an den Olympischen Spielen.» 

 

Was ist dein Vorsatz für das neue Jahr? 

«Nächstes Jahr heirate ich meine Partnerin. Wir sind seit 11 Jahren zusammen. Also wird es auch abseits der Strecke ein sehr aufregendes Jahr. Hier beginnt eine ganz neue und sehr persönliche Reise, die mein Leben verändern wird. Es wird grossartig sein, eine Familie zu gründen. Mein höchstes Ziel ist es, ein möglichst guter Ehemann zu sein. Und hoffentlich werde ich auch ein toller Vater sein können. Alle, die mich gut kennen, werden wohl sagen, dass man mich im Vergleich zu früher kaum wiedererkennen wird!» 

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Caroline Steffen, Langstrecken-Triathletin, Schweiz

2018 kehrte Caroline Steffen in die Wettkampfszene zurück – nur acht Monate nach ihrer Entbindung. In Australien hat sie nicht nur den Ironman Busselton gewonnen, sondern auch einen neuen Streckenrekord aufgestellt. 

Was ist die wichtigste Lektion, die du 2018 gelernt hast? 

«Ein ausgeglichenes und glückliches Leben ist ein gutes Leben und der beste Weg, auf Weltklasseniveau gute Leistung zu bringen.» 
 

Wer oder was hat dich 2018 am meisten inspiriert? 

«All die Mütter, die auf der ganzen Welt ihren Alltag opfern, um die kleinen Superstars von morgen grosszuziehen.»

 

Was ist in sportlicher Hinsicht dein Ziel für das Jahr 2019? 

«Ich will jeden einzelnen Tag mein Bestes geben – die Wettkämpfe 2019 mit offenem Herzen und offenem Geist bestreiten und der Konkurrenz bei den Ironman World Championships in Hawaii so richtig einheizen.» 

 

Was ist dein Vorsatz für das neue Jahr? 

«Ach, Neujahrsvorsätze sind nicht so mein Ding. Meistens breche ich sie schon in der ersten Woche! Ich konzentriere mich lieber auf meine sportlichen Ziele!» 

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