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Wann muss ich meinen Laufschuh ersetzen?

Diese Frage stellen sich wohl alle Läufer. Es gibt einige Anzeichen, die klar darauf hindeuten, dass deine Laufschuhe reif für den Ruhestand sind. Um dir dabei z helfen, haben wir dir hier die wichtigsten Kriterien zusammmengestellt. Ausserdem verraten wir dir ein paar Tipps und Tricks, mit denen du die Lebensdauer deiner Laufschuhe verlängern kannst.

Manchmal fällt es uns schwer uns von unseren Lieblingsschuhen zu trennen. Dies gilt auch für Laufschuhe, die uns gute Dienste geleistet haben. Es gibt natürlich die Läufer, die bei jedem Zeichen der Abnutzung zu einem neuen Schuh greifen - mit den vielen schicken Modellen auf dem Markt, ist die Versuchung auch sehr gross. Andererseits sehen wir auf der Laufstrecke hin und wieder Schuhe, die schon Jahrzehnte in Gebrauch sind und aus mehr Loch als Schuh bestehen. 

 

Warum muss ich meine Laufschuhe überhaupt ersetzen?

Wenn die Optik für dich zweitrangig ist, kann es schwer sein, überhaupt einen Grund zu finden, deinen Laufschuh zu ersetzen. Trotzdem solltest du auch auf die äusseren Zeichen achten, denn sie geben dir einen Hinweis auf den gesamten Zustand des Schuhes. Wenn ein Schuh zu lange getragen wird, kann er nicht mehr den optimalen Laufkomfort bieten. Und je länger du einen Schuh läufst, der nicht mehr über seine ursprünglichen Komponenten und strukturellen Vorteile verfügt, desto grösser wird das Verletzungsrisiko.

Das ist fast so, als würdest du ein Auto mit abgefahrenen Reifen fahren: Klar kannst du weiterfahren, aber mit jeder Fahrt steigt das Unfallrisiko.

Wie lange sollten Laufschuhe überhaupt halten?

Die Schätzungen über die Lebensdauer von Laufschuhen gehen auseinander. Grundsätzlich legst du unter den richtigen Bedingungen zwischen 500 und 750 km zurück, bevor deine Schuhe Schaden nehmen. Bei erfahrenen Läufern und Profis geht das unter umständen sehr viel schneller als bei einem Hobbyläufer. 

Was beeinflusst die Lebensdauer deiner Laufschuhe?

Wer die Lebensdauer von Laufschuhen richtig einschätzen will, muss drei wichtige Faktoren berücksichtigen.

 

1. Laufstrecke

Das Gelände hat besonders grossen Einfluss auf die Lebensdauer deiner Schuhe. Läufst du auf der Strasse? Auf dem Trail? Auf der Laufbahn? Drinnen? Mal so, mal so? Für die meisten Laufschuhe ist ein bestimmtes Gelände ideal. Welches das ist, erfährst du beim Aussuchen im Geschäft. Der Grossteil der Schuhe wird für das Laufen auf der Strasse entwickelt. Für die meisten Läufer lassen sich Überschneidungen allerdings nicht vermeiden. Selbst in Städten gibt es Parks mit steinigen oder unbefestigten Wegen, sodass wir unsere Schuhe doch auf verschiedenen Untergründen benutzen. Wähle also einen Schuh, der für das Terrain entwickelt wurde, in dem du dich vorwiegend bewegst. Andernfalls musst du dich vielleicht schneller von deinem Schuh verabschieden, als dir lieb ist.

 

2. Laufstil

Die Art, wie du läufst, wirkt sich ebenfalls auf die Lebensdauer deiner Schuhe aus. Du bist dir nicht sicher, mit welchem Teil des Fusses du den Boden zuerst berührst? Dann schau dir ein Paar Laufschuhe an, die du schon länger verwendest. Welcher Bereich ist am stärksten abgenutzt: der vordere Teil, der Mittelteil oder der Absatz? Diese Information kann dir dabei helfen deinen idealen Laufschuh zu finden. 

 

  • Vorfussläufer: Dieser Typ ist unter Sprintern und Bergläufern besonders häufig. Die Schuhe dieser Läufer nutzen sich unter dem grossen Zeh oder seitlich aussen im vorderen Bereich des Schuhs ab. Oft bricht nach einiger Zeit die Aussensohle, sodass die Mittelsohle oder sogar Socke und Fuss frei liegen.
  • Mittelfussläufer: Bei diesem Laufstil nutzt sich der Bereich unter dem Fussballen ab.
  • Fersenläufer: Dieser Laufstil ist sehr beliebt bei Langstreckenläufern, die auf der Strasse unterwegs sind. Statistiken zeigen, dass Laufschuhe bei diesem Laufstil besonders häufig ersetzt werden müssen. Der Rest des Schuhs mag noch so makellos aussehen – wenn der Absatz stark abgenutzt ist, verliert der Schuh seine stützende Wirkung. Das kann sich auf Fuss und Knöchel auswirken und schnell zu Verletzungen führen.

 

Denk daran: Es gibt nicht unbedingt einen «richtigen» Stil oder eine besonders gute Aufprallzone. Deinen Laufstil zu verstehen und richtig einzuschätzen ist der erste Schritt auf der Suche nach dem richtigen Laufschuh.

 

3. Körperbau des Läufers

Die anderen beiden Faktoren haben sich von unten auf deinen Schuh ausgewirkt. Dieser hier beeinflusst ihn von oben: du selbst. Deine Körpergrösse und dein Gewicht spielen eine wichtige Rolle in der Abnutzung deiner Schuhe. Die meisten Laufschuh-Hersteller gehen bei ihren Schuhen von einem «Durchschnittsläufer» aus und  erstellen ein Läuferprofil. Die Schuhe werden für diese Durchschnittsperson entwickelt. Wiegt man mehr als der Durchschnittsläufer, nutzen sich die Schuhe schneller ab. Wiegt man weniger, halten die Schuhe deutlich länger. Dasselbe gilt für grössere bzw. kleinere Läufer. Wenn dein Körperbau stark vom Durchschnitt abweicht, gibt es bestimmte Schuhe, die möglicherweise besonders gut für dich geeignet sind. Ein Beispiel sind Schuhe, die ein hohes Mass an Support bieten. Solche Schuhe sind häufig verstärkt und halten besonders viel aus. Wenn du unsicher bist, lohnt es sich, einen Experten um Rat zu fragen. Ein Schuh, der zu dir und deinem Laufstil passt, wird dich länger begleiten. 

Hat dein Schuh bald ausgedient? Häufige Anzeichen

 

Die Sohle

An der Sohle siehst du am besten, wann es Zeit für einen neuen Schuh wird. Ein stark abgenutztes Profil, eine praktisch glatt gelaufene Sohle, eine starke Veränderung im Vergleich zur ursprünglichen Sohlenform sind besonders deutliche Anzeichen. Es kann schwierig sein, diese Anzeichen zu erkennen. Manche Stellen des Schuhs nutzen sich schliesslich stärker ab als andere – je nachdem, wie du läufst. On-Fans haben hier besonders viel Glück: Die Unterseite der Sohle zeigt dir dank der patentierten CloudTec-Technologie ganz deutlich, wann ein Cloud-Element nicht mehr kann – es bricht einfach durch. Wenn das passiert, ist der Schuh nicht mehr in Bestform. Dann wird es Zeit, über ein neues Paar nachzudenken.

 

Abgenutztes Obermaterial

Wenn deine Schuhe an den Seiten abgewetzt sind, obwohl die Sohle noch gut aussieht, hast du vielleicht die falsche Grösse gekauft. Die Schuhgrösse wird zwar anhand der Länge des Fusses bestimmt; besonders breite oder flache Füsse können die Seiten von Laufschuhen jedoch schnell durchscheuern. Wenn das bei dir passiert, versuche es beim nächsten Schuh mit einer halben Nummer grösser. Alternativ kannst du eine Stretch-Schnürung ausprobieren, die sich beim Laufen dem Fuss anpasst (wie z. B. beim Cloud). Wenn die Seiten deiner Laufschuhe immer noch besonders schnell nachgeben, wird es vielleicht Zeit für Schuhe mit verstärktem Obermaterial.

 

Abgenutzte Fersenpartie

Ebenso wie überstrapaziertes Obermaterial kann eine vorzeitig abgewetzte Fersenpartie auf eine falsche Grösse hinweisen. Vielleicht sitzt der Schuh am Knöchel zu locker und verursacht beim Laufen Reibung. Schnüre deine Schuhe enger. So können Ferse und Knöchel nicht mehr aus dem Schuh rutschen. Auch niedrige Socken können die innere Polsterung abnutzen. Wenn deine Schuhe hinten ausfransen, kannst du es darum mit unseren High Socks probieren.

 

Unsichtbare Schäden

Vielleicht sieht das Obermaterial noch wie neu aus, und das Profil ist immer noch vorhanden. Trotzdem kann der Schuh beschädigt sein. Man erkennt das vor allem an der nachlassenden Federwirkung der Sohle. Mit der Zeit kann sich das Material der Sohle durch natürliche Einflüsse verhärten. Dann verliert die Sohle ihre Federwirkung, die den Aufprall dämpfen und die Knie schonen soll. Hier musst du dich zu einem gewissen Grad auf dein Bauchgefühl verlassen. Drück ein wenig an der Sohle herum. Ist sie hier und da fest, obwohl sie früher federnd war? Das kann ein Zeichen für Verhärtung und Alterung sein. Vielleicht musst du diese Schuhe austauschen.

 

Schmerzen und Verletzungen

Abgesehen von all den anderen Anzeichen musst du vor allem auf eines achten: Schmerzen. In einem guten Laufschuh solltest du schmerzfrei laufen können. Treten neue Beschwerden auf, insbesondere an den Füssen, Schienbeinen und im oberen Rücken, könnte das auf einen unpassenden oder ausgedienten Schuh hinweisen.

  

Immer noch unsicher? Stell Fragen

Bei einem kaputten Auto fragst du einen Mechaniker um Rat. Wenn du wissen willst, wie lange du deine Laufschuhe noch benutzen kannst, bete Laufexperten oder Schuhverkäufer um Rat. Sie können leicht feststellen, in welchem Zustand deine Schuhe sind. Zudem können sie dich beim Kauf deines nächsten Laufschuhs beraten. 

On bietet dir dazu einen kostenlosen Service: Du kannst dem Happiness Delivery Team Fotos von deinen aktuellen Schuhen schicken und Feedback dazu erhalten, ob du sie ersetzen solltest oder nicht. Hier erfährst du mehr dazu.

Die Lebensdauer verlängern

Die richtigen Schuhe sind eine Investition. Damit beugst du Verletzungen vor und arbeitest aktiv an einer gesunden Lebensweise. Gute Schuhe können aber auch teuer sein. Wenn du für einen wichtigen Wettkampf trainierst verschleisst du in kurzer Zeit mehrere Paare. Mit ein paar wenigen Massnahmen kannst du die Kosten etwas eindämmen. 

 

  • Nach dem Gebrauch trocknen – Natürlich werden deine Schuhe nass. Von innen und von aussen. Wenn du sie sofort nach dem Laufen trocknest, halten sie länger. Feuchtigkeit, die in den Klebstoff und das Material des Schuhs eindringt, schwächt deine Laufschuhe mit der Zeit. Indem du sie trocknest, machst du sie langlebiger.
  • Trage zwei oder mehr Paare abwechselnd – So können sich deine Schuhe zwischendurch «erholen». Ausserdem verhinderst du, dass du dich zu sehr an das eine oder andere Paar gewöhnst und mit der Zeit deinen Laufstil veränderst.
  • Schnüre die Schuhe vor dem An- und Ausziehen auf – Wenn du immer wieder versuchst, in zugeschnürte Schuhe zu schlüpfen, nimmt die Struktur des Schuhs im Laufe der Zeit Schaden. Das gilt besonders für die Fersenpartie. Indem du deine Schuhe aufschnürst und dich beim Anziehen hinsetzt, bleiben deine Laufschuhe intakt und strapazierfähig. Wenn du Schuhe mit einem speziellen Schnürsystem für einfaches An- und Ausziehen trägst (z. B. den Cloud), musst du dir darüber natürlich keine Gedanken machen.
  • Trage die richtigen Socken – Socken sollen dich von aussen nach innen schützen. Wenn du mit Socken läufst, achte darauf, dass die Qualität und der Zustand deiner Socken dem Schuh entsprechen.

 

Vergiss nicht, wie weit du gelaufen bist

Es gibt einige fantastische Running-Apps wie Strava, in die du eintragen kannst, welchen Schuh du bei deinem Lauf getragen hast. Das bietet dir zwei Vorteile: Du kannst nachträglich prüfen, welches Paar du getragen hast, als du deine persönliche Bestzeit aufgestellt oder an einem bestimmten Wettkampf teilgenommen hast. Und ausserdem kannst du besser nachvollziehen, welche Distanz du in jedem Paar zurückgelegt hast. Vielleicht überrascht es dich, wie weit du in deinem aktuellen Paar gekommen bist. Dafür sind solche Apps sehr praktisch – besonders dann, wenn du dich einer neuen Herausforderung stellen willst. Vielleicht willst du ja zum ersten Mal 1000 km in einem Monat laufen...

 

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