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Wo ich laufe: Josh Amberger On Brisbane

Beim Laufen spielt die Umgebung eine entscheidende Rolle. Unsere Team-Mitglieder nehmen uns in den nächsten Wochen auf eine Reise zu ihren liebsten Laufspots mit. Josh Amberger darf 10 Ironman-Titel sein Eigen nennen. Er zeigt uns seine Heimatstadt Brisbane.

 

Um an Wettkämpfen teilzunehmen, reist der Profi-Triathlet Josh Amberger um die ganze Welt. In seine Heimat Brisbane kehrt er aber immer wieder gerne zurück.  

 

Brisbane ist nach Sydney und Melbourne die am drittmeisten bevölkerte Stadt Australiens und gilt als eine der schnellst wachsenden Regionen des Landes und der Welt. Das verwundert nicht, gilt die Stadt doch als besonders weltoffen und divers (30% der Einwohner sind Ausländer) und verzeichnet pro Jahr durchschnittlich 280 Sonnentage.

 

Es gibt viele Grünflächen, grossartige Restaurants im Freien und das Gemüt der Menschen ist so sonnig wie das Wetter. Was will man mehr? 

 

Josh nimmt uns mit zu seinen liebsten Spots und verrät uns mehr über die Laufkultur in seiner Stadt. Lies weiter, um mehr zu erfahren.

 

Josh, sag uns zuerst, weshalb du läufst?

 

Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten. Ich schätze, erstens laufe ich, weil es Teil meines Berufes ist. Um als Sportler so gut wie möglich zu sein, muss ich das Laufen aus einem reinen Performance-Winkel betrachten. Etwas, worin ich gut sein muss.

 

Wo läufst du am liebsten? 

 

Ich laufe gerne auf den wilden, hügeligen Trails rund um Brisbane. Ich mag besonders den Samford Conservation und den Bunyaville Conservation Park. Aber auch in der Stadt gibt es tolle Lauf-Spots, zum Beispiel die Radwege entlang dem Brisbane River oder die Strecken rund um die Uni in St. Lucia.

          

 

Warum ist Brisbane deiner Meinung nach ein toller Ort zum Laufen? 

 

Die Vielfalt ist fantastisch. Brisbane ist eine grosse Stadt, aber man hat bei der Planung auf viele Grün- und Erholungsflächen geachtet. Es gibt ein sehr umfangreiches Trail-Netz, vor allem in den Hügeln und Bergen. 

 

Trailrunning wird hier immer beliebter. Das zu sehen, finde ich echt cool. Aber besonders grossartig an Brisbane ist meiner Meinung nach das riesige Fuss- und Radwegenetz, das die ganze Stadt umspannt und dank dem man das ganze Jahr lang sicher laufen kann. 

 

Läufe, die landschaftlich viel zu bieten haben oder einfach Spass machen, sind überall möglich. Man kann andere Läufer meiden oder dort laufen, wo viel Betrieb ist. Ausserdem gibt es haufenweise Events – auf dem Trail, der Strasse und der Laufbahn. Normalerweise ist immer irgendwo etwas los!

   

 

Gibt es Orte/Routen in Brisbane, die du empfehlen würdest?

 

Vielleicht den Bicentennial Bikeway. Er gehört zu den klassischen Laufstrecken in Brisbane. Oder rauf auf den Mt. Coot-tha. Das ist ein wirklich tolles, urbanes Trailrunning-Erlebnis. Wem der Anfahrtsweg nichts ausmacht, dem würde ich die South Boundary Rd. Empfehlen. Dort gibt es lange, wilde Trails. Oder Gap Creek, wenn du lieber schmale Pfade magst.  

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Wenn du ganz entspannt trainierst, wählst du dann eine Route, die landschaftlich besonders reizvoll ist?

 

Nicht wirklich. Ich schaue, dass die An- und Rückreise nicht zu lang dauert, damit mehr Zeit für die Regeneration bleibt. Darum bin ich immer am liebsten in der Nähe unterwegs. An solchen Tagen laufe ich ausserdem gerne auf Gras. Ich gehe dann in einen grössere Parks in meiner Nähe. Im Teralba Park gibt es viele Fussballfelder und grosse Freiflächen mit riesigen Bäumen. Da finde ich es ganz hübsch.

 

Hast du vor dem Ausbruch des Coronavirus manchmal ein bestimmtes Ziel angesteuert? Ein Restaurant oder ein Café, das du gerne magst?

 

Gerade in der Nebensaison kann ich das Training etwas entspannter angehen lassen. Nach einem langen Sonntagslauf habe ich mir definitiv schon den einen oder anderen Frühstücksburger genehmigt!

 

Was macht den perfekten Lauf für dich aus? Ist es die Zeit, die Distanz oder nur das Gefühl? 

 

Ich denke, es ist wohl am ehesten eine Gefühlssache. Wenn es mir körperlich gut geht und ich nicht erschöpft bin, dann wird es normalerweise immer ein guter Lauf. Der perfekte Lauf würde vielleicht so aussehen: Gute Stimmung, gute Freunde, eine solide Pace und ein landschaftlich schöner Trail.  Und das über 90 Minuten bis zu 2 Stunden.  

       

 

Runner’s High? Ja oder Nein? 

 

Klar! Aber wenn man an seine körperlichen Grenzen geht, ist es okay, wenn man nicht jeden Lauf geniesst. Wer am nächsten Tag dennoch wieder aufsteht und es wieder tut, weiss, dass er das Laufen wirklich liebt.

 

Wenn man für Events wie den Ironman trainiert, bedeutet das Runner’s High manchmal vielleicht eher die Erleichterung darüber, dass die Trainingseinheit zu Ende ist und weniger die Euphorie des Laufens an und für sich.

 

Wie würdest du die Laufkultur in Brisbane beschreiben?

 

Das ist eine lustige Frage, die ich so eigentlich gar nicht beantworten kann. Ich muss ja nicht zur Arbeit, deshalb beginne ich so zwischen 7 und 8 Uhr morgens mit dem Training. Aber die anderen sind schon um 5 Uhr morgens unterwegs.

 

Laufen ist hier in Brisbane eine unglaublich soziale Angelegenheit. Ich glaube, es gibt Trainingsgruppen für so ziemlich jede Variante. In letzter Zeit habe ich sehr viele Trailrunning-Gruppen für Damen gesehen. Und das finde ich echt cool.

    

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