De Florian Neuschwander

Der begnadete Athlet läuft nun seit über 20 Jahren. Florian ist bereits über 100.000 Km gelaufen – oder zweimal um die ganze Welt. Er begann als klassischer Bahn -Leichtathlet und entwickelte sich schließlich in den letzten drei Jahren zum erfolgreichen Ultra-Marathon Athleten.

Fragen und Antworten mit Florian Neuschwander 

 

Wie hast du mit dem Laufen angefangen? Ein Bekannter von mir ist Förster. Meine Mutter wollte damals bei einem Lauf im Wald (vom Forstamt organisiert) unserem Bekannten zuschauen. Weil nur wenige Teilnehmer am Start waren fragte mich unser Bekannter kurz vorher, ob ich nicht einfach mal mitlaufen will. Daraufhin lief ich in Jeans und Skateschuhen meinen ersten 6,5 km Waldlauf und danach wollte ich mehr...

 

Warum läufst du heute? Weil ich immer noch super viel Spass am Laufen habe, man viel von der Welt sieht und weil ich viele Leute kennenlerne. Ausserdem kann man hinrennen wo man will. Im Wald und auf den Trails hat man seine Ruhe, in der Stadt kann man auch mal mit Freunden zusammen laufen und trifft neue Leute. Ich entdecke durch mein Laufen viele Ecken, Wege und schöne Flecken in der Natur, die viele andere Menschen gar nicht zu Gesicht bekommen.

 

Was war der bislang wichtigste Wettkampf, an dem du teilgenommen hast?  Für mich persönlich fand einer meiner wichtigste Wettkämpfe dieses Jahr statt. Ich habe an meinem ersten 100 Meilen Rennen, dem Western States Endurance Run in Kalifornien teilgenommen. Von der Zeit und der Platzierung her war es noch lange nicht dass, was ich mir vorgestellt hatte, aber ich bin durchgelaufen und habe das Ding gefinisht und viel wertvolle Erfahrung gesammelt. Darauf kann ich aufbauen und in meinem nächsten 100 Meiler werde ich noch besser vorbereitet und hoffentlich top fit an der Startlinie stehen!

 

Was ist dein Ritual vor Wettkämpfen? Es gibt kein Ritual. Ich versuche Ruhe zu bewahren und freue mich einfach zu rennen und mein Bestes zu geben!

 

Worüber denkst du beim Laufen nach? Das kann ich gar nicht genau sagen. Ich schalte ab und laufe einfach. Sicherlich geht mir auch hier und da was durch den Kopf, aber meistens laufe ich einfach so vor mich hin und denke nicht wirklich an vieles. Besonders auf den Trails versuche ich abzuschalten und geniesse die Ausblicke in der Natur. Wenn ich schnellere Einheiten mache z.B. auf der Strasse, dann rechne ich meistens irgendwelche Zeiten aus und überlege mir, was ich noch alles so trainieren will, oder auf welche Rennen ich noch so Bock habe.

 

Was ist deine bewährte Trainingsmahlzeit? Ich esse vor dem Laufen ca. zwei bis drei Stunden vorher meistens Erdnussbutterbrot oder Toast, oder vielleicht mal eine Banane, dazu einen Kaffee und das reicht mir eigentlich schon.

 

Wie erholst du dich nach einem anspruchsvollen Lauf? Ich lege mich ganz gerne in die heisse Badewanne. Sonst mache ich eigentlich kein wirkliches Erholungsprogramm.

 

Welchen Song hörst du beim Laufen am liebsten? Meistens laufe ich ohne Musik. Das bringt mich zu sehr aus dem Rhythmus irgendwie. Manchmal, wenn das Wetter schlecht ist oder ich gar keine Lust zum laufen habe, kann mich Musik aber auch motivieren und ich laufe dann einfach mit meiner Playlist los. Auf Spotify habe ich eine „Run with the Flow“ Playlist.

Wer ist Teil deines «Teams»? Welches Team? Das Team ist meine Freundin, meine kleine Tochter und Hund Oskar.

 

 

Abgesehen von Ausdauersport – wofür begeisterst du dich sonst noch? Ich mag Wellness ganz gerne, wenn Zeit dafür ist. Whirlpool, Sauna etc. Sonst gut Essen gehen, Kaffee trinken, einfach relaxen. Reisen und besonders die Berge faszinieren mich.

 

Was wäre dein Beruf, wenn du kein(e) Profisportler(in) wärst? Wenn ich mir es aussuchen dürfte und Gitarre spielen könnte, dann wäre ich sicher in einer Punk/Rockband.

 

Welche Sache erzählt einem niemand über die Karriere als Profisportler(in)?  Dass es eigentlich mit allem viel mehr Arbeit ist als man denkt. Ein Profisportler kann nicht einfach nur den ganzen Tag trainieren. Man beantwortet viele Emails, Social Media (wenn man es gut machen will) kostet auch viel Zeit und Arbeit. Ich habe auch noch einen kleinen Online Shop, der Zeit in Anspruch nimmt. Fans schreiben einem, und die Fragen beantworte ich auch gerne, das ist aber auch alles viel Arbeit und kostet Zeit. Dann sind da natürlich auch noch Sponsoren Termine. Und die Family darf und soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Manchmal gar nicht so einfach alles zu deichseln.

 

Was ist der beste Ratschlag, den du je zum Laufen erhalten hast? „Dass du jetzt extreme Strecken läufst wie 50 km, 70 km oder gar 100 km, das hätte ich nie für möglich gehalten. Wenn einer jeden Tag so weit läuft, das kann nicht gut gehen. Das hält der menschliche Organismus nicht aus.“

(Aussage von meinem ersten und einzigen richtigen Trainer, den ich nach ca. 12 Jahren wieder getroffen hatte)

FAZIT: Ich renne natürlich weiter und mein Körper hält es aus!

 

Welchen Rat hast du für jemanden, der in deine Fussstapfen treten will?Das geht auf jeden Fall nicht von heute auf morgen. Ich laufe schon seit über 20 Jahren und habe mir in den Jahren eine hohe Grundlagenausdauer antrainiert. Von daher rate ich jedem ordentlich zu trainieren, nicht zu übertreiben und das ganze aufzubauen und nichts zu überstürzen. Erst einmal 5 – 10 km Wettkämpfe machen, danach vielleicht mal einen Halbmarathon und wenn man diese Strecken beherrscht vielleicht mal einen Marathon. Auf Ultras würde ich erst dann gehen, wenn der Marathon kein Problem mehr darstellt.

 

Warum On? Weil die Schuhe leicht, flexibel, dynamisch sind und mir sehr gut passen. Schwere Schuhe sind nichts für mich und ich mag Schuhe, die direkten Bodenkontakt vermitteln und nach vorne wollen!

 

Was ist dein Lieblingsschuh von On und warum? Aktuell ist es der Cloudrush. Leicht, schnell, dynamisch und flexibel. Geht ab und das ist alles was ich brauche!

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