Us Katie Schide

Trailrunning Champion Katie ist eine Outdoor-Athletin, die es liebt, sich schnell durch die Berge zu bewegen – sei es beim Laufen, Skifahren oder Radfahren. Sie stammt ursprünglich aus Maine, USA, lebt aber derzeit in der Schweiz, wo sie das Training in den Alpen mit der Arbeit an einem PhD in Geologie kombiniert.

 

Katies Storied Run: Homecoming

Vielleicht kennst du Katie Schide als Profi-Trailrunnerin: Als Zweitplatzierte beim 100 km langen CCC-Event des UTMB 2018, als Gewinnerin des 85 km langen Maxi Race 2018 oder als Siegerin beim 90 km langen Marathon du Mont Blanc 2019. Um sich an die Spitze der Trail-Wettkampfszene zu kämpfen, braucht es eine Menge. Katies Aufstieg begann fernab der Alpen, die sie inzwischen erobert hat. Nämlich in den White Mountains im US-amerikanischen New Hampshire. 

 

Ursprünglich aus Maine, überquerte Katie die Staatsgrenze, um am Middlebury College in Vermont zu studieren. Nach dem ersten Studienjahr nahm sie einen Sommerjob beim Appalachian Mountain Club (AMC) an, welcher Hütten in den White Mountains betreibt. Katie fühlte sich schnell wie zu Hause und schloss enge Freundschaften mit ihren Teamkollegen. Nebenbei trainierte sie ihre Fähigkeit, das raue Gelände mit einem hohen Tempo zu durchqueren. 

 

«Die Hütten waren wie mein zweites Zuhause», erklärt Katie. «Auch an meinen freien Tagen ging ich einfach zu anderen Hütten und verbrachte Zeit mit meinen Freunden. Sogar im Winter kannte ich die Leute, die sich um die Hütten kümmerten. Wenn ich mal ein Wochenende abseits des Campus verbringen wollte, fuhr ich dorthin, wanderte drei oder vier Stunden lang und übernachtete bei einem Freund oder einer Freundin.»

 

Mit der Zeit wanderte Katie immer schneller. Daraus wurde Speed-Hiking und schliesslich – wo das Gelände es zuliess – Trailrunning. 

 

 

«Als ich nach dem Ferienjob auf den Hütten nach Middlebury zurückkam, hatte ich immer noch Spass am Laufen und in Vermont gibt es schliesslich viele Trails.», sagt Katie.  

 

«Ich wechselte zwischen Laufen auf Strassen und Trails ab  einfach um in Form zu bleiben und den Kontakt mit meinen Freunden zu halten. Als ich wieder in den Hütten arbeitete, lief ich mehr und weiter und gewöhnte mich so an die längeren Trails.»

 

«Später zog ich nach Utah. Dort eignen sich die Trails noch besser zum Laufen. Mir wurde klar, dass ich nicht wandern musste, sondern laufen konnte. Ich wusste ja wie das geht. Und am Ende lief alles aufs Trailrunning hinaus.»

 

Rückkehr in die White Mountains

Der nächste Schritt in der Entwicklung von Katie war die Teilnahme an Trail-Wettkämpfen und die ersten Titelgewinne. Ihr Partner, Trainer und On-Sportlerkollege Germain Grangier, unterstützt sie dabei. Katies Geologie-Studium führte sie schliesslich in die Schweiz.  An der renommierten ETH Zürich arbeitet sie zurzeit daran, einen Doktortitel zu machen. 

 

Bei einem Besuch in den White Mountains wurde Germain klar, wie viel die Region Katie bedeutet. 

 

«Wir verbrachten eine Nacht in der Hütte und Katie war von vielen Freunden umgeben. Sie hat sich so sehr über alles gefreut. Ich erinnere mich noch, wie wir zusammen auf einem Trail unterwegs waren. In Europa verlassen wir hie und da den Weg und ziehen querfeldein. Also tat ich das auch da.»

 

«Aber Katie schrie mich an und sagte: 'Nein, du kannst nicht einfach so in den Wald gehen. Der steht unter besonderem Schutz.' Ich meinte nur: 'Okay.' Und sie sagte: 'Dieser Ort ist mir wirklich wichtig.'»

 

«Da verstand ich, dass diese Region einen sehr wichtigen Platz in ihrem Herzen einnimmt. Also redeten wir darüber und ich sagte ihr, dass sie hier etwas Besonderes tun sollte und dass das sicher toll werden würde.»

 

Eine Idee war geboren. In den USA ist das Organisieren von Wettkämpfen durch die geschützten Wälder bedeutend schwerer als in Europa, wo ständig neue Rennen ins Leben gerufen werden. Katie konnte in ihrer Heimat also bei keinem Wettkampf antreten. Aber sie konnte eine FKT aufstellen. 

 

 

Katie und die FKT

Eine FKT oder «Fastest Known Time» ist ein Rekord, der aufgestellt wird, wenn man eine konkrete Strecke schneller als jeder andere zuvor absolviert. Die Strecken und Zeiten werden auf fastestknowntime.com übermittelt und registriert. 

 

FKTs werden in der Trailrunning-Gemeinschaft immer beliebter. Da Trail-Wettkämpfe zunehmend an Popularität gewinnen, geht damit häufig eine gewisse Kommerzialisierung und ein grosser Menschenandrang einher. Etwas, wovor viele Läufer eigentlich Zuflucht im Gebirge suchen. Durch FKTs wird quasi jedes Gelände «wettkampffähig» gemacht – und das jederzeit. 

 

Die offensichtliche FKT der Wahl war für Katie der White Mountain Hut Traverse – eine Strecke, die alle acht AMC-Hütten verbindet. Die Carter Notch Hut im Osten bildet den Ausgangspunkt für die 80 km lange Strecke, die im Westen an der Lonesome Lake Hut endet. Dazu kommen etwa 4500 Höhenmeter und felsiges Gelände. Eines ist klar: Dieser Trail ist nichts für Anfänger. Aber Katie ist in diesen Hütten gross geworden. Und sie läuft die Strecke nicht zum ersten Mal. Aber weit schneller als je zuvor.

 

«Als ich es das erste Mal mit der Hut Traverse aufnahm, lief ich um 1 Uhr morgens los und kam gegen 1 Uhr morgens an. Das macht volle 24 Stunden», erinnert sich Katie. 

 

«Wollte ich die aktuelle FKT schlagen, musste ich meine ursprüngliche Zeit praktisch halbieren. Das klang ziemlich verrückt.»

 

 

Die bestehende FKT, die es zu schlagen galt, war 14 Stunden, 28 Minuten und 6 Sekunden und wurde von einer einheimischen Läuferin aufgestellt. Sie war jedoch kein Mitglied des Hütten-Teams. Dieser Fakt motivierte Katie, die Herausforderung anzunehmen. 

 

«Germain hat mich sozusagen dazu ermutigt, es tatsächlich zu versuchen. Die Idee schwirrte schon eine Weile in meinem Kopf herum. Aber ich dachte, dass meine Freundin Megan [aus dem Hüttenteam] den Rekord noch hält. Und ich fand immer, es wäre komisch, meiner Freundin so etwas wegzunehmen – schliesslich ist sie ja meine Freundin.» 

 

«Aber dann sah ich, dass jemand ihre Zeit geschlagen hatte. Und ich dachte: 'Na gut, dann ist es ja kein Problem.'» 

 

Ich glaube, die Crew wollte wirklich, dass jemand aus dem Team den Rekord für die Hut Traverse hält. Ich hoffte also, dass ich das für sie schaffen konnte.»

 

Willst du wissen, ob Katie für das Hüttenteam eine neue FKT aufstellen konnte? Dann schau dir den Kurzfilm «Homecoming» an. Der Film ist Teil einer Reihe von On-Produktionen, die exklusive Einblicke in die Geschichten der On-Athleten geben.

     

Der Cloudventure
Der leichte Trailrunning-Schuh mit cleverer Dämpfung bergab und voller Kontrolle dank Missiongrip™. Katies Favorit für FKT-Versuche und legendäre Ultra-Marathons im Gebirge.
Zum Schuh

Q & A mit Katie Schide 

 

Wie hast du mit dem Laufen angefangen? Ich erinnere mich nicht an eine Zeit, in der ich nicht gelaufen bin. Als Kind habe ich jede organisierte Sportart gespielt, die es gibt. Vor allem war ich begeisterte Feld-Hockey-Spielerin, aber an den seltenen Wochenenden, an denen ich kein Spiel oder Training hatte, war ich mit meinem Vater unterwegs zum Wandern. Während meiner Studienzeit verbrachte ich vier Sommer in Berghütten in New Hampshire und lernte, wie man sich schnell über technisches Gelände bewegt. Ich liebe es, dass das Laufen kein Team oder eine Menge Ausrüstung erfordert - du kannst einfach durchstarten!

 

Warum läufst du heute? So viele Gründe.... Laufen erlaubt es mir, mich zu entspannen, zu denken und Zeit allein zu verbringen. Aber es bringt mir auch grossartige Freundschaften und eine wunderbare Gemeinschaft. Es bringt Struktur in meinen Alltag, gibt mir aber auch die Freiheit, überall hin zu gehen. Am wichtigsten ist, dass es meine Ausrede ist, draussen zu sein, zu reisen und neue Berge, Täler, Seen und Gebirgsketten zu entdecken.

Was war der bislang wichtigste Wettkampf, an dem du teilgenommen hast? Das wichtigste Rennen, das ich bisher absolviert habe, war wahrscheinlich mein erstes Trail-Rennen überhaupt - ein lokales 28-Meilen-Rennen in Utah. Ich tauchte allein auf und hatte keine Ahnung, was passieren würde. Am Ende hatte ich so viel Spass und fühlte mich von der Gemeinschaft rundum willkommen. Ich habe mich an diesem Tag in den Sport verliebt und wäre ohne diese Erfahrung heute nicht hier.

 

Was ist dein Ritual vor Wettkämpfen? Normalerweise stecke ich meine Startnummer mindestens 5 mal auf mein Shirt, ich kann bei einigen Dingen sehr penibel sein! Dann esse ich ein paar Kekse und Früchte und trinke immer zu viel Kaffee.

 

Worüber denkst du beim Laufen nach? Wenn ich in der Stadt bin, schalte ich normalerweise ab oder denke an das, woran ich an diesem Tag gearbeitet habe. Wenn ich in den Bergen bin, schaue ich mich gerne um und versuche, Tiere zu sehen oder an die Geschichte der Landschaften zu denken, in denen ich mich befinde.

 

Was ist deine bewährte Trainingsmahlzeit? Im Sommer eine grosse Schüssel Gemüse mit Bohnen, Falafel, Tofu, Nüssen, Samen, Oliven - alles, was ich in der Küche finden kann. Im Winter mache ich gerne viele Suppen mit Süsskartoffeln, Linsen, Blumenkohl, Karotten, Porree, etc.

 

Wie erholst du dich nach einem anspruchsvollen Lauf? Draussen liegen, ein Buch lesen oder versuchen, ein neues Dessert zu kreieren

 

Welchen Song hörst du beim Laufen am liebsten? Ich höre normalerweise keine Musik, wenn ich laufe, aber wenn ich ein wenig Motivation vor einem besonders kalten und nassen Lauf in der Stadt brauche, drehe ich etwas One Direction oder Taylor Swift auf, bevor ich aus der Tür gehe.

 

Wer gehört zu deinem «Team»? Mein Partner (On-Kollege Germain Grangier) ist mein A-Team. Aber wirklich alle meine Freunde und Familie sind sehr unterstützend, auch wenn viele von ihnen auf einem anderen Kontinent sind. Ein besonderer Applaus an Germains Eltern, die uns bei fast jedem grossen Rennen zugejubelt haben und immer alles daran setzen, uns zu unterstützen.

 

Abgesehen von Ausdauersport – wofür begeisterst du dich sonst noch? Meine Leidenschaft ist es, in den Bergen zu sein - also habe ich das Glück, dass meine Arbeit und mein Sport hier stattfinden! Ich liebe es auch, zu backen, zu lesen, zu stricken, Yoga zu machen und mit Freunden ein Bier oder Kaffee zu trinken.

 

Was ist der beste Ratschlag, den du je zum Laufen erhalten hast? Als ich zum ersten Mal mit dem Trail-Running begann, las ich irgendwo: „Ultra Running ist nur ein Ess- und Trinkwettbewerb mit einigen Übungen zwischendurch“. Ich nehme mir das bei Rennen zu Herzen!

 

Welchen Rat hast du für jemanden, der in deine Fussstapfen treten will? Tu es nicht! Folge deinem eigenen Weg - es wird mehr Spass machen!

 

Warum On? On hat keine Angst, neue Dinge auszuprobieren und Risiken einzugehen. Es scheint, dass On keine Grenzen hat, wohin sie gehen wollen.

 

Welcher ist dein Lieblingsschuh von On und warum? Der Cloud X ist so leicht und flexibel, dass ich ihn sowohl für einen Spaziergang zum Einkaufen als auch für einen schnellen Abendlauf nutzen kann.

 

Was ist dein Lieblingsteil aus der Apparel-Kollektion von On und warum?
Das Weather Shirt. Es hat einen Knopf, um zu verhindern, dass eine der Shirtklappen dein Gesicht trifft, wenn du sie öffnen musst. Es ist fast so, als ob On wusste, dass dies eines meiner grössten Ärgernisse ist!

Lieblingsteil von On: Cloud X
Der Cloud X ist so leicht und flexibel, dass ich ihn sowohl für einen Spaziergang zum Einkaufen als auch für einen schnellen Abendlauf nutzen kann.
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