Gb Tim Don

Dreifacher Olympionike. Weltmeister im Triathlon und Duathlon. Unzählige Podiumsplätze bei ITU Weltmeisterschaften und Ironman-Rennen. Der Brite Tim Don war schon eine Legende, bevor er 2017 das südamerikanische Ironman-Rennen im brasilianischen Florianópolis gewann. Mit diesem Rennen am 28. Mai 2017 hat sich Tim endgültig als wahrer Triathlon-Champion etabliert. Doch seine grössten Herausforderungen sollten noch kommen. The Man with the Halo – das ist seine Geschichte.

The Man with the Halo: Iron Again

Das Finale von Tim Don's Comeback nach Kona. Die Rückkehr von einem gebrochenen Genick:

Tims Geschicte

Am 28. Mai 2017 wurde Tim Don zum schnellsten Ironman-Triathleten aller Zeiten. Im Oktober 2017 machte er sich auf den Weg zur Ironman-Weltmeisterschaft in Kona auf Hawaii. Er galt als einer der Favoriten für das Treppchen. Doch er bekam niemals die Chance, anzutreten. 

 

Nur wenige Tage vor dem Rennen wurde Tim beim Radfahren angefahren. Scans zeigten, dass er sich die Halswirbelsäule gebrochen hatte. 

 

Fast sofort stand Tims Entschluss fest: er wollte zurück zur Bestform. Was auch passieren wird: die Geschichte von Tims Genesung ist eine Geschichte von Tapferkeit und Entschlossenheit trotz aller Widrigkeiten. Um Tims Geschichte zur dokumentieren, arbeitet On mit Andrew Hinton zusammen, einem Regisseur, der für seine Filme bereits mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Das Ergebnis: ein inspirierende Kurz-Dokumentation mit dem Titel The Man with the Halo. 

Die Geschichte hinter The Man with the Halo

 

Als Tim Don an diesem Tag in Florianópolis die Ziellinie überquerte, besiegelte seine Gesamtzeit von 7:40:23 nicht nur seinen Sieg über seine Konkurrenten. Mit dieser Zeit stellte er den Weltrekord für den Ironman-Triathlon auf. Vor Tim lag die Weltbestzeit für den Ironman (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen) bei 7:44:29. Dieser Rekord gehörte bis dahin Lionel Sanders (Schwimmen in 53:45, Radfahren in 4:04:38, Marathon in 2:42:21). 

 

Tim brauchte für seinen Rekord 44:16 beim Schwimmen, 4:06:56 auf dem Rad und lief den Marathon am Ende in 2:44:46. Zusammen ergab das: 7:40:23. Weltrekord!

 

Tim verliess Brasilien als Weltrekordhalter und wollte im Oktober 2017 in Kona, Hawaii um den Weltmeister-Titel kämpfen. In Topform. Perfekt vorbereitet. Als einer der Favoriten dieses Kult-Rennens. Viele waren sicher: Tim kann sich in Kona einmal mehr in den Annalen der Sportgeschichte verewigen. 

 

Sechs Monate später kam Tim auf Hawaii an. Bereit, loszulegen. Doch er schaffte es nie an den Start. 

 

Bei einem der letzten Radtrainings in Kona wurde Tim von einem Auto angefahren. Diagnose: Halswirbelsäule gebrochen. Tims Traum von der Weltmeisterschaft: am Ende. Tim selbst: noch lange nicht.
 

Als wahrer Kämpfer konzentrierte er seine Gedanken in kürzester Zeit nur auf eines: sein Comeback. Es gab verschiedene Behandlungsoptionen. Doch nur eine bot Tim die Chance, in Zukunft wieder gegen die Besten anzutreten: ein Halo. 

 

Im Englischen ist ein «halo» ein Heiligenschein. Der medizinische Halo dagegen erinnert eher an ein Foltergerät. Der runde Metallrahmen des Halos wurde direkt an Tims Schädel befestigt und auf den Schultern abgestützt. Zwei Tage nach dem Unfall war Tim wieder zu Hause in Boulder, Colorado. Der Halo stützte seinen Kopf. Der Rest ist ein langer, schmerzhafter Weg. 

 

Die nächsten vier Monate brachten selbst den Ironman Tim an seine Grenzen, mental und körperlich. Als der Halo im Januar entfernt wurde, endete das erste Kapitel von Tims Genesung. Dieser Zeitpunkt markierte den Beginn der Reha-Phase. 

Seit er nach dem Unfall das Bewusstsein wiedererlangte, hat Tim eiserne Entschlossenheit bewiesen. Nun konzentriert sich diese Zielstrebigkeit darauf, Tim wieder zu einem Ironman zu machen. Weniger als sechs Monate nach seiner Verletzung war Tim schon wieder im Gym, mit neuen Zielen im Blick. Absolut erstaunlich: Schon am 16. April 2018 startete Tim wieder beim Boston Marathon – fast genau sechs Monate nach seinem Unfall. Trotz strömendem Regen und eiskalten Temperaturen überquerte Tim die Ziellinie in 2 Stunden, 49 Minuten und 42 Sekunden. Diese Zeit liegt nur fünf Minuten über der Marathonzeit, mit der er in Florianópolis, Brasilien im Mai 2017 den neuen Ironman-Weltrekord aufstellte. 

 

 

Am 29. Juli 2018 war Tim wieder bei einem Elite Ironman in Hamburg am Start. Der neunte Platz war eine unglaubliche Leistung, aber nicht genug, um die Rückkehr nach Kona zu sichern. Unbeirrt machte Tim drei Wochen später beim Ironman Denmark in Kopenhagen einen weiteren Versuch, sich zu qualifizieren. Leider lief das Rennen nicht nach Plan. Nach einem guten Start musste Tim das Rennen aufgeben. Gerade als er akzeptierte, dass eine Rückkehr zu den Weltmeisterschaften warten musste, kam die Nachricht, dass einer der Qualifizierten ausscheiden musste. Da er direkt nach den Qualifikationsplätzen platziert war, konnte Tim dessen Platz einnehmen. Der Mann mit dem Halo kehrt nach Kona zurück.  

 

Das Comeback ist komplett

Am 13. Oktober 2018 stand Tim in Kona an der Startlinie – bereit für die Ironman World Championships. Damit ist der Man with the Halo wieder am Ausgangspunkt seiner langen Reise angelangt, und das nur dank Tims unaufhaltsamer Entschlossenheit angesichts unvorstellbarer Schwierigkeiten. Auf den Lavafeldern war es so gnadenlos heiss wie immer, doch Tim bezwang die Strecke in 8:45 und überquerte die Ziellinie als 53. von über 2000 Teilnehmern. Für Tim ging es weniger um das Ergebnis als darum, mit den Ereignissen des vergangenen Jahres abzuschliessen. Die Ziellinie in Kona ist für ihn zur Startlinie für sein nächstes Kapitel geworden. Aufgepasst, Triathlon-Welt – The Don ist zurück. 

Exklusiv: Frage & Antwort mit Tim Don. 'The Man with the Halo' dokumentiert sein Comeback:

 

 

Tim's first reactions to the film

After previewing The Man with the Halo for the first time, and just two days after his remarkable return to racing at the Boston Marathon, Tim spoke with On founders David Allemann and Caspar Coppetti. See the full Q&A here:

Tims Interview mit The Players’ Tribune: 

Erfahre mehr über Tim Don

 

Wie hast du mit dem Laufen angefangen? Als ich sechs oder sieben Jahre alt war, gab es an meiner Schule eine Laufgruppe. Da habe ich mitgemacht und das Laufen sofort geliebt.

 

Was ist dein Ritual vor Rennen? Ruhig und entspannt bleiben und die letzten 24 Stunden vor dem Rennen durchplanen. Diese Routine wende ich bei kleinen und sehr grossen Rennen an.

 

Worüber denkst du beim Laufen nach? 

Über viele Dinge! Meine Familie. Meinen Puls. Meine letzte Trainingssession. Mein letztes Rennen. Mein nächstes Rennen. Ich lasse meinen Gedanken einfach freien Lauf.

 

Was ist dein bewährtes Trainings-Essen? Ich esse ca. 90 Minuten vor einem langen Lauf ein paar Haferflocken mit Mandelmilch.

 

Welchen Song hörst du beim Laufen? Wenn ich draussen laufe, höre ich keine Musik. Auf dem Laufband ist es Oasis.

 

Wer gehört zu deinem «Team»? Mein Team, das sind meine Familie und meine Trainer Matt und Julie. Ausserdem alle meine Trainingspartner.

Welche Leidenschaft hast du noch, abgesehen vom Ausdauersport? Meine Familie und die meisten anderen Sportarten: Rugby, Leichtathletik (und ab und zu ein Glas Wein).

 

 

Welche Sache sagt einem niemand, bevor man Profisportler wird? Wenn es hart ist, dann ist es richtig hart. Wenn es schwierig wird, lassen dich manche Leute einfach fallen. Dann weisst du, wer wirklich an dich glaubt. Als Mensch und als Sportler. Das erzählt einem vorher niemand.

 

 

Was ist der beste Ratschlag, den du je zum Laufen bekommen hast? Wenn es wehtut, gib noch ein bisschen mehr.

 

 

Welchen Rat hast du für alle, die in deine Fussstapfen treten wollen?

Das Wichtigste ist: bleibt dran. Die Grundlagen müssen stimmen. Man darf sich nicht von dem Hype anstecken lassen, der einen als Profisportler umgibt. Besinn dich auf das Wesentliche. Liebe und geniesse, was du tust, und zwar jeden Tag.

 

Warum On? Ich finde, die Schuhe verschaffen mir im Wettkampf einen Vorteil. Da mein Training so konsistent ist, habe ich jetzt einen Schuh für alle Sessions – ob Laufbahn, Rennen, einfache Läufe oder Trailrunning.

Lieblings-Modell von On: der Cloudflow
Ich liebe meinen Cloudflow. Wenn du nach der harten Bike-Session aus dem Sattelsteigst, brauchst du einen Schuh, auf den du dich verlassen kannst. Der schnell ist. Der perfekt zu dir passt.
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