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Behind the best: Javi Gómez Noya

In unserer Serie „Behind the best“ sprechen wir mit den Menschen, die unseren Top-Athleten am nächsten stehen. Diesmal gibt uns Anneke Jenkins, Ehefrau von Triathlon-Legende Javi Gómez Noya, Auskunft und ergründet für uns die Geschichte und den Charakter des Weltklasse-Sportlers.

 

Javi Gómez Noya ist fünffacher ITU-Welt- und Europameister, zweimaliger Ironman 70.3-Weltmeister, Olympiamedaillengewinner und Xterra-Weltmeister.

 

Als er noch ein Kind war, deutete nichts auf eine solch erfolgreiche Sportkarriere hin. Aufgrund eines Herzfehlers riet man ihm nämlich, sich vom Wettkampfsport zurückzuziehen. Was treibt Javi heute an? Wir haben mit seiner Frau, der Profi-Triathletin Anneke Jenkins, gesprochen.

 

Was ist deine früheste Erinnerung an Javi?

 

Ich erinnere mich gut an unsere erste Begegnung in Wanaka, Neuseeland. Wir waren beide im Trainingslager und ich war neu im Triathlon. Deshalb hatte ich keine Ahnung, wie erfolgreich und talentiert er als Athlet war. Es war mehr sein Lächeln und seine freundliche Art, die mich fesselten. Ich beobachtete ihn im Training und sah, wie fokussiert und fleissig er war. Diese Attribute bewunderte ich wirklich an ihm und tue es immer noch.

 

Hättest du damals gedacht, dass er sportlich so erfolgreich werden würde?

 

Javi war zu diesem Zeitpunkt bereits sehr erfolgreich und hatte sich als Athlet einen Namen gemacht. Wenn du ihm beim Trainieren zusiehst, weisst du, warum er so gut ist: Er ist unglaublich entschlossen und fokussiert, das Beste aus sich rauszuholen. Er ist ein wahrer Profi. 

 

 

Wie schafft er es, konstant auf höchstem Niveau Leistung zu bringen? 

 

Javi hat nie alles auf eine Karte gesetzt. Er gibt einfach sein Bestes und will mit den Grossen mithalten. Er hat über die letzten Jahre eine enorme Konstanz gezeigt. Er war immer so auf die nächste Session oder den nächsten Wettkampf fokussiert, dass er die einzelnen Erfolge nie wirklich voll hat auskosten können. Aber ich denke, jetzt beginnt er langsam zu realisieren, was er in seiner Karriere alles erreicht hat.

 

Wie ist es für dich, ihn bei den Olympischen Spielen zu sehen?

 

Ich freue mich sehr für ihn, dass er in Tokio am Start ist. Er hat so viel investiert und sich sehr gut vorbereitet. Die Vorbereitungen als Teil des Teams liefen super und er war im Vorfeld echt sehr entspannt und zufrieden. 

 

Jetzt bin ich natürlich sehr nervös. Es lastet ein so grosser Druck auf ihm und alles hängt von diesem einen Moment ab. Aber er kennt das und weiss, was zu tun ist. Ich wünsche mir einfach nur, dass er 100 % fit in den Wettkampf gehen kann und das Rennen machen kann, das er verdient.  

 

 

Wie war er als Kind? 

 

Ich weiss, dass er schon immer eine Leidenschaft und auch Talent für den Ausdauersport hatte.

 

Er begann mit Schwimmen und lief danach die 10 km nach Hause noch zusätzlich zum Spass.

 

Oder er fuhr in der Nachbarschaft Runden auf Zeit mit dem Fahrrad. Das war sicher eine gute Basis. Aber er hat auch sehr hart gearbeitet. Er ist einer dieser Ausnahmeathleten, bei dem unglaubliches Talent, Willenskraft und eine gute Arbeitsmoral zusammenkommen.

 

 

Weisst du von Momenten in seiner Karriere, die ihn besonders prägten?

 

Er hatte sehr daran zu beissen, dass er die Olympischen Spiele in Rio verpasste. Schliesslich gehörte er zu den Favoriten und der Kurs war genau auf ihn zugeschnitten. Es war sehr beeindruckend, wie er den Fokus dann umlegen konnte, sich auf die Regeneration seines Ellbogens konzentriert hat und dann das nächste Ziel in Angriff nahm. Die Eigenschaft, auch Negatives gut wegstecken zu können, hilft ihm sicher, so erfolgreich zu sein.  

 

Er ist nie übermässig emotional. Egal, ob er bei einem Wettkampf triumphiert oder gerade eine wirklich harte Zeit durchmacht, er ist immer ziemlich ruhig und besonnen. Nachdem er den Weltmeistertitel gewann, stieg er zum Beispiel gleich aufs Rad, um sich fürs nächste Rennen vorzubereiten.

 

Grosse Feiern oder Afterparties interessieren ihn nicht. Für ihn ist es völlig ok, einen Burger mit Pommes essen zu gehen und dann weiterzuarbeiten.

 

 

Du kannst in Tokio nicht persönlich vor Ort sein. Fällt dir das schwer? 

 

Ja, ich wäre gern dabei, um ihn zu unterstützen und diese Erfahrung mit ihm zu teilen. Aber er wird auch ohne mich bestens klarkommen. Er hat das Team aus Spanien, seinen Trainer und ein Haufen anderer Betreuer, die mit ihm sind. Ausserdem ist er ein äusserst beständiger und erfahrener Athlet und weiss genau, was zu tun ist. Wenn er etwas von mir braucht, kann er mich einfach anrufen. Ich kann meistens sowieso nur emotionale Unterstützung bieten.

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