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Der OAC schreibt Geschichte in Boston

Oliver Hoare und George Beamish, beide Mitglied des On Athletics Club, übertrafen in einer historischen Nacht in Boston gar ihre eigenen Erwartungen: Sie stellten nationale 5000-m-Hallenrekorde für Australien beziehungsweise Neuseeland auf und belegten den ersten und zweiten Platz.

 

Der OAC ist zurück und bricht Rekorde.

 

Nach einigen Monaten abseits der Rennstrecken reiste das OAC-Duo Olli Hoare und George „Geordie“ Beamish mit einem klaren Ziel nach Boston: Sie wollten schnell sein. Doch selbst die beiden Protagonisten waren am Ende überrascht, wie schnell sie waren. Ihren Auftrag haben sie damit mehr als erfüllt.

 

„Wenige Wochen zuvor waren wir uns nicht sicher, wo wir standen. Wir hofften, dass wir an einem guten Tag 13:20 min [über 5000m] schaffen würden. Wir haben unsere Trainingseinheiten zusammen absolviert und uns jetzt quasi selbst überrascht“, sagte Olli nach dem Rennen.

 

 

Olli absolvierte sein letztes Rennen im September bei den Olympischen Spielen. Geordies Sommersaison endete bereits im August. Der BU Season Opener in Boston ist dafür bekannt, dass regelmässig schnelle Zeiten gelaufen werden, doch normalerweise wird der Wettkampf von College-Athletinnen und -Athleten dominiert. Für das OAC-Duo war der Termin im Dezember allerdings der perfekte Zeitpunkt, um das harte Wintertraining zu unterbrechen und ihre Fitness zu testen. Jetzt sollte sich zeigen, ob sich die vielen Kilometer im Training ausbezahlen würden.

 

„Während dem College nahm ich alle zwei Wochen an Wettkämpfen teil. Das half mir, motiviert zu bleiben“, erklärte Geordie. „Aber wenn du von September bis Februar kein Rennen hast, ist es schwieriger, sich jeden Tag fürs Training zu motivieren. Dieser Termin Anfang Dezember hat uns die letzten Wochen angetrieben.“

 

OAC-Mitglied und Olympiateilnehmer Joe Klecker übernahm auf den ersten 3000 m die Funktion des Tempomachers. Nicht zuletzt dank seiner Unterstützung schaffte es Olli, mit einer Zeit von 13:09,96 den Sieg einzufahren und den australischen Hallenrekord um mehr als 26 Sekunden zu unterbieten. Ollis Leistung kann nicht genug gewürdigt werden, ist er doch erst der vierte Australier, der die Marke von 13:10 knackten konnte. Er reiht sich damit in eine Liste legendärer australischer Langstreckenläufer ein.  

 

Direkt hinter Olli schrieb auch Geordie Geschichte. Er lief die letzte Runde in 26,25 und belegte am Schluss den zweiten Platz. Der OAC feiert damit gleich einen doppelten Triumph. Seine Zeit von 13:12,53 m markiert einen neuen neuseeländischen Hallenrekord und die zweitschnellste je von einem Kiwi drinnen oder draussen gelaufene Zeit über 5000 m.

 

Zwar konnte Olli den Kampf um den Ozeanien-Rekord für sich entschieden, doch er weiss, das Geordie ihm auf den Fersen ist.

 

 

„Du [Geordie] kamst immer näher. Das war echt der Horror!“

 

Abgesehen von den freundschaftlichen Sticheleien empfinden die beiden höchsten Respekt füreinander. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie sich über Monate gemeinsam durch harte Trainingseinheiten gekämpft haben. Etwas, das sich für beide ausbezahlt hat.

 

„Wir haben in den letzten acht Wochen so ziemlich alle Workouts und lockeren Läufe zusammen gemacht. Der Gesprächsstoff ist uns längst ausgegangen!", scherzt Geordie.

 

„Wir sind wirklich eine super Gruppe und harmonieren perfekt zusammen“, fügt Olli hinzu. „Wenn wir es schaffen, gesund zu bleiben und unser Training konstant fortzuführen, bringt uns das dahin, wo wir sein wollen.“

 

Den Schwung der übertroffenen Erwartungen werden die beiden hoffentlich in die bevorstehenden Trainings mitnehmen können. Denn bereits im Januar stehen die Millrose Games an. Wir werden sehen, ob die beiden dann auch wieder glänzen werden…

 

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